Missionsleben I: 912001,17 "Initium novum - (Neubeginn)"

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    "Initium novom - (Neubeginn)"

    Postenverteilung:


    Kommandierender Offizier: Junia Rix

    Erster Offizier: Valeris

    CONN/OPS: John Bredon Winter

    taktischer Offizier: Isla MacTavish

    Sicherheitsoffizier: Selke t'Val

    Chef Techniker: Cameron Mitchell

    leitender Wissenschaftsoffizier: Soleta

    leitender medizinischer Offizier: Vakant

    Counselor: Emily Lauren Parker

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    "Mögen Sie Allzeit zwischen ihrer Crew und den Gefahren stehen, während Sie sie durch die Leere der Sterne führen"

    2 Mal editiert, zuletzt von Junia Rix ()

  • Ort des Geschehens: Starbase Eins, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Valeris (erwähnt), Isla MacTavish (erwähnt), Commodore Brinkmann (NPC 2377)


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    Wichtig: Die Reise der U.S.S Shenzhou startet im Jahr 2377, also 22 Jahre vor der PST Zeit. In dieser Mission wird das Schiff in das Universum von PST eintauchen. Aus diesem Grund kann es zu Abweichungen kommen da die Shenzhou noch in einer anderen Zeitlinie ist.


    Junia stand mit einem Raktajino in der Hand auf dem Aussichtsdeck. Ihr Traum ist nun endlich war geworden. Vor ihr lag ihr eigenes Schiff, die U.S.S Shenzhou. Ein Schiff der Sovereign Klasse. Majestätisch lag es vor ihr, es war noch Brandneu, gerade erst aus dem Konstruktionsdock der Werft in San Francisco an die Starbase eins überstellt worden, wo es seine neue Crew an Bord nehmen sollte, samt neuen Captain und auch neuen ersten Offizier. Ein Lächeln zeigte sich auf dem Gesicht der Trill, sie war voller Freude und auch voller Stolz. Was würden ihre Eltern sagen? Diese hatte sie nämlich noch nicht kontaktiert und Ihnen gesagt dass sie sich nun in die Riege der Sternenflotten Captains einreihen würde. Das wollte sie aus ihrem neuen Bereitschaftsraum machen, wenn sie ihn eingerichtet hatte. Ihre persönlichen Sachen wurden schon an Bord und in ihr Quartier gebracht worden. Sie konnte es immer noch nicht ganz fassen, doch es war real.


    Von ihrer neuen Crew kannte sie eigentlich nur eine Person, ihre beste Freundin und Zeitgleich auch ihr taktischer Offizier, die Rede war natürlich von Isla. Denn sie hatte dem Oberkommando ganz klar gesagt ohne Isla würde Junia das Kommando nicht antreten. Denn sonst könnte sie ihre Freundin ja nicht weiter fördern, so dass sie dann auch endlich das Kommandotrainingsprogramm absolvieren würde. Doch auch das würde bestimmt mit der Zeit kommen. Junia wusste ja auch warum Isla es ohne Hilfe schaffen wollte, nicht jeder Offizier hatte als Eltern Admiräle die immer wieder versuchten Einfluss auf die Karriere zu nehmen. Genüsslich nahm die Trill einen Schluck aus ihrer Tasse. Sie hatte sich eine mit dem Namen und dem Widmungsspruch der Shenzhou repliziert. Sie musste auch zugeben dass die Widmung der Shenzhou ihr sogar gut gefiel. Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung. Dieser Spruch kam soweit Junia wusste aus dem chinesischen. Passend, denn auch der Name des Schiffs stammte aus dem chinesischen und bedeutete übersetzt so viel wie magisches Schiff oder auch Götterschiff.


    Als Junia noch einen Schluck ihres Raktajinos nehmen wollte merkte sie dass ihre Tasse leer war, das durfte nicht sein, immerhin unterbrach das diesen schönen Moment. Junia seufzte leise und überlegte kurz ob sie irgendwo auf dem Promenadendeck sich einen neuen holen sollte, oder doch lieber ihren ersten Raktajino auf ihrem Schiff trinken sollte. Die Entscheidung war nicht sonderlich schwer für die Trill und so schlenderte sie das Aussichtsdeck entlang zum nächsten Turbolift. Mit diesem fuhr die frisch gebackene Kommandantin dann zur Andockschleuse ihres Schiffes. Nachdem die Türen mit dem typischen zischen aufgingen lag die Shenzhou genau vor Junia, von hier sah sie noch größer und noch beeindruckender aus. ### Das ist dein Schiff Junia, deines! ### schoss es ihr durch den Kopf während sie sich zur Luftschleuse begab. Dort an der Schleuse standen zwei Mitglieder der Sicherheit, entweder von Starbase eins oder aus ihrer Crew. Denn es durfte ja noch niemand an Bord bis auf den Captain und den ersten Offizier. Das Auslaufen des Schiffes war für den nächsten Tag geplant und der offizielle Bordingtermin war erst um 16 Uhr, so dass die Techniker noch genug Zeit ihre Sachen zu packen und die letzten kleinen Tests zu machen. Als Junia bei den beiden Unteroffizieren ankam, welches man an ihrem Kragen erkannte, hielten sie Pflichtbewusst Junia auf. Sie wusste ja auch nicht wer sie war.


