Beiträge von Hans von Lahrenberg

    Hans dachte einen Moment nach. "Das Schiff in den Schild hineinzufliegen... davon würde ich abraten. Die Chancen stehen gut, dass wir die ganze Elektronik der Galileo grillen und das Schiff dann abstürzt, ohne, dass wir unserem Ziel dadurch näher gekommen wären. Aber gut, ich mache mich mal daran, einen Komm-Kanal durch die Schilde hindurchzutunneln. Das müsste eigentlich gehen... Leonova, kalibrieren Sie bitte die Kommphalanx auf eine schmale Bandbreite, nicht mehr als, sagen wir, 200 kiloHertz. Cas'harash, ich brauche die Schildharmonik von der Kuppel."


    <<<Der Ruf von Pascal ist noch erfolglos, aber man arbeitet ja dran. Die Borg wandern durch die Gassen, aber die Drohnen kommen noch nicht in das Ratsgebäude hinein.>>>

    Nach der Mission vom 6. April 2020:

    Pete Farrell, Valerie Leonova und Hans von Lahrenberg befinden sich auf der Galileo und mussten gerade hilflos mit ansehen, wie die Borg einen Schutzschild um die Stadt errichtet haben und dadurch alle beamenden Evakuierungsversuche verunmöglichten.

    Pascal Lavie, Nathalie Farrell, Nicolai Johnsen, Mibu Vaag, Emily Parker, Vincent Clark, Merlion Thetys sowie einige Sicherheitsteams haben sich in das Ratsgebäude zurückgezogen, welches glücklicherweise außerhalb der Toiletten keine direkte Verbindung zur Kanalisation hat. Dort sind sie nun umgeben von verwirrten und verängstigten Arodianern, die mit ihnen nach drinnen geflüchtet waren.


    Hans hatte gerade die Feinjustierung fertiggestellt, als der gelbe Alarm an Bord der Galileo plötzlich rot wurde. Er nahm das PADD mit dem Code und rannte aus dem Labor zurück zur Brücke, wo Pete Farrell zusammen mit Hamion Edin und dessen Perception gerade darangegangen waren, Feuer und Zorn auf den Planeten niederzuwerfen. Er löste den lilahäutigen Ensign ab, der die OPS-Station besetzt hatte und verschaffte sich ein Bild der Lage. Offenbar hatten die Borg einen Schutzschild um Kala Istra errichtet. Der Offizier an der Taktik meldete nach der ersten Salve "Minimale Wirkung" und Hans sah die Frustration in allen Gesichtern.

    "Herr Farrell, die Justierungen gegen das Dämpfungsfeld sind fertig. Wenn es uns gelingt, eine stabile Komm-Verbindung mit den Bodeneinheiten aufzubauen, kann ich das Update in die lokalen Emmitter einspielen.", warf er in die kurze Pause ein, auch, um zumindest eine kleine gute Nachricht einzugeben.

    =/\= Anfang der Übertragung =/\=


    Statusbericht / Logbuch der Sternenbasis 249 / Nummer: 208
    Kommandierender Offizier: Commander Pete Farrell
    Eintrag durch: Hans von Lahrenberg
    Sternzeit: 024070,60


    Status der Station: GRÜN
    Position der Station: Regulus-System
    Aktueller Auftrag: Evakuierung der Einwohner von Kala Istra, Zurückdrängen der eindringenden Borg, Sichern oder Zerstören des ionianischen Portals
    Diplomatischer Status: ROT
    Personalstatus: CON, CI, WO vakant


    Logbuch für die Mission vom: 06.04.2020 ( #1-04 )
    Missionsleiter: Hans von Lahrenberg
    Missionsidee: Hans von Lahrenberg
    Missionstyp: Mehrteiler / Einheitenübergreifende Mission


    Missionstitel: Denn ich sehe durch einen Spiegel, ein Geheimnis“ (Teil 1)



    Teilnehmer:
    Commander P. Farrell [KO] , Captain Lavie [XO], Lieutenant (jg.) Vaag [TO], Commander Johnsen [SC], Ensign Clark [SO], CPO Leonova [ING], Lieutenant (jg.) Parker [LMO], Captain N. Farrell [CNS]


    -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --


    Gastspieler:


    Herr von Lahrenberg

    Captain Edin | KO > Perception


    Anmerkungen:
    > Der Handlungsbogen wird gemeinsam mit der U.S.S. Perception und der U.S.S. Shenzou ausgespielt.



