Bordleben XXXIII: Die Zeit ist selbst ein Element

  • <<< Nach der Mission vom 21.09.2020>>>>


    Pete schüttelte immer noch leicht den Kopf. Ihm ging kicht runter, wie so etwas passieren konnte. Er stimmte seinem XO auf jeden Fall zu, dass er diese Panne nicht dem Oberkommando erklären wollte und sie den Hauptcomputerkern möglichst gleich wieder zurückbekommen konnten.

    "Sobald die Maschinen bereit sind, nehmen wir die Verfolgung auf", sagte er in den Raum hinein. Dann sah er sowohl seine Wissenschaftler als auch die beiden temporalen Ermittler an.

    "Und ich will wissen, wer genau die Diebe sind und wie sie diesen Diebstahl fertig gebracht haben", grollte er. "Finden sie eine Erklärung."

    "Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat."
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

  • Kaisa nahm die Wissenschaftliche Konsole ein, nachdem sie sich einmal kurz umgeschaut hatte. Ein nützliches Schiff, so dachte sie.


    Auf den Befehl des Captains, rief sie die entsprechenden Aufzeichnungen der Internen Sensoren der Station auf, sowohl von den vermeintlichen, als auch von den echten Ermittlern, um diese genauer miteinander zu vergleichen.


    "Eine präzise Arbeit" murmelte sie leise und führte die Suche nach Unstimmigkeiten weiter fort, um den Ursprung der Täuschung, und somit der Identität der falschen Ermittlern auf die Spur zu kommen. Die junge Frau schaute nicht auf, als sie sich an die Kosh wandte. "Meiner Eingangsthese nach, könnte es sich hierbei um Wechselbälger handeln. Einfache Tarntechnologie scheint mir unwahrscheinlich, sonst hätten unsere Sensoren nicht auf diese Art getäuscht werden können"



    Hans von Lahrenberg


  • "Das wäre definitiv eine Möglichkeit.", erwiederte din J'naii. "Bei einigen gestaltwandelnden Spezies könnten wir, glaube ich, die Aktivität einer morphogenen Matrix feststellen, wenn wir nahe dran sind. Bei anderen Spezies, wie den Gründern bspw. würde uns das allerdings nur im Zustand der Veränderung weiter helfen. Egal, wir setzen es auf jeden Fall auf die Liste, neben Zeitreisen, Paralleluniversen und - nicht zu unterschätzen und meiner Meinung nach am Wahrscheinlichsten - plastischer Chirurgie."

    Nin ließ nimse Finger über das Bedienfeld gleiten, während nin die Anpassungen von Järvi und Valerie ausführte. Ein Piepen kündigte Erfolg an.

    "Commander Farrell, ich habe eine Spur, Richtung 322.189.020."

    [ Kaisa Jaervi  Pete Farrell ]

  • Petes Blick glitt nach der Meldung von Kosh automatisch zum CON. Dieser nickte ihm zu, dass die Galileo bereit war.

    "Setzen sie Kurs, Lt, und geben sie Schub, Warp 5", befahl er dem Steuermann.

    Das Hangartor der Station war bereits offen. Der CON führte den Befehl umgehend aus, manövrierte die Galileo aus ihrer Parkposition heraus und setzte den von Kosh übermittelten Kurs an. Die Galileo machte einen Satz und verschwand alsbald von der lädierten Sensorik der Station.

    Als sie auf Kurs waren, wandte sich Farrell an die beiden temporalen Ermittler, die an Bord der Galileo und auf der Brücke standen.

    "Mr. Nadler, Ms. Birke, was geht hier genau vor? Und speisen Sie mich nicht mit irgendwelchen Floskeln ab. Wer sind diese Doppelgänger? Und warum haben diese Doppelgänger unseren Hauptcomputerkern geklaut?"

    Nadler trat einen Schritt näher.

    "Nun, diese Fragen kann ich ihnen leider so ohne weiteres nicht beantworten, Commander. Ihre Wissenschaftler haben bereits Theorien dazu, wie ich mitbekommen habe.

    Ich denke, wir werden nach dem Ausschlussprinzip vorgehen müssen. Unter dem Kriterium einer Risiko-Nutzen-Abschätzung.

