Beiträge von Hans von Lahrenberg

    Strahlungswerte? Das war nicht gut. Schnell checkte nin die Sensorenaufzeichnungen und die Energielogs, bevor nin dem Ruf der Krankenstation antwortete.

    ***Kosh hier. Emily, wir hatten es mit einem schwarzen Loch zu tun, dessen Ursprung allerdings noch unklar ist. Soweit ich das sagen kann gab es aber keine Strahlungsemmissionen jenseits des erwartbaren und auch keine Schildlücke, bei denen Strahlung hätte einlecken können. Können Sie noch etwas spezifischer sein? Wo soll die Strahlung denn aufgetreten sein, ich würde sonst mal etwas tiefergehende Nachforschungen anstellen.***


    [ Emily Lauren Parker ]

    Nachdem auch von Liora generelle Zustimmung zu vernehmen gewesen war, nahm Hans es auf sich, noch einige weitere verwaltungstechnische Kleinigkeiten mit seinen drei Departmentleiter:innen zu besprechen. Als er geendet hatte erhob er sich.

    "Nun, meine Damen, mein Herr, es wird mir eine Freude sein, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Dr. Ketz'lar, ich freue mich schon sehr darauf, Sie persönlich kennen zu lernen. Liora, Dr. Daniels, ich sehe Sie dann in einer Dreiviertelstunde unten beim Portal, wo wir mal einen Blick auf das Corpus Delicti werfen wollen."

    Er wartete noch, bis die anderen sich ebenfalls erhoben hatten und geleitete sie zur Tür. "Eine Sache noch. Der Sternenflottengeheimdienst hat schon angekündigt, das verbliebene Borg-Technologiematerial abmontieren und mitnehmen zu wollen. Wenn Sie für Ihre Regierungen also noch gründliche Scans durchführen wollen, würde ich vorschlagen, dass Sie das vor übermorgen machen. Dr. Ketz'lar, ich bin sicher, Sie können jemanden beauftragen."

    Nun lächelte er nochmals freundlich, aber doch mit der eindeutigen Körpersprache, dass sich das Gespräch dem Ende zuneigte.

    Din J'naii sah den Trill kurz an und lies nimse Augenbraue in die Höhe schnellen, wobei nim gar nicht auffiel, wie sehr nin dabei nimsen Mann glich. "Menschen, Sir? Warum sollte ich mich ausgerechnet an einem menschlichen System orientieren?" Echte Überraschung klang aus nimser Stimme.

    "Nichtsdestoweniger... natürlich, das sollte möglich sein, Kontakt aufzunehmen. Ansonsten, wenn ich das richtig im Kopf habe, ist die U.S.S. Bassi gerade an der Sternenbasis angedockt und kann uns hier ablösen. Das ist dieses neue Schiff... Kowalewskaja-Klasse heißen die, wenn ich mich nicht vertue. Sie wissen schon, welches ich meine, oder Pete?"

    Während Kosh sich an die Arbeit machte, dachte nin über das Problem nach. Die primäre Signalantenne des Transporters war zerstört worden und die sekundäre schien auch zumindest beschädigt worden zu sein. Damit würde etwas mehr nötig sein, als simple Rauschaufklärung. Aber der Deflektor des Trill-Schiffes funktionierte, sie konnten also über schwache Energieausstöße kommunizieren...

    "Steuermann, ich bräuchte eine gerade, unverbaute Linie zwischen unserem Deflektor und dem des Transporters, können Sie uns dahin bringen?"

    Nin stellte den Deflektor so ein, dass er einen kontinuierlichen, schwaches, leicht radioaktives Partikelfeld emmitierte. Hier hinein kodierte nin nun, tatsächlich, eine telegraphische Nachricht, wobei nin das Standard-Alphabet der zivilen Trill-Raumfahrt benutzte.

    -.-.- ihre systeme wurden beschädigt benötigen sie hilfe wir haben eine biogefahr an bord kein direkter kontakt möglich -.-.-

    Nin wies den Computer an, diese Nachricht etwa alle sieben Minuten jeweils vier mal zu wiederholen, bis die Sensoren eine Reaktion von dem anderen Schiff erhalten würden.

    "Ich bitte um Entschuldigung, Liora, selbstverständlich respektiere ich Ihre Wünsche. Und ich möchte betonen, dass der Mut aller beteiligten Parteien außer Zweifel steht. Ob Sie Ihre Mitarbeiter:innen zu Fraternisierung anstiften oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Ich würde es allerdings begrüßen, wenn Sie solche Entwicklungen zumindest nicht aktiv behindern. Und bitte, achten Sie alle darauf, dass niemand in nationalistische Geheimniskrämerei verfällt und etwa eine Erkenntnis oder eine technologische Entwicklung verstecken will, weil man sie sonst mit dem Erbfeind teilen müsste. Wenn so ein Verhalten auf meinem Tisch landen muss, werden die beteiligten Wissenschaftler:innen aus dem Projekt entfernt werden. Es reicht, dass ich diese Art von Unterhaltungen mit meinen eigenen Vorgesetzten führen muss."