    „Entschuldigen sie Ma’am. Das Schiff ist noch nicht offiziell freigegeben.“ Sprach sie einer der beiden an. Junia nickte kurz und grinste dabei, ihr Blick suchte den Rangpin des Unteroffiziers. Dieser wies ihn als Petty Officer First Class aus. „Das stimmt Petty Officer, es dürfen nur zwei Personen an Bord, ich behauptete ich bin einer dieser Personen.“ Erwiderte die Trill freundlich und schaute ihren Unteroffizier an. „Das muss ich erst überprüfen Ma’am, einen kleinen Augenblick.“ War die Antwort des Petty Officers und Junia nickte und blieb stehen. Sie mochte es wenn jemand seinen Dienst genau nahm und scheinbar hatte er noch kein Bild seines Captains gesehen oder ging davon aus der dieser auch den Rang eines Captains innehatte. „Jeff! Geh zur Seite, das ist Commander Rix!“ sagte eine weibliche Stimme dann höflich aber bestimmend von der Seite. Junias Blick fiel auf die Personen und sie sah dass es sich um einen Chief Petty Officer handelte. Der andere Petty Officer schien etwas rot zu werden und machte sofort einen Schritt zur Seite. „Entschuldigen sie Ma’am“ stotterte er leicht. „Sie müssen sich nicht entschuldigen Petty Officer, sie machen ihren Job gewissenhaft, so sollte es in der Sicherheit sein.“ antworte die Trill dann und nickte beiden noch einmal zu bevor sie ihr Schiff betrat.


    Alles hier an Bord sah nicht nur neu aus, nein es roch auch so. Doch dieser Geruch würde schon in ein paar Wochen nicht mehr so deutlich zu riechen sein. Junia blieb kurz nach der Luftschleuse stehen und atmete ein paar Mal besonders tief ein, sie sog förmlich die Luft ein und genoss es. Dann öffnetet sie wieder die Augen und steuerte Zielstrebig den nächsten Turbolift an. Eine Sovereign war ja jetzt nicht neues für sie, sie hatte zwar noch nicht auf einer ihren Dienst verrichtet. Aber sie kannte das Schiff. Mit dem nächsten Turbolift fuhr die neue Kommandantin dann zur Brücke, sie wollte sich ihren Raktajino in ihrem Bereitschaftsraum holen, wenn schon denn schon. Der Turbolift schoss durch das innere des Schiffes und Junia kam nicht mal zwei Minuten später auf der Brücke an. Es dauerte diesmal länger, da der Computer sie noch nicht kannte und sie somit noch keine Direktfahrt Privilegien hatte, doch das würde sich ändern wenn sie morgen das Schiff übergeben bekommen sollte. Nachdem die Türen aufgingen schritt Junia auf ihre Brücke und wollte Zielstrebig auf ihren Bereitschaftsraum zusteuern um sich Nachschub zu holen. Doch dazu kam es nicht ganz, denn da saß jemand auf dem Stuhl in der Mitte der Brücke und das war der Stuhl des Captains. Als sich die Türen geöffnet hatten, hatte diese Person das wohl mitbekommen, denn sie stand auf und drehte sich zu Junia um.


    „Nun Commander, wie gefällt Ihnen ihr neues Schiff?“ fragte die Person dann und Junia erkannte das es sich dabei um Commodore Brinkmann handelte. Sie war für die Personalfragen innerhalb der Sternenflotte zuständig. Dass sie hier persönlich an Bord war, konnte normalerweise nichts Gutes bedeuten. „Commodore, sie habe ich ja gar nicht erwartet“ antwortete Junia überrascht und Brinkmann grinste. „Das war auch meine Absicht, ich wollte wissen wann sie ihr Schiff betreten würden und ich muss sagen, ich habe erst in frühsten einer Stunde mit Ihnen gerechnet. Aber ihr Ruf wird Ihnen gerecht, sie sind ein sehr pünktlicher Mensch, wie man bei uns auf der Erde zu sagen pflegen würde“ erwiderte die Commodore und ging auf Junia zu und reichte ihr die Hand. Die beiden Frauen schüttelten ihre Hände und Junia lächelte nun auch. „Da haben sie Recht Ma’am, ich möchte stets ein gutes Vorbild für meine Offiziere sein und das bedeutet natürlich auch das ich stets pünktlich bin“ war die Antwort der Trill und Jessica Brinkmann nickte zufrieden. „Wenn sie möchten Commander können wir auch schon die inoffizielle Übergabe machen, so dass sie Ihre Kommandocodes bekommen und das Schiff dann ganz Ihnen gehört“ schlug Brinkmann dann Junia vor. In den Finger der Trill juckte es natürlich schon das sie Ihre Kommandocodes bekam und so überlegte sie nicht lange. „Wenn es Ihnen nichts ausmacht Commodore sage ich nicht nein dazu“ antwortete die Trill und das Lächeln in ihrem Gesicht wurde noch größer. Ihre Augen schienen fast zu funkeln.