    Missionsbericht:


    Die Crew der Galileo begann nach einem Gespräch mit der planetaren Gouverneurin Hassk und einer ersten Sondierung der Lage mit der Evakuierung der insgesamt 3,2 Mio. Einwohner von Kala Istra. Während Captain Lavie, Captain Farrell, Commander Johnsen und Lieutenant Parker die Evakuierung koordinierten und von Commander Farrell und CPO Leonova an Bord der Galileo unterstützt wurden, begaben sich Lieutenant Vaag, die Ensigns Thetys und Clark sowie Herr von Lahrenberg in den Untergrund der Stadt, um genauere Scans des Dämpfungsfeldes zu erhalten, welches vom iconianischen Portal emmitttiert wurde. Nachdem das Feld mit dem Tricorder durchdrungen werden konnte, wurde klar, dass sich inzwischen mehrere Tausend Borg auf dem Planeten befanden. Herr von Lahrenberg beamte sich zurück auf die Galileo, um dort die letzten Modifikationen an der Adaptertechnologie vorzunehmen.


    Die Evakuierung verlief zunächst geordnet, die Leute, die sich auf die Straße begeben hatten, wurden jedoch zunehmend unruhiger, als das Gerücht die Runde machte, dass die Borg der Grund für die Evakuierung waren. Die Lage eskalierte schließlich, als sich die Borg in das planetare Kommunikationsnetz einklinkten und mehrmals ihren Begrüßungstext über die Lautsprecher und Terminals der Stadt, des Planeten und die Schiffe im Orbit verkündeten. Die Versuche der Crew, das Geschehen wieder unter Kontrolle zu bringen, scheiterten zusehends, als sich eine Massenpanik der Arodianer bemächtigte. Mehrfach wurden Zivilist:innen und Sternenflottenpersonal einfach niedergetrampelt.


    Die Panik steigerte sich noch, als die Borg zum Angriff übergingen. Zunächst verwandten sie mechanische Kabel und Podien, mit denen sie aus den Sielen heraus angriffen und Leute auf den Straßen in den Untergrund zogen. Diese waren durch schwache Borgschilde geschützt, sodass das Phaserfeuer zunehmend seine Wirkung einbüßte. Die Bewohner:innen von Kala Istra flohen daraufhin zusehends wieder in ihre Häuser zurück, dort vermeintlich sicher, aber auch eingesperrt. Zuletzt gelang es den Borg außerdem, einen Schutzschild um die Stadt zu errichten und so jedwede weitere Evakuierung zu unterbinden. Das Personal der Galileo fand sich eingekesselt vor und zog sich ins Ratsgebäude zurück. Auf den Straßen materialisierten sich nun auch humanoide Borgdrohnen und begannen, ihren Plan ins Werk zu setzen. Im Orbit versuchten derweil die U.S.S. Galileo und die frisch eingetroffene U.S.S. Perception, den Schild durch Waffenfeuer aufzulösen.



    =/\= Ende der Übertragung =/\=

    Als Farrell sie entließ, erhob sich Hans zügig und verließ den Konferenzraum in Richtung des wissenschaftlichen Labors auf Deck 2. Er musste einen Blick in die Daten der Defiant werfen und brauchte dafür einfach einen Augenblick lang mehr Ruhe als die Brücke es momentan bereitstellte. Dort traf er Lieutenant H'ala an, die sich bereits in diese Daten hinein vertieft hatte.

    "H'ala, wir versuchen es mit einem antiphasischen Feld, um die Dämpungseffekte auszulöschen. Ich habe mich mit dem Wissenschaftsoffizier der Perception kurzgeschlossen, um die Simulationen für die Streu-Zahlen aufzuteilen. Geben Sie mir bitte mal die Randbedingungen aus den Daten durch."

    "Ja, sofort.", antwortete diese und begann, ihm eine Reihe von Zahlen bezüglich Gradient, Divergenz und Vortezität, sowie die Eigenwerte des Frequenzraums und schließlich die Teilcheneigenschaften anzusagen. Hans fütterte diese Werte in den Computer ein, um die Feldgleichungen aufzustellen und wies ihn an, die Lösungen dieser Gleichungen zu sammeln und in einer separaten Datei abzuspeichern.

    "Gut...", seufzte er und gestatte sich, tief durchzuatmen. "H'ala, würden Sie sich bitte mit der technischen Abteilung zusammenschließen? Wir werden einen gerätekompatiblen Feldemmitter benötigen, der das Feld, das wir hier gerade zusammenrechnen, dann auch in unseren Phasern, Tricordern, PADDs und so weiter aussendet. Ich mache die Software für den Emmitter-Chip fertig und schicke Sie ihnen dann zu. Und bitte bauen Sie auch eine Antenne ein, ich würde gerne die Möglichkeit haben, Updates zentral und remote zu verschicken."