    Welchen Nutzen hätten andere formwandelnde Spezies, uns zu kopieren und den Computerkern einer Station zu stehlen? Voraussetzung für eine Verwandlung in eine andere Person ist Körperkontakt bzw. Bildmaterial, nicht wahr? Niemand auf der Station wusste, dass wir kommen, bzw. wie wir aussehen."

    "Koaleszenzorganismen, Nacene, Gomtuu, Silberblut, Vendorianer und Chamäleoniden können wir getrost ausschließen. Die M-113 sind ausgestorben, die Phantome hätten keinen Nutzen daraus, ihre Lebensweise ist vollkommen anders, sie haben mit der Föderation dieses Jahrhunderts nichts zu tun", mischte sich Birke nun ein. Nadler nickte bestätigend. UNd Pete hörte zu. Er kannte nur einen Teil der von Birke erwähnten Spezies.

    "Allasmomorphe und Wechselbälger kämen als formwandelnde Spezies noch in Frage. Wechselbälger bestehen aus Protoplasma. Das ließe sich durch die Stations-Sensorik eventuell nachweisen, Commander."

    "Kümmern sie sich darum, Ensin Järvi und Kosh", setzte Pete seine Wissenschaftler darauf an.

    "Bei plastischer Chirurgie müsste ein Dämpfungsfeld um die veränderte Person mit unserer DNA-Identifikation stattfinden. Das würde ich ausschließen, da wir, bevor wir die Station betraten, keinen Kontakt zu irgendwem hatten. Ob die beiden Doppelgänger als wir von ihrem Schiff ausstiegen oder sich erst auf der Station verwandelten, können sie über ihre Sicherheitsaufzeichnungen nachprüfen lassen."

    Diesmal wanderte Petes Blick zu Johnsen, der ebenfalls auf der Brücke war.

    "Das übernehmen sie, Commander."

    "Dann bleiben uns also noch Zeitreisen und Paralleluniversen. Das Erste ist Ihr Bier, Mr. Nadler."

    "Verzeihung, was meinen sie damit? Ich trinke nicht," hakte Nadler nach und stellte das klar.

    "Ein Ausspruch aus dem 21. Jahrhundert. Damit meine ich, dass Sie das überprüfen werden, das ist ihr bevorzugter Bereich."

    "Dazu müsste Ms. Birke auf unser Schiff."

    Pete wusste, dass seine Anweisung mehr als einen Haken hatte. Vor allem machte ihm zu schaffen, ob die Ermittler vertrauenswürdig waren, sollte es sich um eine Zeitreise handeln. Aber das war schwierig abzuschätzen oder gar zu überprüfen. Und dass sie losgeflogen waren, das Zeitschiff aber noch an der Station angedockt war, war ebenfalls ein Loch, das es zu stopfen galt.

    "Dann wird Ms. Birke ein Runabout nehmen und zurückfliegen. Cmdr Johnsen, sie stellen einen ihrer Sicherheitsoffiziere zur Verfügung, der Ms. Birke begleitet und eine Fluglizenz hat. Sobald sie auf der Station eintreffen, soll Ens Thetys Ms. Birke begleiten. Ist das für sie akzeptabel?"

    Nadler brummte etwas unverständliches. und wollte Einspruch erheben, aber Birke nickte.

    "Natürlich, Commander. Auch wenn ich nicht begeistert bin, einen Offizier dieses Jahrhunderts an Bord unseres Schiffes zu nehmen, sehe ich die Notwendigkeit darin, uneingeschränkt miteinander zusammenzuarbeiten. Allein schon um ihnen zu zeigen, dass wir genauso im Dunkeln bezüglich dieses Vorfalls tappen wie sie."

    Birke beugte sich zu Nadler und flüsterte kurz mit ihm, so dass dieser nickte und bestätigte, dass es in Ordnung ging. Vermutlich hatte Birke ihm vesichert, dass sie Thetys nicht an systemrelevante Dinge auf dem Schiff heranlassen würde, geschweige denn irgendetwas bedienen.

    "Lt Vaag, sie werden Ms. Birke und den SO ins Shuttlehangar begleiten und zusehen, dass die beiden frühzeitig loskommen."

    Dann blieb nur noch die These mit dem Paralleluniversum.

    "Haben wir eine Möglichkeit, Paralleluniversen auszuschließen?" fragte er in die übrig gebliebene Runde, nachdem einige die Brücke verlassen hatten.