    „Computer übertrage die Kommandocodes der U.S.S Shenzhou NCC 91227 an Commander Junia Rix, Autorisation Brinkmann – Delta – neun zwei – Charlie“ sprach die rothaarige Frau dann und der Computer piepste kurz darauf mit seinem typischen piepsen. „Bitte bestätigen!“ forderte der Computer die beiden Frauen nun auf und Junia sagte „Bestätigte die Übernahme der Kommandocodes. Autorisation Rix – Epsilon – sechs eins – Alpha!“ Es dauerte keine Sekunde dann bestätigte der Computer die Übergabe der Codes und Brinkmann nickte. „Ich würde sagen viel Spaß mit ihrem neuen Schiff Commander und machen sie es nicht sofort in der ersten Mission kaputt“ sagte sie dann grinste dabei auch Junia grinste und wollte gerade antworten als die Tür zischend aufging und eine weitere Person die Brücke betrat.


    [Wörter: 1365]

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    "Mögen Sie Allzeit zwischen ihrer Crew und den Gefahren stehen, während Sie sie durch die Leere der Sterne führen"

    Einmal editiert, zuletzt von Junia Rix ()

  • Dave Danaher

    Hat das Label Mission hinzugefügt
  • Ort des Geschehens:Starbase Eins, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Ensign Parva


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    Ensign Selke ir-Saketh t'Val stand auf dem Promenadendeck der Raumstation und ließ den Blick ihrer graugrünen Augen bewundernd über den Rumpf des Schiffes gleiten, das schon sehr bald ihr neues Zuhause sein würde. Es handelte sich um die U.S.S. Shenzhou, ein Schiff der Sovereign-Klasse, und sie war stolz darauf, dass sie bald Teil der Crew dieses Schiffes sein durfte. Sie betrachtete das als große Ehre und sah es keineswegs als selbstverständlich an. ###Eigentlich ist es ein Wunder, dass man mich überhaupt auf ein solches Schiff lässt,### dachte sie und ärgerte sich einen Moment später auch schon über diesen unwillkommenen Gedanken. Sie seufzte abgrundtief und meinte wieder einmal, unsichtbare Augen zu spüren, die sie beobachteten. ###Na toll, jetzt wirst du auch noch paranoid.###


    Dabei war es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Ensign Selke in genau diesem Moment beobachtet wurde, denn sie stammte nicht aus der Vereinten Föderation der Planeten, sondern aus dem Romulanischen Sternenimperium und hatte von dort fliehen müssen. Wäre sie damals geblieben, wäre sie inzwischen tot. Und dabei hatte sie selbst sich keines Verbrechens schuldig gemacht. Manchmal genügte bereits die Verwandtschaft zu jemandem, der als Hochverräter gebrandmarkt wurde, damit man selbst in akute Lebensgefahr geriet oder Selbstmord von einem verlangt wurde. Doch Selke hatte sich damals entschieden, dieses Spiel nicht mitzuspielen. Und nun war sie hier, wobei der Geheimdienstoffizier der Sternenflotte, der ihr damals in die Föderation und bei den Formalitäten geholfen hatte, darauf bestanden hatte, dass sie dafür quasi als Gegenleistung eine Ausbildung an der Sternflottenakademie machen sollte. Das hatte sie getan, und auch wenn ihr anfangs von vielen eine Menge Misstrauen entgegengebracht worden war, so hatte sie sich doch bei einigen auch deren Respekt verdient. Und mit einem bei ihr eher seltenen Lächeln musste sie sich eingestehen, dass sie diese Zeit durchaus genossen hatte.


    "Sieh mal einer an, der kleine Hai lächelt!"


    Ensign Selke wäre beinahe zusammengezuckt, aber eben nur beinahe. Diese Stimme kannte sie doch! Betont langsam und mit sorgfältig kontrolliertem Gesichtsausdruck drehte sie sich um. "Und Mini-Godzilla schleicht sich noch immer heimlich an Opfer an." Sie musterte die junge Andorianerin, die vor ihr stand und während der Zeit an der Akademie in ihrer Einheit gewesen war. Sekundenlang schienen sich die beiden einfach nur so anzustarren, doch dann begannen beide zu grinsen, und schließlich umarmten sie sich freundschaftlich und tauschten eine Grußgeste aus, die sich irgendwann als ihr persönliches Erkennungszeichen eingebürgert hatte. "Parva, was machst du denn hier?" fragte Selke ehrlich überrascht.