    "Ja, verstanden, ich werde mich mit Commander Marsan kurzschließen." Mit einem aufmunternden Lächeln auf den Lippen verließ die Caitianerin das Labor und Hans war alleine mit seinem Terminal. Frisch ans Werk also. Bestimmt nicht zum letzten Mal an diesem Tag wünschte Hans sich, dass Kosh hier wäre, um ihn zu unterstützen, immerhin war das Schreiben von Computercode nims großes Fachgebiet.

    Nachricht der U.S.S. Galileo
    Abteilung: Wissenschaft


    Hans von Lahrenberg

    - Kommissarischer Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung-


    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 024050.22
    Dringlichkeitscode: x
    Verschlüsselung: 2


    Nachricht an:

    U.S.S. Perception NX-88042

    Lieutenant Tyr Imset



    Betreff: Re: Dämpfungseffekte



    Lieber Tyr,


    vielen Dank! Ich werde sehen, was sich machen lässt, Daten aus der Nähe wären natürlich wünschenswert. Darauf, dass die Borg für uns arbeiten, würde ich aber nicht wetten.



    Viele Grüße


    Hans

    Nachricht.png ENDE DER TRANSMISSION Nachricht.png

    Nachricht des Sternenflotten Hauptquartiers
    Abteilung: Strategische Operationen


    Admiral Sobek

    - Leiter Strategische Operationen -


    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 024050.91
    Dringlichkeitscode: 2
    Verschlüsselung: 5


    Nachricht an:

    U.S.S. Shenzou NCC-91227

    Commander Junia Rix


    U.S.S. Al-Ghazali NCC-90089

    Captain Letitia van den Treeten


    U.S.S. Graalk NCC-83554

    Commander T'Nova


    U.S.S. Kirk NCC-89840

    Captain Yang Ching-Ye


    U.S.S. Slodowska NCC-77218

    Commander Mo Nin Harrnja


    Kopie an:

    Sternenbasis 249 omega

    Commander Pete Farrell


    Betreff: Invasion durch die Borg - Entsendung nach Regulus II



    Sehr geehrte kommandierende Offizierinnen,


    auf Regulus II wurde unter der Stadt Kala Istra ein iconianisches Portal entdeckt, welches jetzt von den Borg genutzt wird, um eine Invasion des Planeten durchzuführen. (S. Anhang für die Übertragung von Lt. Banzal)

    Infolgedessen ergehen an Sie folgende Befehle:


    (1) Begeben Sie sich zur Sternenbasis 249 omega und bilden Sie dort einen Flottillenverband. Das Kommando über die Flottille wird Commander Rix inne haben.

    (2) Verstärken und entsetzen Sie die bereits vor Ort eingesetzten Kräfte. Die örtliche Leitung der Gesamtoperation wird bei Commander Pete Farrell von der Sternenbasis 249 liegen. Er wird Sie vor Ort bedarfsorientiert weiter einsetzen.


    Zu Ihrer Information: Als erste Verstärkung wurde die U.S.S. Perception qua Slipstream-Antrieb vorgeschickt.



    Leben Sie alle lang und in Frieden


    Sobek


    Nachricht.png ENDE DER TRANSMISSION Nachricht.png

    Nachricht der Omega-Flotte / U.S.S. Galileo
    Abteilung: Wissenschaft


    Hans von Lahrenberg
    - Kommissarischer Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung -


    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 020405.81
    Dringlichkeitscode: x
    Verschlüsselung: 2


    Nachricht an:

    U.S.S. Perception NX-88042

    Lieutenant Tyr Imset


    Betreff: Dämpfungseffekte der iconianischen Technologie



    Lieber Tyr,


    wie Sie sicherlich mitbekommen haben, nutzen die Borg ein iconianisches Portal, um auf Regulus II einzufallen. Der Bericht von Commander J. Dax legt nahe, dass dieses Portal ein Dämpfungsfeld emittieren kann, welches wir unschädlich machen müssen, damit unsere Waffen, Kommunikatoren und Tricorder in unmittelbaren Nähe funktionieren. Wir haben bisher nur die Orbitalscans der U.S.S. Defiant als Datengrundlage, aber das wird vorerst reichen müssen.


    Ich denke ein antiphasischer Feldemitter könnte das Problem für uns beheben, wir müssen aber die Streu-Zahl des Antiphasenfeldes vorhersagen. Wenn wir mit beiden Schiffscomputern die Modelle parallel rechnen würde uns das Zeit sparen. Fangen Sie mit den oberen Energiebändern an, ich nähere mich von unten. Ich bereite dann auch den Algorithmus vor, der unsere Lösungen dann im Ernstfall durchprobiert.