    "Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat."
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

  • Die junge Offizierin lauschte den Ausführungen und begann dann die Sensor Aufzeichnungen nach Protoplasmaspuren zu durchsuchen. "Das wird eine Minute Dauern" gab sie die Info an Kosh.

    Auf die Frage nach den Paraleluniversen des Kommandierenden, gab sie eine analytische Antwort.


    "Was Paraleluniversen angeht, hätten wir am wahrscheinlichsten eine ähnliche Problematik wie bei der Zeitreise. Die meisten uns bekannten Paraleluniversen, haben eine ähnliche Zeitachse wie unseres, also müsste auch dort eine Spur zu finden sein, wenn es sich um Spiegel der Ermittler handelt." Sie musterte Mr Naddler kurz ohne Regung im Blick.


    " Die Möglichkeit, dass die Doppelgänger ganz ohne Zeitreise direkt aus einem parallelen Universum herübergewechselt sind, es sich aber um die gleiche Person handelt, ist.... Sehr gering. Vllt 1 zu 50.000.000.000." Sie dachte kurz nach.


    "Grob geschätzt" fügte sie dann trocken an und sah dem Ermittler einen Moment direkt in die Augen, ehe sie sich wieder der Konsole zu Wand.


    Hans von Lahrenberg  Pete Farrell

  • Nicolai stand auf der Brücke und hörte die Ausführungen zu und so richtig vertrauen konnte er den Ermittlern nicht, zwischendurch schüttelte er den Kopf weil er glaubte das diese sich nur rausreden wollen, das die hundertpro unter einer Decke stecken. Die einzige die das Kopfschütteln versteht ist Vaag, sie ist die einzige die sofort weiß warum er den Kopf schüttelt. Als er den Befehl von Pete kommt nickte er "Aye Sir" und beginnt sofort damit sich an die Arbeit zu machen und beginnt mit den Nachprüfungen, bevor er dies tat schaute er nach wer eine Fluglizenz hat und dies war Ensign Haslo. Nicolai betätigte seinen COM ***Johnsen an Haslo, sie werden gemeinsam mit Lieutenant Vaag und den Temporären Ermittlern zum Schuttelhanger gehen um dort mit beteiligten weiter zu fliegen bis sie was anderes hören. Johnsen beendete den Ruf und nickte Vaag zu, innnerlich schenkte er ihr eine Kuss und sie solle auf sich Aufpassen.



    Ens. Haslo:

    Er hörte den Ruf und nickte es war mal wieder Zeit für einen Außeneinsatzt, so ging er dann auf die Brücke um Lieutenant Vaag abzuholen

  • Vaag stand an ihrer Konsole auf der Brücke und ging ihrer Arbeit nach. Dabei beobachtete sie immer wieder das Geschehen auf der Brücke. Vaag mochte die Temporalen Ermittler nicht, aber in diesem Fall kam man wohl leider nicht drumherum mit ihnen zusammenzuarbeiten. Immer wieder sah sie dabei das Kopfschütteln und verstand diese auch und ihr ging es in diesem Fall auch nicht anders als Nicolai.


    Als dann der Befehl von Cmdr Farrell kam, übergab sie ihren Posten an einen anderen TO und antwortete nur kurz "Verstanden, Cmdr." Damit begab sie sich dann auch zu Ms. Birke , dabei nickte sie Nicolai zu. "Wenn sie mir bitte folgen würden, Ms. Birke. Dann bringe ich sie nun zum Shuttle." Den innerlichen Kuss gab sie zurück und begab sich dann mit der Ermitlerin und dem SO ,Ens Haslo, in den TL Richtung Shuttlehangar. Und dort angekommen sorgte Vaag selber dafür das die beiden so früh wie möglich losfliegen konnten.

    Lieutenant junior Grade Mibu Vaag ehemals Perim

    Master of Tactics

    "Nichts schmerzt so sehr, wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt." Benjamin Franklin

    "Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung."

    Albert Einstein


  • Val stand an einer Universalkonsole und ging weiter ihrer Arbeit nach.

    Sie blickte auf als diskutiert wurde und wandte mal was ein.

    "Zudem hat der alles gewusst, was wir beredet hatten."

    Damit sprach sie die Temporalen Ermittler an und Pete, sowie Pascal.

    "Und sie haben Technologie genutzt, die recht klein war, kleingenug um sie in der Hand zu verbergen."

    Wandte das ein und machte einfach weiter.