    "Wonach sieht es denn aus?" fragte diese zurück und knuffte die Romulanerin von der sie wusste, dass die nicht so schnell blaue Flecke kriegen würde wie andere. Da sie aber wusste, dass ihre Freundin aus Akademietagen Ratespiele verabscheute, erklärte sie: "Ich wurde auf dieses schmucke Schiff dort versetzt."


    "Sieht so aus, als würde ich dich nicht loswerden," sagte Selke und seufzte theatralisch. "Ich wurde ebenfalls auf dieses Schmuckstück versetzt."


    Parva grinste jetzt von Ohr zu Ohr und tat etwas, das die Romulanerin noch immer nicht mochte, sie legte ihr einen Arm um die Schultern. "Das ist ja großartig! Fehlt nur noch, dass wir im gleichen Quartier sind."


    Die beiden verglichen die Informationen, die sie dazu bekommen hatten, und tatsächlich, sie würden sich ein Quartier teilen. Die Andorianerin freute sich wie ein Kind vor einem Haufen Geschenke. Selke freute sich nicht ganz so stark, war aber froh, dass sie sich das Quartier zumindest mit jemandem teilen konnte, der ihre Macken bereits kannte. Oder zumindest kennen sollte.


    Seite an Seite betrachteten sie noch einmal das Schiff, auf dem sie fortan ihren Dienst verrichten würden, wenn auch in verschiedenen Abteilungen. Während Parva der Technik zugeteilt war, war Selke der Sicherheit zugeteilt. Doch beide Frauen prägten sich den Anblick, der sich ihnen bot, gut ein und wussten, dass ihnen diesen Moment niemand nehmen konnte. Und schon bald würden sie ihre wenige persönliche Habe an Bord bringen können, womit für sie das Abenteuer beginnen konnte.



    [Wörter: 651]

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    "Es gibt Dinge, die kann man nicht aufhalten: Das Schicksal, den Lauf der Zeit, große Träume, einen starken Willen." - Gol D. Roger

    Einmal editiert, zuletzt von Selke ()

  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, 08. November 2377

    Beteiligte Personen: Commander Junia Rix, Ensign Selke, Ensign Parva


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    Alles neu. Ensign John Winter blickte voller Ehrfurcht durch die Scheiben des Promenadendecks der Sternenbasis auf das riesige Schiff der Sovereign-Klasse. "NCC-91227, USS Shenzhou...", murmelte er leise vor sich hin. In seinen Augen glänzte es.


    Es war der Moment, auf den er lange gewartet hatte. Es war der Moment, für den er so hart gearbeitet und trainiert hatte. Es war der Moment, an dem er einfach nur glücklich war. John würde nicht nur einfach seinen Dienst an Bord dieser Schönheit verrichten, er würde sie sogar steuern. In seinem Herzen war er schon immer Pilot, daher war es auch nur logisch für ihn, diese Laufbahn innerhalb der Sternenflotte einzuschlagen und sich zum Navigationsoffizier ausbilden zu lassen. Dass sein erster Dienstposten jedoch die flammneue Shenzhou sein würde - das hätte er sich im Traum niemals ausmalen können.


    Als er seinen Versetzungsbefehl noch an der Akademie erhielt, wusste er anfangs nicht, was er sagen sollte. Sein Ausbilder, Lt. Commander Peters, fand hingegen deutliche Worte. "Da hat wohl jemand das große Los gezogen, was? Aber ich warne Sie! Das ist kein Shuttle oder Runabout, mit dem Sie fröhlich Ihre Loopings oder sonstige Manöver abziehen können!" Es war ja nicht so, dass John nicht von selbst zu dieser Erkenntnis kam, dennoch antwortete er mit einem kurzen und knappen "Jawohl Sir!", wie Peters es gern hörte. "Spaß beseite, Sie kommen ja nicht einfach so zu Aufgabe oder weil am Tag der Vergabe die Sonne so schön schien. Sie haben es sich verdient, aber jetzt zeigen Sie der Sternenflotte, dass Sie es auch wirklich verdient haben, Winter!" Peters schaute ihn nach wie vor streng an. "Ihre CO wird Commander Junia Rix sein. Wenn Sie mich fragen, wird man in Zukunft noch viel von dieser Frau hören. Sie hat das Zeug, in der Sternenflotte eine ganz große Nummer zu werden. Zeigen Sie ihr, was Sie können, und Sie werden blendend mit ihr auskommen."


    Und nun stand er hier auf die Freigabe wartend, an Bord gehen zu dürfen. Etwas weiter links vom ihm fielen ihm zwei Frauen auf, ebenfalls Ensigns. Sie schienen sich gut zu kennen. Ob sie wohl auch zur Crew der Shenzhou gehörten? Er beschloss, zu ihnen zu gehen. Vielleicht wussten die beiden ja, wann die Warterei endlich ein Ende hatte.