    Wenn Sie noch weitere Vorschläge haben, sind Ihnen meine offenen Ohren gewiss!



    Bis nachher


    Hans


    Nachricht.png ENDE DER TRANSMISSION Nachricht.png

    Die von Lahrenbergsche Augenbraue schnellte bei Farrells Anweisung in die Höhe. Sie würden in knapp 15 Minuten bei Regulus II ankommen. So schnell war nicht mal er. Aber was half es, Farrell auf diesen Umstand hinzuweisen. Stattdessen verschickte er ein Memo an Lieutenant H'ala, dass sie schon einmal losdenken sollte. Außerdem rief er sich das Crewmanifest der Perception auf, um eine entsprechende Notiz an den dortigen Chefwissenschaftler zu versenden. Umso erfreuter war er, als sich dieser Wissenschaftler als Tyr Imset herausstellte. Immerhin würde er mit einem verlässlichen Counterpart arbeiten. Noch während der Kommandant die Leute weiter einteilte, tippte er seine Nachricht für Tyr.

    Nun wartete er nunmehr nur noch darauf, dass Pete die Senioroffiziere entlassen würde.

    Hans hatte zur Linken von Pete Platz genommen und hatte deswegen freien Blick auf die Übertragung, die auf dem Bildschirm erschienen war. Noch während Banzals Transmission lief und vor allem, während Farrell die Übertragung von Admiral Sobek einspielte, griff Hans über sein PADD auf den Computer zu. Etwas tippte an seinen Hinterkopf an. Da war es!

    "Eine nicht unwichtige Sache, vielleicht. Die Missionsberichte von Benjamin Sisko und Jadzia Dax weisen darauf hin, dass iconianische Portale einen EM-supressiven Effekt mit nicht unerheblicher Reichweite haben können. Die Transporter scheinen davon nicht unmittelbar betroffen zu sein, aber Waffen, Tricorder und Kommunikation, also eigentlich alles, was auf Mikroschaltkreise vor Ort angewiesen ist. Ich bin sicher, dass wir einen Workaround finden können, aber das wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Machen Sie sich also darauf gefasst, dass Sie den Borg, wenn wir Ihnen begegnen, womöglich auf kurzer Distanz gegenüberstehen. Ich möchte entsprechend empfehlen, alle Personen, die damit umgehen können, zusätzlich mit irgendeiner Art von Nahkampfwaffe auszustatten."

    Hans hatte versonnen an einem Stück bolianischen Fenchel gekaut, nachdem Pete seine erfreulich kurze Rede beendet hatte. Dann war Lieutenant Shivas Ruf hereingebrochen und als Pete die Nachricht las, war dessen Miene dünn geworden. Als der Kommandant dann seine Befehle ausgab, wurde Hans kreidebleich. Die Borg... und sie waren quasi schon kurz vor der Tür zu ihrem Quartier.

    "Augenblick noch, Herr Pepper, ich bringe meinen Sohn selbst weg." Er wandte sich Farrell zu. "Selbstverständlich, ich treffe Sie dort, ich verabschiede mich noch von Kosh. Wenn Sie tatsächlich eine Stadt evakuieren wollen, sollten Sie Frachtschiffe requirieren, ich weiß, dass die P'onn an Andockrampe 3 anliegt."

    Mit diesen Worten griff er sich Ahorisha und rauschte aus dem Café. Zuhause angekommen sprach er kurz mit Kosh und klärte nin über die Situation auf. Dann küssten sie sich lange und lagen sich in den Armen, den Jungen zwischen sich. Sie weinten. Zuletzt ging Hans.

    Als er an der Luftschleuse stand, atmete Hans tief durch. Er war schon in viele Schlachten gezogen, aber sonst war das schlimmste, was ihn erwartete, dass er nicht wieder zurückkehrte. Hier jedoch war das schlimmste, dass er vielleicht wieder zurückkehrte. Er schmunzelte freudlos über seinen eigenen Scherz und machte sich auf zur Brücke der Galileo.

