Bordleben 17

  • Elyel sah immer noch mit leichtem Entsetzten in Tims Gesicht. "Warum hast du denn nichts gesagt? Sir Fluffs Bisse tun doch höllisch weh. Hast du dich wenigstens verarztet?" Sie hatte die Befürchtung, dass er sich aus Stolz nicht einmal versorgt hatte. Aber er war nicht gehumpelt. Das musste bedeuten, dass der Biss entweder nicht schwer war, oder er sich behandelt hatte. Oder? "Moment.", sie kniff die Augen zusammen und musterte Tim, "Wieso hat Sir Fluff dich überhaupt gebissen?" Der Was-auch-immer-das-eigentlich-ist war ein guter Wachhund. Er biss nur, wenn man dem zu Nahe kam, was er bewachte. ihre Mutter hatte ihn vor Jahren ins Haus gebracht und ihr auch gesagt, was das für ein Tier war, aber sie hatte es schnell wieder vergessen. Es war auf jedenfall nicht von Betazed.

  • Tim schaute Elyel in die Augen. "Dir ist klar das ich vorher Leitender Medizinischer Offizier hier an Bord war mit mehreren Jahren Erfahrung und dem nötigen Wissen, eine Bisswunde zu versorgen." brachte er grinsend hervor. Warum sie aber so komisch fragte war grade verwunderlich, denn speziell hatte er nur eines gesucht, als die Info von ihrer Mutter kam, 'Oben, Links' Diese Erklärung war ziemlich Interpretationsfrei. Die Toilette hatte er schließlich gefunden, aber das Haustier wollte partou keinen Platz machen. Da er nun nicht wirklich Angst hatte, weil auch hier die Interpretationsfreien Äußerungen ... Naja.


    "Ich wollte auf die Toilette gehen, da man mir sagte, ich solle ihn nicht in die Augen sehen, was ansich schon schwierig war, solle ich einfach die Tür öffnen. Das fand es dann wohl doch nicht ganz lustig. Deine Mutter hatte zum Glück alles nötige im Haus gehabt, deswegen musste ich auch nicht zum medizinischen Dienst laufen. Mir geht es soweit gut, aber kämpfen sollte man mit dem Vieh dennoch nicht." knackte es in seinem Rückraht.

  • Ihre Sorge war verflogen. Wie sie vermutet hatte, hatte er sich bereits selbst behandelt. Bzw. ihre Mutter hatte ihn behandelt. Wie hätte sie auch von etwas anderem ausgehen können. "Ich frage mich, wer den Kampf um die Toilette gewonnen hat.", schmunzelnd stemmte sie sich die Hände in die Seite. "Aber ich muss schon sagen.", langsam ging sie auf Tim zu und legte ihre Hand auf seine Brust, "Du hast die Behandlung meiner Mutter überlebt und das ohne ein Körperteil zu verlieren. Sie scheint dich zu mögen." Wenn sie an die erste Beziehung dachte, die sie versucht hatte zu schließen. Ein Biss von Sir Fluff war da eine Streicheleinheit im Vergleich gewesen.

  • "Ich empfand deine Mutter als gar nicht so schwierig." schmunzelte er und drehte sich um sie in den Arm zu nehmen. "Sir. Fluff hingegen, war schwieriger zu beherrschen." Er hatte das Gerangel mit Sir. Fluff gewonnen, wie er die weiteren Begegnungen mit ihm überstanden hatte, würde er ihr wohl lieber nicht erzählen. Er gab ihr einen Kuss und schmunzelte. "Ich habe gelesen, dass die Krankenstation ein neues Biobett beantragt hat? Müssen Frauen denn immer das neuste in der Abteilung haben?"

  • Sie lehnte sich an ihn und legte ihren Arm auf seinen. Wäre sie eine Cait hätte sie das Schnurren begonnen, aber das war sie nicht. Aber sie war Empathin, weswegen sie Tim eine leichte Woge Glücksgefühl sendete. Elyel schloss die Augen und lachte kurz auf: "Nicht so schwierig? Mit welchen Drachen hast du dich in deinem Leben schon angelegt, dass du sie als 'Nicht so schwierig' bezeichnest?" Sie fand es schön, dass sich die beiden verstanden. Es gab der Beziehung einen ruhigen Mantel. Auch wenn sie Lichtjahre voneiandner entfernt waren. Sie würde es sehr spüren, wenn die beiden sich nicht vertrugen. So eine Disharmonie konnte sie nicht leiden.
    "Natürlich. Wenn ich meinen Schrank schon nicht mit den neuesten Kleidern von Prah Vor ausstatten kann, dann zumindest meine KS mit einem neuen BB.", sie legte den Kopf in den Nacken und sah umständlich zu ihm hoch, "Und das kommt dir auch zu gute, wenn du dich wieder mit Sir Fluff herumschlagen musst. Oder anderen bestien, die die Toilette bewachen."

  • "Ich hoffe ja das es nicht noch mehr Toilettenwächter geben wird. Aber ich glaube du hast noch nie mit unserem Captain gelebt und ihren Onkel kennengelernt. Ein Zuchtmeister, der es versteht, die Leute zur Arbeit zu bringen. Es gibt glaub ich kaum noch welche, wo man so schnell befürchtungen haben muss. Immerhin lässt mich deine Mutter nicht das Haus auf Knien, mit einem Schrubber putzen." Er grinste und kniete sich etwas hin. So musste sie nicht mehr den Nacken versteifen. Dafür konnte sie nun auf ihn herab blicken. "Eines jedoch muss ich noch testen. Deine Mutter meinte du machst einen hervorragenden Hackbraten. Auf Betazoidische Art habe ich den auch noch nicht gegessen."

  • Sie musste wieder lachen. "Sag nicht so etwas. Tam musste das schon machen, nachdem er mit einem Ball die halbe Einrichtung zerlegt hat. Danach hat er nie wieder Fußball in der Nähe des Hauses gespielt. " Elyel merkte, dass sie losgelassen wurde und drehte sich zu ihm um und sah auf ihn hinab. Er hatte sich hingekniet. "Das hat sie gesagt? ", se nahm seinen Kopf in ihre Hände, "Dann musst du das wohl testen und mir sagen, ob das stimmt."

  • N'arayan war nach einer erholsamen Zeit auf der Erde, endlich wieder zurück auf die Kopernikus, seine Heimat gekehrt. Die letzten Tage hatte er genutzt um einen alten Bekannten zu treffen und einfach zu reden, wie es zu Hause ist, ein Ort den er schon lange nicht mehr besuchen musste. Bisher konnte er sich mit der Ausrede heraus reden, das er nicht lange genug frei bekam um mal nach Hause zu reisen.

    Es war für ihn aber auch mal wieder schön San Francisco zu sehen, es war für ihn immer noch ein angenehmer Ort und das er diesmal den Ort mit seiner Frau besuchte war ebenfalls entspannend.

    Der Caitianer legte seinen Ohrstecker ab und wieder zurück in die Schatulle, bevor er seine Uniform richtete und sich auf machte zum Casino um den Urlaub gemütlich ausklingen zu lassen.

  • Timothy James Jackson

    Hat den Titel des Themas von „Bordleben 18“ zu „Bordleben 17“ geändert.