    Bei diesen Worten lies Hans einen durchdringenden Blick über die Runde schweifen. Er hatte diesen Blick in seinen langen Jahren als Raumschiffkommandant perfektioniert und inzwischen konnte er damit damit - metaphorisch gesprochen - durch Stein schneiden. Er atmete einmal durch und nahm noch einen Schritt von seinem Tee, auch, um dadurch die Anspannung aus der Szene zu entlassen.

    "Nachdem wir den politischen Teil des heutigen Treffens damit hoffentlich hinter uns gebracht haben, lassen Sie uns zum administrativen Teil übergehen. Auf den PADDs vor sich finden Sie meinen Vorschlag für die Ressourcen-Budgetierung für das erste Jahr und unseren Zeitplan für die nächsten beiden Quartale mit einer längerfristigen Planung. Beides sollten wir durchsprechen."

    "Das ist sehr aufmerksam von Ihnen, Dr. Ketzlar, tatsächlich ist es aber ohnehin eine unserer Aufgaben, zumindest ein funktionales Verständnis für die beteiligten Verkehrssprachen zu entwickeln oder eben zu pflegen. Das gilt im Übrigen auch für die Publikationen, die das Projekt produzieren wird: Es wird erwartet, dass die Ergebnisse in alle drei Wissenschaftssysteme eingespeist werden.

    Aber gut, kommen wir zum Anlass dieses Treffens...", Hans nahm einen Schluck von seinem Tee und lächelte in die versammelte Runde, die sich nach wie vor recht steif gab. "Wie Sie sicherlich schon mitbekommen haben, werden die Wissenschaftler:innen des Projekts in drei Departments organisiert sein, denen Sie vorstehen werden. Dr. Ketz'lar wird für alle naturwissenschaftlich arbeitenden Forscher:innen verantwortlich zeichnen, Dr. Daniels für die im weiteren Sinne kulturwissenschaftlich Forschenden, als Historiker, Linguistinnen, Archäologen und so weiter. Frau Yhene schließlich ist neben Ihrer Aufgabe als Koordinierungsperson zwischen den einzelnen Forschungsverbünden außerdem zuständig für die hier arbeitenden Ingenieur:innen. Sie alle drei wurden ausgewählt, weil Sie für die Aufgabe dieses Forschungsprojektes einschlägig sind und über Leitungserfahrung verfügen. Aber natürlich spielt, wenn Sie sich umschauen, auch Proporz eine Rolle. Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Das Projekt ist ja nicht durch lauter internationale Nächstenliebe zustande gekommen, sondern letztendlich durch Säbelrasseln im Orbit. Nichtsdestoweniger sehe ich eine Chance dafür, dass es wirklich einen Erfolg für die langfristige Zusammenarbeit unserer Völkerbünde darstellen kann. Und, wenn ich da aus der Direktor:innenkonferenz plaudern darf, IcoN wird von den politischen Entscheidungsträger:innen sehr genau beobachtet. Wenn das Projekt Erfolg haben soll - und ich denke, der Forschergeist in Ihnen allen möchte das - dann müssen wir über die Kulturgrenzen hinweg zusammenarbeiten und das bedeutet für Sie, dass Sie dafür Sorge tragen müssen, dass diese Art von Zusammenarbeit in Ihren Departments und zwischen den Departments gefördert wird. Irgendwelche Ausgrenzungen z.B. von Seiten der Föderation können wir nicht gebrauchen, und wenn Sie mitbekommen, dass Leute unter Ihrer Dienstaufsicht dieses Ziel torpedieren, dann erwarte ich, dass Sie dagegen vorgehen...

    Mir ist klar, dass wir alle ein wenig Eingewöhnungszeit brauchen werden, sowohl wir hier in diesem Raum, als auch die Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen, nicht zu vergessen das Sicherheitspersonal, das hier beteiligt ist. Aber das ist eine Entschuldigung, die nur so und so lange trägt."

    Hans lehnte sich ein wenig zurück und nahm noch einen Schluck Tee, um seinen drei Gegenübern Gelegenheit zur Reaktion zu geben.