    Nachricht des Sternenflotten Hauptquartiers
    Abteilung: Strategische Operationen


    Admiral Sobek
    - Leiter Strategische Operationen -


    Nachricht.png START DER TRANSMISSION Nachricht.png


    Sternzeit: 024030.01
    Dringlichkeitscode: 2
    Verschlüsselung: 5


    Nachricht an:

    Sternenbasis 249 omega

    Commander Pete Farrell


    U.S.S. Perception NCC-88042

    Captain Hamion Edin


    Kopie an:

    Starfleet Intelligence Agency

    Commodore Tioz_Giger


    Starfleet Headquarters

    Fleetadmiral Dave Danaher


    Betreff: Invasion durch die Borg auf Regulus II



    Sehr geehrter Commander Farrell, sehr geehrter Captain Edin,


    wie mir soeben zugegangen ist, wurde auf Regulus II unter der Stadt Kala Istra ein iconianisches Portal entdeckt, welches jetzt von den Borg genutzt wird, um eine Invasion des Planeten durchzuführen. (S. Anhang für die Übertragung von Lt. Banzal)

    Infolgedessen ergehen an Sie folgende Befehle:


    (1) Evakuieren Sie die Bewohner des unmittelbaren Gefahrenbereichs.

    (2) Drängen Sie die Borg zurück.

    (3) Sofern möglich, sichern Sie das Portal. Sollte dies keine Option sein, zerstören Sie es.


    Die Perception wird den Slipstream-Antrieb nutzen, um sich unverzüglich nach Regulus zu begeben und die Bemühungen zu unterstützen. Derweil wird eine Flotte bei SB 249 zusammengezogen.



    Friede und ein langes Leben


    Adm. Sobek


    Nachricht.png ENDE DER TRANSMISSION Nachricht.png

    Derweil...

    t – 8h, Sternenbasis 249

    Banzal betrachtete das eilig zusammengeworfene Team aus Archäolog:innen, Kulturanthropog:innen und anderen Wissenschaftler:innen, welches Henry Jones und er zusammengestellt hatten, als die Nachricht von Regulus II eingetroffen war. Man hatte bei Erweiterungen des Sielsystems unter Kala Istra eine unterirdische Anlage entdeckt, von der man bisher nicht mehr sagen konnte, als dass sie… alt war. Die Stadtverwaltung drängte natürlich darauf, mit den notwendigen Bauarbeiten weiter fortfahren zu können, aber die Statuten sahen vor, dass es vorher einer Einschätzung und Freigabe durch ein wissenschaftliches Team bedurfte. Doch nach allem, was die vorläufigen Scans gezeigt hatten, würde die Stadt wohl noch etwas warten müssen.

    „Gut“, meinte der Benzit aufmunternd in die Runde verschlafener Gesichter hinein, die das Runabout Aoukalé bevölkerten, „dann wollen wir mal ans Werk gehen und schauen, was uns die Arodianer da hingelegt haben.“


    t – 2h 30m, Kala Istra, Regulus II

    Sich mit der ganzen Ausrüstung durch die Abwasseranlagen der Stadt arbeiten zu müssen war eine höchst unangenehme Erfahrung gewesen und Banzal hoffte, dass sich diese Tortur lohnen würde. Der Arodianer, der sie durch die lichtlosen Tiefen geführt hatte, ein gedrungener Vertreter seiner Spezies, wies nun mit seiner Taschenlampe auf ein unauffälliges Loch in der Wand.

    „Da ist es! Viel Spaß bei… was auch immer Sie da machen.“, schnarrte er.

    „Danke sehr.“, erwiderte Banzal höflich und zwängte sich dann durch den Durchgang. Jones war direkt hinter ihm und dann folgte der Rest des Teams. Zügig und professionell begannen sie, Lampen aufzustellen und mit ihren Tricordern die Anlage zu kartographieren. Die isotopische Analyse würde es zeigen, aber der Lieutenant war sich schon jetzt sicher, dass das hier wirklich alt war.

    „Diese Luft… es riecht wie in alten Pyramiden.“, meinte Jones neben ihm. „Ich glaube ja nicht, dass diese Magistratin Yiauni ihr Projekt sehr schnell fortsetzen kann.“ Beider Männer schmunzelten einen Augenblick, bevor sie damit fortfuhren, die Untersuchung anzuleiten.


    t – 5m

    „Was mag das für ein Bogen sein?“, fragte Henry van Kassen, als sie sich in der letzten Kammer umsahen. „Keine Ahnung, Henry, aber es sieht wie ein Durchgang aus, nur dass er augenscheinlich zugemauert ist.“, erwiderte seine Teamkollegin Guren Aza.

    Banzal, der gerade durch die Tür trat, zog seine Mundwinkel hoch, als er den Blick von dem Menschen zu der Ghazeritin schweifen ließ.