    [373 Wörter]

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    What we do in life echoes in eternity - Maximus Decimus Meridius

    Einmal editiert, zuletzt von John B. Winter () aus folgendem Grund: Zeitlicher Kontext

  • Ort des Geschehens: Soletas Haus, Vulkan, 2363

    Beteiligte Personen: Volak

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    Soleta fühlte sich an diesem Morgen sehr unbehaglich, sie hatte auch kaum geschlafen und als sie sich auf dem Weg ins Bad den Zeh an der Tür stieß murmelte sie etwas äußerst unvulkanisches vor sich hin. T´Pas war bereits seit einer Stunde fort, sie hatte einen wichtigen Termin an der Wissenschaftsakademie, es ging um ihr neues Forschungsprojekt. Soleta hatte sich mit der neuen Arbeit ihrer Mutter nicht sonderlich auseinandergesetzt, Agrakultur entsprach nicht gerade ihren Intererssen. Sie wusste nur, dass T´Pas einige Stunden außer Haus sein würde, nur Volak war noch zu Hause. Nachdem sich Soleta frisch gemacht und angezogen hatte betrat sie die Küche und bereitete sich eine Tasse Tee zu, nach Frühstück war ihr momentan nicht.

    "Hallo, Vater." grüßete sie Volak beiläufig. Ihr Vater saß noch am Frühstückstisch und bereitete sich auf seinen Arbeitstag vor, indem er die aktuellsten Berichte aus dem Föderationsrat las. Er schaute kurz auf und nickte seiner Tochter zu.

    "Hallo Soleta." Ihm war bereits aufgefallen, dass sie sich nur mit einer Tasse Tee begnügte, was eher ungewöhnlich war, schließlich kannte Soleta die Notwendigkeit eines Frühstücks zur genüge, vor allem, wenn sie sich auf ihre bevorstehende Aufnahmeprüfung vorbereiten musste. Volak legte das PADD zur Seite und musterte seine Tochter eingehender.

    "Hast du körperliche Beschwerden, dass du auf dein Frühstück verzichtest?" fragte er sie.

    Soleta schüttelte mit dem Kopf.

    "Nein, es geht mir gut." Volaks Blick konnte sie entnehmen, dass er eine etwas ausführlichere Antwort erwartete.

    "Ich habe keine physischen Beschwerden, wenn man davon absieht, dass mein Schlaf nicht so erholsam war, wie ich es beabsichtigt hatte. Den Grund dafür kenne ich nicht, möglicherweise wurde ich durch die Tatsache, dass die Aufnahmeprüfung an der Sternenflottenakademie ansteht, emotional kompromitiert."
    Volak zog eine Augenbraue hoch. "Emotional kompromitiert? Das erscheint mir nicht logisch, du hast dich sehr ausführlich auf diese Prüfung vorbereitet, deine bisherigen Testergebnisse waren außerordentlich zufriedenstellend. Es gibt keinen Grund sich zu diesem Zeitpunkt durch emotionale Regungen behindern zu lassen." Soleta nahm einen Schluck von ihrem Tee und sah dann wieder zu ihrem Vater auf.

    "Dessen bin ich mir bewusst. Trotzdem scheint es mir so, als hätte ich einen Teil meiner Emotionen gerade nicht unter Kontrolle. Wäre der zeitpunkt nicht so unpassend würde ich das sogar als faszinierende Beobachtung auffassen."

    Volak setzte sich jetzt etwas gerader hin und sah seine Tochter interessiert an.

    "Und kannst du erkennen, um welche Emotionen es sich konkret handelt?"

    Soleta dachte einen Moment nach, dann schüttelte sie den Kopf.

    "Ich kann es nicht richtig zuordnen, ich vermute Angst ist eine davon. Sie scheinen sehr unterschiedlich und mit abwechselnder Intensität aufzutauchen."

    Nun dachte Volak einen Moment nach. Dass Soleta ausgerechnet jetzt an einem emotionalen Ausbruch litt war sehr ungünstig und konnte negative Auswirkungen auf den Prüfungsverlauf haben. Es erschien ihm daher logisch Soleta genau das anzubieten, was er ihr schon viele Male zuvor angeboten hatte und was sich bisher als äußerst effizient erwies.

    "Wünschst du eine Geistesverschmelzung?" Soleta nickte einen Augenblick später.

    "Ja. Ich denke, das wäre jetzt eine geeignete Maßnahme."

    Volak stand auf und ging ins gemeinsame Wohnzimmer, Soleta folgte ihm wortlos und nachdem er sich gesetzt hatte nahm sie neben ihm Platz und machte ihren Geist frei. Sie schloß ihre Augen, wie sie es schon viele Male zuvor getan hatte und spürte die Hand ihres Vaters an ihrer Schläfe.

    Im nächsten Augenblick spürte sie, wie sich ihre Geister vereinten.

    Volak sah die vielen Emotionen, die in Soletas Gedanken wüteten und war erstaunt darüber, dass sie äußerlich so gefasst und diszipliniert wirkte. Er half ihr, ihre Gedanken zu ordnen, die Emotionen, die sie störten zu erkennen und wieder in ihr tiefstes Inneres zu vergraben. Soleta spürte die Klarheit und Ruhe von Volaks Gedanken, und das half ihr wiederum zu ihrem inneren Ruhepol zu finden.