    Gerade hatten sich die klingonische und romulanische Vizedirektorin aus der virtuellen Präsenz verabschiedet, denn natürlich waren sie noch nicht da und vor allem Prof.in Eriufv ei-Ehweia t'Sidthri hatte sehr deutlich gemacht, dass sie auch nicht beabsichtigte, ihren Wohnsitz dauerhaft nach Regulus II zu verlegen. Hans rieb sich das Nasenbein. Er wünschte sich wirklich, dass dieses Projekt erfolgreich war, aber es würde einiges an Arbeit bedeuten, hier in den gemischten Arbeitsgruppen einen Teamgeist zu entwickeln. Als wäre es nicht genug, dass es innerhalb einer Fraktion Reibereien und Eitelkeiten gab, darüber hinaus war die ganze Sache stark politisch aufgeladen. Mit Glück würde das nächste Treffen entspannter laufen. Zumindest aber hatte er dort die Autorität, auf den Tisch zu hauen, wenn die drei es gar zu bunt treiben sollten. Er rückte das Schachspiel etwas zur Seite und stellte einige Erfrischungen aus der kulinarischen Bandbreite der Föderation und des romulanischen Sternenimperiums bereit, sowie, der Form halber, eine Kanne Rhaktajino. Dr. Ketz'lar allerdings, eine klingonische Detektorphysikerin von Qo'lliHr III und designierte Department Head für die naturwissenschaftliche Division würde erst in zehn Tagen ankommen, da sie zunächst noch ihr derzeitiges Forschungsprojekt abwickeln und übergeben musste. Sie würde aber als holographische Ausgabe ihrer selbst an der Besprechung teilnehmen.

    Ein dunkles Glockenspiel von der Tür her verkündete die Ankunft der anderen beiden Department Heads, t'Yhene, die für die Ingenieur:innen ansprechbar sein sollte und Daniels, dem die Kulturwissenschaftler:innen unterstellt waren.

    "Treten Sie ein!", rief Hans laut genug, dass es von draußen vernommen werden konnte und ging dann, einem Zirpen folgend, zu seinem Computerterminal hinüber, um den Kontakt mit dem AHRT-System herzustellen.

    "Bitte, setzen Sie sich schon einmal", verwies er mit einer Hand auf die dunkelgraue, leicht gewellte Sofa-Garnitur, "ich bin gleich soweit."

    Ketz'lar erschien aus dünner Luft und sah sich einen Augenblick lang missmutig um. Hans brachte lächelnd den Tisch hinter sich und streckte ihr die Hand entgegen. "Dr. Ketz'lar, ich freue mich, Sie kennen zu lernen. Bitte, setzen Sie sich doch."

    Nachdem er die drei an den Couchtisch gebracht hatte, nahm auch er Platz und fragte in die Runde, ob jemand etwas trinken wolle. Er selbst hatte noch eine Tasse inzwischen aufgewärmten, andorianischen Tee vom letzten Meeting angebrochen und wollte diese erst beenden.

    "War der Umzug erfolgreich?", fragte er an t'Yhene gewandt.

    K'olth wies die Romulanerin auf den Sitzplatz vor dem Terminal hin und begann dann, sein Terminal zu bearbeiten.

    "Fehler ist ja gleich ein Starkes Wort, Liora Ajala puqbe. Irgendwer muss ja schließlich in das Büro. Egal, schauen wir mal." Der Klingone fletschte die Zähne. "Sie könnten Glück haben, ich habe hier eine Büroanfrage von einem Dr. Azok, einem Materialwissenschaftler, dem sein Büro tagsüber zu hell ist. Wie wäre das für Sie? Dann wären Sie allerdings etwas weiter weg von Ihren unmittelbaren Kollegen, das ist Raum Nummer 4.029 im Hauptgebäude."


    "Gut.", erwiderte Hans draußen mit einer Betonung, die keinen Widerspruch dulden wollte. "Herr Jones, ich bin sicher, Sie werden mit Ihrem Vorgesetzten dann wunderbar zurecht kommen. Doktor Daniels, wenn Sie, sagen wir, um 14.30 Uhr Zeit haben, ich glaube es ist ganz gut, wenn wir ein erstes Treffen der Department Heads haben."

    Er wartete noch eine Reaktion des anderen Menschen ab und streckte dann seinen Kopf zur Tür des Büros, vor dem sie sich aufhielten, hinein.

    "Bitte entschudligen Sie die Unterbrechung. Frau Yhene, wenn es Ihnen möglich wäre, könnten Sie um 14.30 Uhr zu mir ins Büro kommen? Ich möchte die Department Heads einmal initial zusammenbringen. Und um 16 Uhr soll die Anlage begangen werden, das könnte auch interessant sein. Bis später dann!"

    Auch hier wartete er noch auf eine Regung der Romulanerin und machte sich dann daran, den Weg zurück in sein Büro zu finden, denn inzwischen stand das Meeting mit dem Leitungsrat an und Hans wollte sich nicht verspäten.