    „Ich habe da so einen Verdacht, aber dafür müssen wir den Computer der Sternenbasis konsultieren. Einige der Schriftzeichen, die ich gesehen habe, wecken eine Ahnung in mir. Machen Sie von diesem Raum einen gründlichen Scan und dann sind wir hier für das allererste fertig.“


    t

    Guren hatte den Tricorder für einen Moment auf dem leicht angeschrägten Tisch abgelegt, um einen 3d-Scan des Raumes anzufertigen, als es geschah. Der Bogen erwachte zum leben und begann, eine Reihe von Darstellungen in schneller Folge zu zeigen. Wälder, Wüsten, Küsten und Städte wechselten sich ab.

    Banzal, der das leichte, summende Geräusch gehört hatte, war wieder zurückgekehrt und sah nun zu, wie das iconianische Portal zum Leben erwacht war. Sein Anfangsverdacht hatte sich bestätigt: Dies war eine iconianische Anlage! „Beeindruckend...“, murmelte er. Dann stabilisierte sich das Bild plötzlich und gab den Durchgang frei zu einem dunklen Raum, in dem grünliche Blitze zuckten. Auf der anderen Seite waren Gestalten zu sehen, verschwommen und hühnenhaft, blindes Metall am Körper tragend.

    Ehe irgendejemand reagieren konnte schossen mehrere langgestreckte Tentakel aus dem Portal und bohrten sich in Azas Arm und van Kassens Bauch. Ein dritter verfehlte Banzal knapp, da dieser sich reflexhaft geduckt hatte. Die beiden Junioroffiziere schrien auf, während ihre Haut begann, alle Farbe zu verlieren und ihre Adern dunkelgrau hervortraten. Das grüne Leuchten, das von dem Portal ausging, verstärkte sich, und als die ersten Borg hindurchtraten, wandte sich der Benzit um und rannte um sein Leben. Allen, die er unterwegs traf, schrie er zu: „Raus, alle raus, sofort! Die Borg! Die Borg!“ Er hieb auf seinen Insignenkommunikator, doch das vertraute Zirpen blieb aus. Verdammt! Als er hinter sich Schreie hörte, wandte er sich noch einmal um. Eine Drohne hatte ihren Arm ausgestreckt und eine Gruppe umschlingender Pseudopodien freigesetzt, die sich wie Spinnenbeine um ein weiteres Mitglied der Expedition geschlossen hatten. Der Mann wurde erbarmungslos zurück zu der Drohne gezogen und als Banzal hörte, dass die Schreie gurgelnd erstarben, wusste er, was geschehen sein musste. Er wandte sich nicht mehr um, sondern rannte nur noch um sein Leben.


    t + 30m

    Schwer atmend taumelte Banzal an die Oberfläche und lief, gefolgt von einer deutlich gelichteten Schar von Expeditionsteilnehmer:innen, zurück zur Aoukalé. Im Cockpit angekommen patschte er atemlos auf die Konsole und versandte eine Nachricht an die planetare Regierung und an die Sternenbasis 249 omega.

    ***Hier spricht Lieutenant Banzal aus dem Runabout Aoukalé. Wir wurden von SB 249 geschickt, um eine Ruine unter Kala Istra zu untersuchen. Wir haben dort ein iconianisches Portal gefunden, welches nun von den Borg genutzt wird, um auf Regulus II einzufallen. Bitte, wir brauchen dringend Hilfe!***

    Unterdessen hatte sich Jones bereits ans Steuer geworfen und die Triebwerke der Aoukalé gezündet. Schwankend hob das Runabout ab, um sich aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu retten.


    t + 1h 30m, San Fransisco, Erde

    Admiral Sobek war mit seinen über 350 Jahren selbst für vulkanische Maßstäbe uralt. Manche munkelten, dass der pedantische Sternenflottenoffizier einfach noch keine Vorschrift gefunden hatte, die ihm das Sterben gestattete, andere wiederum behaupteten hinter vorgehaltener Hand, dass Sobek in Wirklichkeit ein unsterblicher Androide war. Was man jedoch definitiv wusste, war, dass es sich bei Surak, dem grauen Kater, der regelmäßig auf der Schulter des dürren Mannes ruhte, um ein Hologramm handelte.

    Sobek saß in seinem Büro auf der Erde und sah hinaus auf die wiedererrichtete Golden Gate Bridge, als ihn die Nachricht von Regulus II erreichte. Mit steinernder Miene rief er sich die Flottenbewegungen auf und fand die Sternenbasis 249 erschütternd dünn besiedelt vor. Aber die Perception hatte gerade keinen unverschiebbaren Auftrag und konnte binnen Stunden vor Ort sein. Das würde reichen müssen.