    Es war so wie immer, doch für den Bruchteil einer Sekunde erkannte Soleta etwas in Volaks Geist, das dort nicht hingehörte. Es war nur ein kurzer gedanklicher Schatten, doch Soleta hatte ihn bemerkt. Und Volak wusste das. Als sie ihre geistige Verbindung beendeten sah Volak in Soletas Augen und konnte die Frage sehen, die sich ihr jetzt aufgedrängt hatte, dennoch wartete er ab, bis sie sie ihm stellte.

    "Vater, was verbirgst du vor mir?" Sie konnte sich vorstellen, dass es etwas wahr, was sowohl ihn als auch sie belasten würde, doch als er leise seufzte, für einen Moment eine emotionale Regung zuließ, da lief es Soleta eiskalt den Rücken herunter und sie wünschte sich, sie hätte diese Frage niemals gestellt.

    "Soleta, ich bin nicht dein biologischer Vater. T´Pas ist jedoch deine Mutter, und du bist ihre Tochter, das ist alles, was von Relevanz ist." Jahrelanges Training, eine hervorragende Ausbildung, all das konnte nicht verhindern, dass Soleta ihren Vater völlig verwirrt und entsetzt ansah.

    "Du bist nicht mein Vater." stellte sie fest. "Wer ist es dann?"

    Volaks Blick war ohne jegliche Rührung. "Ich kann verstehen, dass dich diese Frage bewegt, aber sie ist für deine weitere Existenz ohne jeglichen Belang. Ich..."

    "Wer ist es?!" unterbrach Soleta ihren Vater barsch und so energisch, dass er sie kurz erstaunt ansah.

    "Sein Name ist Rajari. Er war ein romulanischer Pilot, ein Schmuggler und Verbrecher, wie sich herausstellte. Er stürzte mit seinem Raumschiff ab. T´Pas ging zur Absturzstelle , um zu helfen. Er hat sich gewaltsam an ihr vergangen, dabei wurdest du gezeugt. Anschließend floh er und wurde nicht mehr gesichtet. Er..."

    Volak unterbrach sich als er die ungeheure Fassungslosigkeit in Soletas Gesicht sah. So hatte er seine Tochter noch nie gesehen.

    Soleta fühlte sich in diesem Moment, als hätte ihr jemand mit einer Lipra den Schädel eingeschlagen und die Eingeweide rausgerissen. Sie schluckte mehrmals bevor sie zu einer Antwort ansetzen konnte.

    "Das heißt, ich bin...das Ergebnis einer Vergewaltigung? Die Tochter eines Verbrechers?" Soleta wäre am liebsten aufgesprungen, doch ihre Beine versagten ihr den Dienst, also blieb sie sitzen und starrte Volak an.

    "Warum...habt ihr mich nicht abtreiben lassen?" fragte sie und musste sich für jedes einzelne Wort quälen. Sie erkannte dabei, dass Volak für einen Moment sein Gesicht verzog, so als hätte sie ihm mit ihrer Frage einen empfindlichen Schmerz zugefügt.

    "Deine Mutter hatte sich immer ein Kind gewünscht, bedauerlicherweise waren wir nicht in der Lage eins zu zeugen. Zuerst zogen wir es in Betracht, dich abtreiben zu lassen. Doch wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es weder logisch noch moralisch zu rechtfertigen wäre, dir die Existenz zu verweigern, nur weil der Akt deiner Zeugung auf verbrecherische Weise geschah. Aus dir ist eine angesehene und erfolgreiche junge Frau geworden, insofern war unsere Entscheidung also gerechtfertigt."

    Noch immer konnte Soleta nicht fassen, was sie da hörte.

    "Und warum habt ihr mir nie etwas davon erzählt?"

    Volak lehnte sich nun etwas zurück und faltete die Hände zusammen.

    "Das war eine logische Entscheidung. Da ein Kind in der Regel nicht danach fragt, ob sein Vater auch der tatsächliche Erzeuger ist, sahen wir keine Notwendigkeit darin dich mit dieser Tatsache unnötig zu belasten. Du hast bisher ein normales Leben geführt, ohne nennenswerte Einschränkungen. Das, was du bisher erreicht hast, hast du auch ohne das Wissen um deine Herkunft geschafft. Ich habe dich immer als meine Tochter akzeptiert und großgezogen. Das sind Dinge, die für dich von größerer Bedeutung sein sollten, als dieser eine Moment, den du noch nicht einmal wahrnehmen konntest. Willst du das alles in Frage stellen, nur weil du jetzt die Wahrheit kennst? Bist du der Meinung, dass deine Mutter und ich dich deswegen weniger respektieren als vorher?"