    Das fröhliche Grinsen auf dem Gesicht des klingonischen Verwaltungsmitarbeiters K'olth wurde breiter, als weitere Personen sich vor dem Raumbüro eingefunden hatten. Es musste so eine Art von 'viel Feind, viel Ehr'-Idee sein, dachte Hans bei sich. Gerade war sein Blick noch an dem klingonisch beschriebenen Metallschild hinter der Arbeitsstation an der Wand hängen geblieben, das - grob übersetzt - besagte, dass Fremde nur Waffenbrüder waren, die man noch nicht kennen gelernt hatte. Leicht irritiert schüttelte Hans den Kopf, doch seine unmittelbare Verwunderung wurde von der mehrseitigen Ansprache davongeschwemmt, als erst Henry Jones auf ihn eintextete, den Pete an das Projekt... ausgeliehen hatte. 'Auf unbestimmte Zeit.' wie der Trill noch nachgeschoben hatte.

    Gerade hatte er seine Erwiderung ansetzen wollen, da hatte sich Jones auch schon umgedreht und sich an die Romulanerin gewandt. Das konnte ja noch heiter werden. Aber bevor er sich an diesem Gespräch beteiligen konnte, trat auch schon der nächste Interessent in den Flur, der ebenfalls eine vollständige Vorstellung verlautbaren ließ. Auch hier brachte er nur ein kurzes "Angenehm" heraus, bevor sich Jones auch dieses Gespräches gleichsam fachmännisch annahm.

    Hans, der eine Chance witterte, wies dezent Richtung Tür und flüsterte t'Yhene zu: "Frau Yhene, vielleicht wollen Sie einmal die Sache mit Ihrem Büro klären, während wir hier draußen warten."

    Er wartete, bis die beiden Archäologen ausgemacht hatten, wer von ihnen in mehr untergegangenen Kulturen einen formvollendeten Minnegesang performen könnte, bevor er nun seinerseits die beiden adressierte: "Herr Jones, Herr Dr. Daniels, es ist auch mir eine große Freude, Sie wieder zu sehen, beziehungsweise Ihre Bekanntschaft neu zu machen. Wie ich sehe, verstehen Sie sich schon blendend. Da ich davon ausgehe, dass Sie eng zusammenarbeiten werden, vermute ich, dass Sie schon bald zusammen Streiche aushecken werden. Heute Nachmittag um 16 Uhr ist eine Begehung der Anlage geplant, ich hoffe, Sie dort vorzufinden?"

    Ein Lächeln andeutend verneigte Hans sich leicht vor der romulanischen Verbindungsfrau. "Guten Morgen, Frau Ajala-Yhene, es freut mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen. In der Tat, ich bin Hans von Lahrenberg." Er richtete sich wieder auf. "Ich bin mir ehrlicherweise nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass Herr K'olth, der zuständige Verwaltungsangestellte ist. Vielleicht begleite ich Sie zu ihm, dann lerne ich ihn auch gleich kennen."

    Seine Erinnerung daran, wer hier der hilfreiche Geist sein mochte, war zwar klar, leider ließ sie ihn hinsichtlich der Frage, wo der Klingone er zu finden sein würde, im Stich. Deswegen zog Hans, die Romulanerin im Schlepp, zum Flurende los, bei dem sich ein Aufzug und vor allen Dingen ein Terminal befand, das er nach dem Büro von K'olth befragte.

    Einige Zeit später erreichten sie den zweiten Stock des Seitentraktes, der die Verwaltung der Einrichtung enthielt. Ein Schild mit der Nummernfolge 2.08 und dem Namen K'olth, Sohn des Rokar, geschrieben in Föderationsstandard, Klingonisch und Romulanisch, zeigte an, dass sie am richtigen Ort angekommen waren. Die Tür stand offen. In dem kleinen, nichtsdestoweniger hellen Raum saß ein untersetzter Klingone mit blonden, zu Dreadlocks verfilzten Haaren an einem Computer und war offensichtlich in eine Tabelle vertieft. Er trug ein Stoff-Shirt mit dem Print einer klingonischen Kriegerrüstung, wie Hans belustigt feststellte. Dieser klopfte nun gegen die Milchglastür, um auf sich und seine Begleiterin aufmerksam zu machen und wurde von einem spitzzähnigen Grinsen belohnt, als K'olth herumschwang. "Ah, was kann ich für Sie tun?"

    <<< Dies ist der Ort, an dem die Begebenheiten um das trilaterale Forschungsprojekt von Vereinigter Föderation der Planeten, Klingonischem Imperium und Romulanischem Sternenimperium niedergelegt sind.