    Er strich sich das schlohweiße Haar glatt und verfasste den Marschbefehl.

    Hans, der fast nichts so sehr hasste, wie 'kleine Ansprachen', fragte unwillkürlich zurück: "Wann sind die denn? Ich muss ja Ahorisha irgendwann ins Bett bringen..."

    Als auch er sah, wie die übrigen Leute so langsam in den Raum tröpfelten, machte er Anstalten, aufzustehen. "Na, gut, Frau Parker, ich will Sie nicht von Ihren Pflichten als Gastgeberin abhalten, auch andere wollen ja begrüßt werden. Ich werde mal sehen, womit Ahorisha gerade gemästet wird. Oh, und ich werde mich mal mit Kosh kurzschließen und Ihnen dann mal einen Terminvorschlag machen."

    "Ahorisha, schau mal, dahinten ist der Koch des Casinos, geh mal zu ihm rüber, ja? Vielleicht hat er ja etwas für dich?" Lächelnd sah Hans seinem Sohn hinterher, der zu dem weiß angezogenen Menschen hinüber torkelte. Kleine Kinder hatten etwas magisches, dachte Hans bei sich, als er sah, wie der Koch den Dreijährigen erblickte und anfing zu strahlen und in die Hocke zu gehen.

    Immer noch den Blick auf das Kind gerichtet, nahm er den Gesprächsfaden wieder auf: "Vielleicht warten wir mit der Musik noch ein wenig, das könnte etwas übereilt wirken. Aber kommen Sie einfach gerne mal zum Essen vorbei. Aber vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, das mal nachzuholen. Oder wir machen mal eine Jam-Session aus, ich müsste dringend mal wieder mehr mit der Harfe üben." Als er sah, dass der Koch sich seines Sohnes angenommen hatte, blickte er zu Parker hinüber. "Soso, Ärztin aus Überzeugung. Das freut mich aber doch sehr zu hören. Und heute gibt es deswegen eine Party? Ich fürchte, ich werde nicht zu lange bleiben können, wie Sie sich vielleicht denken mögen."

    "Ich werde mich bemühen, meine Enttäuschung zu zügeln.", erwiderte er grinsend und nahm dann an dem angebotenen Tisch Platz, während er den kleinen Ahorisha auf seinen Schoß hob. Der wand sich hin und her und wollte offensichtlich alles erkunden und dabei - ganz der Vater - ein riesiges Durcheinander anrichten.

    "Oh herrje, Sie mussten sich von Herrn Farrell fliegen lassen? Das habe ich auf Sirius einmal getan und danach immer darauf bestanden, dass ich das Schiff steuere. Er ist ein bisschen... klobig in seinem Flugstil, finden Sie nicht?"

    Sein Gesichtsausdruck wurde ein bisschen blasser und er sah an Parker vorbei ins Leere.

    "Nun uns beiden hier geht es offensichtlich gut. Ahorisha ist ein Energiebündel, Sie glauben es nicht." Er machte eine kurze Pause. "Kosh... Nun, nin geht es nicht so gut. Nin hat inzwischen regelmäßige Treffen mit Frau Farrell ausgemacht, aber jedes Mal, wenn nin vor die Tür gehen muss, ist es ein bewusster Angang. Über Diensttauglichkeit, also, sofern man das über Zivilist:innen sagen kann, reden wir gar nicht. Aber vielleicht haben Sie ja beizeiten mal Lust, vorbei zu kommen, ich bin sicher, ein wenig Normalität tut nim ganz gut."

    Er sah wieder zu ihr hinüber. "Aber wie auch immer, wie geht es Ihnen? Wie ist die Umstellung? Und - das interessiert mich wirklich - warum die Versetzung?"

    "So so... Frau Parker, wissen Sie eigentlich, wie sehr ich mich schon darauf gefreut habe, nicht mehr den ganzen Papierkram alleine auf meinem Schreibtisch zu haben? Und dann lässt man Sie fünf Minuten aus den Augen und Sie wandern einfach in eine andere Abteilung ab..."

    Grinsend lehnte Hans in der Tür, er hatte seinen violetten, dreiteiligen Anzug an, den er für solche Gelegenheiten gerne auspackte. Zu seinen Füßen taumelte Ahorisha in den Raum hinein, der eine kleine - und entschieden baumwollenere - Version desselben Kleidungsstücks trug.

    "Kann ich Ihnen noch zur Hand gehen?" Schalkhaft sah er zu seiner Nun-nicht-mehr-Vorgesetzen hinüber. "Und überhaupt, wie geht es Ihnen?"