    Soleta dachte über Volaks Worte nach, dann senkte sie den Blick etwas und schüttelte den Kopf.

    "Nein, das wäre nicht logisch. Nur weil ich die Vergangenheit kenne beeinflusst sie nicht die Gegenwart oder meine Zukunft."

    In Volaks stimme war keine emotionale Regung erkennbar, dennoch konnte Soleta deutlich spüren, wie erleichtert Volak jetzt war. Als er aufstand sah sie ihn von ihrer sitzenden Position aus an und ließ nicht erkennen, wie es in ihr gerade aussah.

    "Ich muss jetzt gehen, Soleta. Wenn du es wünschst, können wir heute abend noch einmal gemeinsam mit deiner Mutter über diese Angelegenheit sprechen. Bis dahin solltest du dich auf deine Prüfung vorbereiten."

    "Ja, Vater."

    Volak nickte kurz und verließ dann das Haus, während Soleta immer noch auf der Couch saß und sich nicht von der Stelle rührte. Das war es also! Das war der Grund, warum sie ständig die Kontrolle über ihre Emotionen verlor. Es war dieser andere Teil in ihr, dieser wilde, emotionale, barbarische Teil. Es war der romulanische Teil in ihr. Und nun begriff sie auch, was das für sie bedeutete: sie war zur Hälfte Romulanerin!

    Während Volak schon längst das Haus verlassen hatte, überlegte Soleta, was sie als nächstes tun sollte. Die Vulkanierin Soleta wollte sich an ihre Prüfungsaufgaben setzen und später mit ihrer Familie über alles reden.

    Die Romulanerin Soleta wollte ihre Wut herausschreien und diesen Ort so schnell wie möglich hinter sich lassen.

    Soleta entschied sich für einen Kompromiss: sie stand auf und verließ das Haus, ohne zu schreien. Am Spaceport nahm sie den nächsten Flug nach San Francisco. Für viele Jahre sollte es das letzte mal gewesen sein, dass sie sich auf Vulkan aufhielt, für viele Jahre sollte es auch das letzte mal sein, dass sie ihre Familie sah.


    1534 Wörter


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    "Das Wohl Vieler wiegt mehr als das Wohl Weniger oder das eines Einzelnen." - Vulkanisches Sprichwort -


  • Ort des Geschehens: U.S.S. Aldrin,/Raxos Prime 2375

    Beteiligte Personen: Rajari


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    Die Aldrin war ein schon etwas betagtes Schiff, ohne nennenswerte Bewaffnung. Das war auch der Grund, warum sie und ihre Besatzung nicht direkt am Dominion-Krieg teilgenommen hatte. Trotzdem leistete sie einen unschätzbaren Dienst, denn sie war immerhin mit dem neuesten wissenschaftlichen Equipement ausgestattet. Sie war unter anderem daran beteiligt, die Wirkung des Ketracel-White zu analysieren und eine junge Vulkanierin entdeckte, dass es eine nicht replizierbare Komponente in dieser Droge gab: Yridium-Bicantizin. Jetzt war der Krieg zu Ende und die Aldrin erhielt auf ihre alten Tage noch einige letzte Forschungsaufträge. Diese waren nicht besonders spektakulär, aber sie eröffneten eben jener jungen Vulkanierin die Möglichkeit, ihre eigenen Forschungen voranzutreiben.

    "Wir treten jetzt in die Umlaufbahn des Planeten ein." Die Meldung von der CONN quittierte Captain Mancuso mit einem leichten Nicken. Er wollte sich hier nicht länger aufhalten als nötig, denn Raxos Prime war eine der wohl langweiligsten Welten in diesem System. "Ms. Soleta, was haben wir für Daten über diesen Planeten? Die Kurzfassung bitte." Mancuso wandte sich zur Wissenschaftsstation, an der Soleta ihren Dienst verrichtete.

    "Minshara-Klasse, Durchmesser 12.103,4 km, vier Kontinente, acht Ozeane. Der Planet ist zu 78 % mit Wasser bedeckt. Das Klima ist gemäßigt, die Polkappen sind eisfrei. Die Atmosphäre besteht zu 71 % aus Stickstoff, 20% Sauerstoff und zu 2 % aus Edelgasen. Vegetation und Fauna, sind üppig, allerdings gibt es keine Zivilisationen oder humanoide Lebensformen auf der Oberfläche. Bodenschätze sind nicht vorhanden. Die..."

    "Danke, das genügt mir schon." unterbrach der Captain die Vulkanierin.

    "Commander Welsh, stellen Sie ein Außenteam zusammen und führen Sie die üblichen Untersuchungen durch. Aber fassen Sie sich bitte kurz, ja? Ich bezweifel, dass wir hier irgendetwas interessantes finden werden." Mit einer Handbewegung gab er seinem Ersten Offizier zu verstehen, dass das alles war. Harry Welsh sah alles andere als begeistert aus, als er sein Team zusammenstellte.

    "Horaath, Romanov, Krickler, Soleta, in fünf Minuten im Transporterraum."