    Auf Regulus II, unter der Stadt Kala Istra, haben Archäolog:innen ein Portal der ausgestorbenen Rasse der Iconianer:innen aufgetan. Einige der klügsten Köpfe des Alpha- und Beta-Quadranten sind nun zusammengekommen, um die Geheimnisse dieses Portals und der dazugehörigen Anlage zu ergründen. Doch nicht alle haben nur hehre, wissenschaftliche Ziele im Sinn, auch Politik, Militär und Geheimdienste der drei Mächte strecken ihre Hände nach der Macht aus, welche die Kontrolle über das Portal verheißt.>>>


    Hans atmete tief durch. Sein erster Arbeitstag im neuen Büro auf Regulus in Kala Istra war angebrochen. Nach langem hin und her hatte man sich dazu entschieden, dass die Verwaltung des Forschungsprojektes nicht unter der Erde angesiedelt sein würde, sondern gemeinsam mit den Büros der diversen, theoretisch arbeitenden Wissenschaftler:innen einen repräsentativen Bürokomplex beziehen sollte, der einen atemberaubenden Blick auf das Binnenmeer bot, an dem Kala Istra gelegen war. Zumindest, korrigierte Hans sich in Gedanken, sein Büro bot einen atemberaubenden Blick auf das Binnenmeer. Das Gebäude war in dem kugeligen, organisch-knubbeligen Architekturstil gehalten, den die Arodianer:innen bevorzugten und sein Büro war fast an der Spitze des Gebäudes. Es hatte eine weite, leicht konvexe Fensterfront, die sich um den Arbeitsbereich herumzog. Eine Sitzecke mit einem Sofa und einem Sessel für informellere Gespräche bildete einen Gegenpol zu dem nüchternden Glastisch, der seinen Hauptarbeitsplatz darstellen sollte. Jemand hatte offensichtlich in seiner Akte gekramt, und ein irdisches Schachspiel auf dem Tisch zwischen dem Sofa und dem Sessel aufgestellt. Hoffentlich ergab sich dafür eine Gelegenheit. Er packte die Bilder seiner Lieben aus und platzierte sie auf dem Schreibtisch, bevor er sich vom Computer die Termine des heutigen Tages ansagen ließ. Erfreut stellte Hans fest, dass er bis zum ersten Zusammentreffen mit seinen romulanischen und klingonischen Pendants noch eine gute Stunde Zeit hatte. Er beschloss, sich ein wenig mit dem Gebäude vertraut zu machen, und machte sich auf, durch die Flure des Gebäudes zu schlendern, wo die ersten Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und Administrator:innen ihre Büros bezogen, über die nicht funktionierenden Replikatoren fluchten oder die Toiletten suchten.

    Jyn Shepton schrieb heute morgen im Discord, dass sich die Abwesenheit bis auf weiteres verlängert. Hier der Wortlaut:

    Zitat

    hallo...da ich mich im forum nicht mehr anmelden kann, sondern nur noch über mein handy, gebe ich es hier kund. abwesenheit verlängert sich, und ich weiß nicht, wann ich posten kann. mein rl überfordert mich derzeit.

    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 026070,01


    Nachricht an:

    Federation Research Council,

    die Präsidentin

    Senior-Lektorin V'Sar, Ph.D.


    Hauptquartier der Sternenflotte,

    den Oberkommandierenden

    Flottenadmiral @Dave Danaher


    Kopie an:

    Sternenbasis 249 omega

    Kommandierender Offizier

    Commander Pete Farrell


    Betreff: Bewerbung auf den Posten des wiss. Direktors des trilateralen Forschungsprojekts auf Regulus II


    Sehr geehrte Frau Senior-Lektorin V'Sar, sehr geehrter Flottenadmiral Danaher,


    haben Sie vielen Dank für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich werde mich unverzüglich daran machen, die von Ihnen übermittelten Unterlagen zu sichten. Bereits jetzt arbeite ich eng mit Commander Farrell, dem Leiter der örtlichen Sternenbasis 249 zusammen, um die logistischen Feinheiten auszuarbeiten.


    Ich möchte zudem die Gelegenheit nutzen, um meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass dieses Projekt nicht nur bahnbrechend für unsere Erforschung fremder Welten, unbekannter Lebensformen und neuer Zivilisationen sein wird, sondern insbesondere ein weiterer Eckstein für das Unterfangen eines offenen und langanhaltenden Friedens zwischen den beteiligten Völkerbünden sein kann.



    Mit freundlichen Grüßen


    Hans von Lahrenberg

    Wissenschaftlicher Direktor

    Projekt IcoN


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    "Nicht zu vergessen, dass auch der Magistrat der Stadt noch ein Wörtchen mitzureden haben dürfte.", grinste Hans, "Aber gut, dann geben Sie mal her. Ich würde die Sachen dann rüber in mein Büro nehmen, dann sieht Ihr Schreibtisch gleich viel weniger sehr voll aus. Das Standortproblem ist, glaube ich, am Ende gar nicht wirklich eines, weil wir ohnehin mehr als einen Standort brauchen werden. Und mit den Geräten... da müssen wir mal schauen, welche Technologie die besten Ergebnisse erzielt, würde ich sagen. Wir werden ohnehin die Spezifikationen teilen müssen, wenn das funktionieren soll. Da fällt mir ein... Sie kriegen dann von mir demnächst noch eine Nachricht mit Bitte um Weiterleitung über den Dienstweg. Für die Aufsicht der Implementation der Systeme möchte ich gerne Miles Edward O'Brien gewinnen. Ich wüsste aus dem Stehgreif keinen, der sich besser mit der Verknüpfung unterschiedlicher Technologien auskennt."