    H'ala entdeckte das Mädchen gerade, als die Frau unter Wasser glitt. "Machen Sie hier weiter!", rief sie Cas'harash zu und aktivierte das Sauerstofffiltersystem ihres Taucheranzugs, bevor sie sich in das Wasser hineingleiten lies und mit schnellen, kraftvollen Zügen zum gegenüberliegenden Ende der Promenade schwamm. Sie griff von hinten nach Lilly wie eine Ottermutter und schwamm zurück zum Sammelpunkt. Dort übergab sie die kleine Person an Cas'harash und die anrückenden Sanitäter:innen, bevor sie sich auf der Suche nach der Frau machte. War das nicht Captain Farrell gewesen? Da sie sie nicht entdecken konnte, aktivierte H'ala die Helmscheinwerfer und tauchte unter Wasser.


    "Das Loch wieder zu versiegeln wird kein Problem darstellen.", meinte Hans mit einem zuversichtlichen Blick auf die diensthabende Ingenieurin Flanigan.

    "Die Evakuierung...", schnell zog er eine Anzeige größer, "...läuft gut an, wenn ich den Sensoren und den Berichten hier vertrauen darf. Der Wasseranstieg scheint sich zudem zu verlangsamen, seitdem das Wasser die Promenade erreicht hat." Hans' Gesichtsausdruck wurde ernst. "Aber machen wir uns keine Illusionen, einige Leute werden ertrunken sein." ###Und ich weiß nicht, ob Kosh und Ahorisha noch evakuiert wurden.###, ergänzte er in Gedanken.

    Der Satz hing für einen Moment in der Luft, ehe Hans erneut sprach: "Wenn Sie mögen, bereite ich den Weltraumspaziergang vor, Frau Koi."


    [ Mibu Vaag , Pete Farrell , Nathalie Farrell ]

    Hans sah zu Commander Koi hinüber und antwortete: "Solange wir die Ursache nicht beheben können und die Replikationssysteme nicht zuverlässig funktionieren sehe ich eigentlich nur eine Möglichkeit, das Wasser abzuleiten... Wir schlagen ein Loch in die Station und entlassen das Wasser ins All. Dort haben wir auf jeden Fall Platz. Wir müssen natürlich trotzdem die Quelle beseitigen, sonst haben wir einen höchst illustren Fluss geschaffen. Die Quelle scheint ja im Quartier des Captains zu sein, dort gibt es ein Fenster, das wäre mein Auslasspunkt."

    Seine Finger flogen derweil über die Kontrollen seiner Konsole: "Ich habe das Sicherheitspersonal und die medizinische Abteilung angewiesen, eine Evakuierung der angesagten Sektionen zu begleiten und die automatische Ansage aktiviert. Außerdem habe ich die Decks nach unten und zur Seite versiegelt, sodass sich das Wasser nicht weiter ausbreiten kann."


    Anderswo auf der Station hatte sich H'ala einen Taucheranzug geschnappt und schlappte nun in der für Caitianerinnen höchst ungewöhnlichen Aufmachung zu einem Turbolift, um sich so nah wie möglich an die betroffenen Gebiete heranbringen zu lassen. Er öffnete sich auf dem Oberdeck der Beta-Promenade und entließ sie mit Blick auf ein wogendes Meer. Weiter den Gang runter sah sie Menschen, die sich verzweifelt an der Balustrade festhielten. H'ala eilte hinüber und versuchte ihr möglichstes, diese den Fluten zu entreißen.

    "Keine Sorge, Hilfe ist unterwegs!", rief sie, während sie kräftig an den Armen der sich verzweifelt Festklammernden zog.


    [ Pete Farrell  T'Reava  Emily Lauren Parker  Vincent Clark ? ]

    Sitzung Kosh

    Nin zwirbelte sich eine violette Locke aus nimser Steckfrisur und wickelte sie sich um den Finger.

    "Sie sind sehr freundlich, Captain Farrell. Wenn Sie für mich vielleicht eine Rhakta Latte replizieren könnten?" Kosh machte eine Pause und ließ den Raum mit seinen harmlosen Pastelltönen und der indirekten Beleuchtung auf sich wirken. Unwillkürlich entspannte nin sich ein wenig und als nin die Mischung aus klingonischem Kaffee und Milchschaum erhielt, atmete nin aus.

    "Wo soll ich anfangen? Ich weiß nicht, wie ich das jetzt machen soll..." Nin strahlte Unsicherheit aus und sah auf nims Getränk hinunter, in der Hoffnung, Leitung durch die dunkelbraunen Schlieren des dampfenden Bechers zu erhalten.