    Er trank seine Apfelschorle aus und erhob sich.

    "Nun gut, dann will ich Sie mal nicht weiter davon abhalten, den Brinari zu erlauben, Ihre Toten zu grillen.", schmunzelte Hans und griff sich die PADDs, die Pete ihm hinhielt. "Und sprechen Sie mal mit Kosh, ich bin sicher, dass man für derlei Anfragen auch einen Machine Learning-Algorithmus bauen kann, der auf Ihren Entscheidungsmustern lernt. Eventuell auch noh einen Uffz. einbeziehen... Nun denn, wohlan!" Noch einmal zum Abschied gewunken und dann stand er auch schon an der Tür.

    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 026050,81


    Nachricht an:

    Federation Research Council,

    die Präsidentin

    Senior-Lektorin V'Sar, Ph.D.


    Hauptquartier der Sternenflotte,

    den Oberkommandierenden

    Flottenadmiral Dave Danaher



    Betreff: Bewerbung auf den Posten des wiss. Direktors des trilateralen Forschungsprojekts auf Regulus II


    Sehr geehrte Frau Senior-Lektorin V'Sar, sehr geehrter Flottenadmiral Danaher,


    wie Sie wissen, wurde auf Regulus II unter der Metropole Kala Istra ein iconianisches Portal entdeckt. Dieses wird nun von Klingonischem Imperium, Romulanischen Sternenimperium und der Vereinten Föderation der Planeten in einem trilateralen Projekt erforscht werden. Zu diesem Behufe muss nun von allen drei Seiten ein wissenschaftlicher Direktor bestellt werden. Für die Föderation möchte ich mich auf diesen Posten bewerben.


    Nicht nur bin ich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut und bereits in die Abläufe der Sternenbasis 249 als primärer Logistikpartnerin involviert, durch meine bisherige Karriere als Sternenflottenoffizier und ziviler Wissenschaftler mit Leitungserfahrung sind mir die zu erwartenden Herausforderungen und Aufgabenspektren bereits bestens vertraut. Die Wissenschaftsadministration diverser Forschergruppen liegt mir und mein Hintergrund im Bereich Sicherheit und nachrichtendienstliche Tätigkeiten befähigt mich zusätzlich für die besonders delikate Natur dieses Forschungsgegenstandes.


    Gerne treffe ich mich auch persönlich mit Ihnen.



    Mit freundlichen Grüßen


    Hans von Lahrenberg

    kommissarischer Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung

    Sternenbasis 249



    Anlagen

    • Lebenslauf
    • Publikationsliste
    • Verwaltete Mittel
    • Forschungsplan


    Nachricht.png ENDE DER TRANSMISSION Nachricht.png

    Hans lachte leise. "Ich verspreche Ihnen, ich werde Sie zu einem wöchentlichen Meeting um 20 Uhr Stationszeit im Chez zh'Tharrnu einladen, nur Sie, ich, ein paar Kerzen, die Sterne und einige PADDs mit Arbeit... Dann klappt es auch mit dem Dienstflirt."

    Gerne hätte er jetzt einen Schluck getrunken, aber leider hatte er gerade kein Getränk zur Hand, deswegen lies er seinen Blick zum Schreibtisch des Stationskommandanten schweifen.

    "Ich wette, Sie sind gerade damit beschäftigt, das Ergebnis unseres jünsten diplomatischen Austausches ins Werk zu setzen... da es sich dabei um ein wissenschaftliches Projekt handelt... gibt es etwas, das ich Ihnen schon jetzt abnehmen kann? Wie gesagt, Wissenschaftsadministration ist eine meiner Qualitäten."


    [ Pete Farrell ]

    "In gewisser Weise...", schmunzelte Hans, während er in dem bequemen, aber farblos-grauen Standardsofamöbel versank. "Aber vielleicht wäre es klug gewesen, ein bisschen Blumensprache aufzufahren, um Sie zu becircen."

    Er hielt dem anderen Mann das PADD hin. "Das Iconia-Projekt wird auch von Föderationsseite einen Leiter benötigen und ich möchte mich dafür bewerben. Ich weiß, dass Sie das nicht entscheiden können, aber im Moment sind Sie ja mein Dienstvorgesetzter, also sollte ich das nicht ohne Ihr Wissen und Ihren Segen auf den Weg bringen. Ich denke aber - ohne alle Bescheidenheit -, dass ich eine gute Wahl für den Posten wäre. Ich verstehe etwas von der Thematik und habe einige Erfahrung sowohl in der Administration großer Forschungsabteilungen wie auch im Handling diplomatisch delikater Situationen. Ich bin Zivilist, was den Föderationsrat und den Federation Research Council freuen wird, und ich genieße das Vertrauen des Oberkommandierenden, was den Oberkommandierenden freuen wird. Und für mich selbst wäre das eine Gelegenheit, nochmal eine wirkliche Karrierechance zu ergreifen, ohne, dass ich von meiner Familie getrennt sein müsste. Ich denke, ein Arbeitsweg von einer Viertelstunde mit dem 8:00Uhr-Transporter wird verschmerzbar sein. Kosh hat schon zum Ausdruck gebracht, Ihnen hier als Chefwissenschaftlernin erhalten bleiben zu wollen. Nin scheint sich in der Abteilung hier wirklich wohlzufühlen und nin macht, soweit ich das beurteilen darf, gute Fortschritte mit Ihrer Frau."

    Er setzte sein gewinnendstes Lächeln auf.

    "Was meinen Sie? Immerhin hätten wir schon eine Arbeitsbeziehung etabliert?"

    <<< Nach der Mission vom 01.06.2020 >>>


    Wie das gesamte Personal an Bord der Galileo hatte auch Hans nach der Rückkehr der Galileo eine Woche Urlaub erhalten und diesen gemeinsam mit Kosh und Ahorisha verbracht. Sie waren hinüber geflogen nach Belius XI, wo sich Hans' Schwester Katharina mit ihrem Mann und dem kleinen Philipp aufhielt. Dort hatten sie einen entspannten Blick auf die Nebelmeere des Planeten geworfen und sich an deren einzigartiger Fauna erfreut. Den überwiegend quallenartigen Lebensformen bei ihrem gleichsam schwerelosen Ballett zuzusehen war eine meditative Wohltat nach dem Stress der vergangenen Tage.


    Nun stand er mit einem PADD vor dem Büro von Commander Farrell und betätigte den Summer. Er wippte ein wenig auf den Füßen hin und her, denn er war sich noch nicht sicher, wie Pete reagieren würde. Aber die Möglichkeit war einfach zu verheißungsvoll, um sie ungesehen verstreichen zu lassen. Es waren wahrlich interessante Zeiten, kam Hans nicht umhin, amüsiert festzustellen. Es war nur noch nicht klar, ob es ein Fluch war, wie die chinesische Kultur seiner Heimatwelt behauptete, oder ein Segen, wie es die Halarianer:innen sagten.


    [ Pete Farrell ]

    =/\= Anfang der Übertragung =/\=


    Statusbericht / Logbuch der Sternenbasis 249 / Nummer: 212

    Kommandierender Offizier: Commander Pete Farrell

    Eintrag durch: Hans von Lahrenberg

    Sternzeit: 026020,80


    Status der Station: GRÜN

    Position der Station: Regulus-System

    Aktueller Auftrag: Evakuierung der Einwohner von Kala Istra, Nachsorgearbeiten in Folge der Borginvasion

    Diplomatischer Status: GELB

    Personalstatus: CON, CI, WO vakant


    Logbuch für die Mission vom: 01.06.2020 ( #1-06 )

    Missionsleiter: Hans von Lahrenberg

    Missionsidee: Hans von Lahrenberg

    Missionstyp: Mehrteiler / Einheitenübergreifende Mission


    Missionstitel: Ich hörte es vom Freund eines Freundes“



    Teilnehmer:

    Commander P. Farrell [KO], Captain Lavie [XO] als Admiral t'Khaell, Lieutenant (jg.) Vaag [TO] als Subcommander Notiuka, Commander Johnsen [SC] als General Kolath, T'Reava als Colonel Grall, Lieutenant (jg.) Parker [LMO] als Colonel Ch'Kor, Captain N. Farrell [CNS]


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    Gastspieler:


    Herr von Lahrenberg



    Anmerkungen:

    > Der Handlungsbogen um den Borgangriff auf Regulus II ist hiermit aus der Perspektive der SB abgeschlossen. Gleichwohl wird die eigentliche Schließung des Portals durch die Crew der Perception noch in deren BL ausgespielt werden.



    Punkte wurden eingetragen. / 07.06.2020 gez. FMCPO Haywood - PSO



    Missionsbericht:


    Das Sondennetzwerk von Ensign Akari von der Perception hatte einen größeren, unbekannten Kontakt vermeldet. In der Sorge, dass es sich dabei doch noch um einen zweiten Teil der Borginvasion handeln könnte, wurden alle kampftauglichen Sternenflottenschiffe im Orbit um Regulus II zusammengezogen und die Galileo wieder in den Orbit gehievt.

    Entgegen der Befürchtungen enttarnten sich jedoch eine klingonische und kurz darauf eine romulanische Flotte. Sowohl General Kolath als auch Admiral t'Khaell erhoben den Anspruch, Zugang zum Portal zu erhalten, obschon sich dieses in Föderationsraum befand. Um die Ansprüche zu klären - und idealerweise begründet abzuweisen - wurden Delegationen beider Parteien auf die Galileo gebeamt und im Konferenzraum empfangen.

    Nachdem Commander Farrell zunächst versuchte, die Existenz des Portals rundheraus abzustreiten, wurde dieser Versuch durch den Aufweis von Daten über das Portal von sowohl klingonischer als auch romulanischer Seite entkräftet. Insbesondere die romulanische Delegation machte deutlich, dass die alleinige Kontrolle des Portals durch die Föderation als ein unhaltbares Sicherheitsrisiko angesehen werden würde, welches im Schlimmstfall zu einem neuen Krieg führen mochte.

    Ein vorläufiger Kompromiss konnte ausgehandelt werden, dessen Details durch die diplomatischen Offiziere aller Parteien verhandelt werden würden und der noch der Zustimmung durch die Admiralität der Sternenflotte bedurfte. Seine Leitlinien sehen aber wie folgt aus:

    • Eine gemeinsame Forschungseinrichtung wird auf Kala Istra eingerichtet. Für residierende Wissenschaftler:innen werden Wohneinheiten auf Kala Istra oder der Station 249 geschaffen.
    • Klingon:innen und Romulaner:innen wird, sofern sie mit dem Forschungsprojekt assoziiert sind, Zugang zu den Einrichtungen der SB 249 gewährt. Das Tragen von Waffen jedweder Art ist hierbei untersagt.
    • Zivile klingonische Schiffe haben im Rahmen der Khitomer-Verträge die Möglichkeit, Personal und Ausrüstung in den Föderationsraum hinein und wieder heraus zu transportieren. Romulanisches Personal und Ausrüstung wird in die neutrale Zone gebracht und dort von einem Föderationstransporter in Empfang genommen. Zu diesem Zweck dürfen beide Seiten die Neutrale Zone betreten.



    =/\= Ende der Übertragung =/\=

    Es fühlte sich ungewohnt an, wieder im Chefsessel zu sitzen und sei es nur für einige Minuten, aber Hans hatte es sich doch nicht nehmen wollen lassen, nachdem er das Kommando auf der Brücke übernommen hatte. So häufig hatte er diese Gelegenheit nicht mehr, seitdem er aus der Sternenflotte ausgetreten war. Eine leichte Wehmut breitete sich in seiner Brust aus, aber es brauchte nur einen Blick in den Gedächtnispalast, um sich zu vergewissern, warum er diesen Schritt gegangen war.

    "Sir...", Lieutenant Steiner sah von der taktischen Konsole auf, "Ich habe gerade eine Nachricht von der Perception erhalten... Das Sondennetz von Ensign Akari hat einen Kontakt vermeldet."

    Hans nahm noch einen Schluck kalten Tee: "Borg?"

    "Unbekannt. Der Kontakt nähert sich von 113.010."

    "Verstanden. Frau Steiner, nehmen Sie Kontakt mit den anderen Schiffen auf. Sagen Sie Captain van den Treeten, sie soll sich bitte zur Raumstation 249 zurückziehen. Captain Yang und die Commanders Mo und T'Nova mögen bitte ihren derzeitigen Flug zu Ende bringen und sich dann mit uns hier treffen." Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und aktivierte dann das Interkom.

    ***Von Lahrenberg an Commander Farrell. Wenn Sie fertig sind, kommen Sie bitte zügig wieder zur Brücke. Womöglich haben wir doch noch den Raumkampf mit den Borg vor uns.***

    Hans hatte sich inzwischen im Sessel des ersten Offiziers eingerichtet. Normalerweise wäre das nicht sein bevorzugter Arbeitsort gewesen, aber da die anderen Führungsoffiziere gerade unten auf dem Planeten einen waghalsigen Plan ausführten, blieb es an ihm, Pete auf der Galileo zu unterstützen. Leonova hatte die Transporterkapazitäten inzwischen soweit eingestellt, dass die Galileo ihrer Relais-Funktion voll nachgehen konnte und kontinuierlich Überlebende an die Perception und die anderen Transportschiffe beamte. Nachdem er sich gerade mit Captain van den Treeten über den zu erwartenden Ankunftszeitpunkt der Al-Ghazali ausgetauscht hatte, wandte er den Kopf hinüber zu dem bleichen Trill und nippte an seinem dampfend kalten Tee.

    "Sagen Sie, Herr Farrell, was würden Sie sagen, wenn die Taktikerin von der Perception mit ihrer Befürchtung recht hat und uns doch noch ein Kubus ins Haus steht. Haben wir da irgendeinen Back-Up-Plan, um unsere Linien zu schützen? Oder wissen wir von weiteren Schiffen, die unterwegs sind?"


    [ Pete Farrell ]