    Soleta übergab ihre Station und besorgte sich in der wissenschaftlichen Abteilung ihre Ausrüstung, im Transporterraum erhielt sie von einem Sicherheitsoffizier noch einen Handphaser, sie bezweifelte aber, dass sie ihn brauchen würde. Sie trat auf die Transporteplattform und fand sich wenige Augenblicke später auf der Planetenoberfläche wieder. "Na schön, schwärmen Sie aus und sammeln Sie soviele Daten wie möglich. Treffpunkt ist in zwei Stunden wieder hier." befahl Welsh und machte sich auf den Weg.

    Auch Soleta entfernte sich vom Landeplatz und beschloss einen etwas weiter gelegenen Wald zu untersuchen. Nach einigen Minuten erreichte sie den Saum des Waldes und wie zu erwarten war befand sich hier nichts interessantes. Sie ging in den Wald hinein und stieß nach etwa hundert Metern auf eine Lichtung. Das war an sich nichts besonderes, doch eine Ansammlung von Pflanzen erregte Soletas Aufmerksamkeit. Sie überquerte die Lichtung und betrachtete die Pflanzen etwas genauer. Sie erkannte sofort, um was für Pflanzen es sich hier handelte und der Tricorder bestätigte ihre Vermutung: es waren Tri-nukleide Pilze, genau jene, aus denen Yridium-Bicantizin gewonnen wurde. Doch wie kamen diese Pilze hierher? Soleta trat einen Schritt zurück und bemerkte, dass die Pilze hier angepflanzt wurden, denn ihre Anordnung war einfach zu symetrisch. Soleta bewegte ihre Hand an ihren Kommunikator, als sie eine plötzliche Bewegung im Augenwinkel wahrnahm. Soleta hatte ein feines Gehör, umso überraschter war sie, als sie erkannte, dass es sich um eine Faust handelte, die sich auf ihre Schläfe zubewegte. Es war bereits zu spät um auszuweichen, die Faust traf sie mit voller Wucht und bevor Soleta der Länge nach auf dem Boden aufschlug verlor sie das Bewusstsein.

    Das erste, was Soleta bemerkte, als sie wieder wach wurde, war ein pochender Schmerz in ihrer linken Gesichtshälfte und das Gefühl kalten Metalls, auf dem sie offenbar lag. Langsam öffnete sie ihre Augen und tastete nach ihrem Kommunikator. Er war weg, genauso wie ihr Phaser und der Tricorder. Jetzt erkannte sie auch, dass sie sich im inneren eines Raumschiffs befinden musste, doch sie wusste weder, wie sie hierhingekommen war noch um was für ein Raumschiff es sich handelte. Zumindest waren ihre Hände nicht gefesselt.

    "Ahhh, Sie werden wach, ich habe schon befürchtet, ich hätte es etwas übertrieben, aber Sie scheinen ja eine gute Konstitution zu haben." Soleta hörte die Stimme eines Mannes etwa zwei Meter hinter sich und der Mann kam jetzt auf sie zu.

    "Es überrascht mich, dass die Föderation jetzt schon nach mir sucht. Ich dachte eigentlich unser letzter Deal hätte mir etwas Luft verschafft."

    "Ich habe nicht nach Ihnen gesucht, ich weiß nicht einmal, wer Sie sind. Um was für einen Deal handelt es sich?" Soleta hatte keine Angst vor dem Fremden, wenn er sie hätte töten wollen, wäre sie schon nicht mehr am Leben. Und die Tatsache, dass er sie nicht gefesselt hatte, ließ eigentlich nur zwei Schlüsse zu: er war entweder unglaublich dumm oder weitaus gefährlicher als es den Anschein hatte. Da es für ihn offenbar kein Problem gewesen war Soleta zu überrumpeln schloss sie die erste Möglichkeit aus.

    "Das war aber ein wenig plump, meine Liebe." Jetzt trat der Mann in ihr Sichtfeld. Er war eindeutig Romulaner, seiner Kleidung und seinem Bart nach zu urteilen gehörte er allerdings nicht zum Militär. Er reichte Soleta eine Hand und half ihr auf.

    "Wie heißen Sie?" fragte er sie unverholen.

    "Soleta."

    "Ahh Soleta. Ein hübscher Name für eine hübsche Frau." Soleta gefiel nicht wie er diese Worte aussprach. Und es gefiel ihr nicht, wie er sie dabei ansah.

    "Was tun Sie hier Soleta?"

    "Ich bin Wissenschaftsoffizier auf der U.S.S. Aldrin. Ich führe routinemäßige Untersuchungen durch." antwortete sie wahrheitsgemäß. "Und wer sind Sie?" Der Mann antwortete nicht auf ihre Frage, sondern ging zu einem kleinen Tisch, auf dem Soletas Ausrüstung lag. Er nahm den Tricorder in die Hand und betrachtete ihn, während er mit Soleta sprach.

    "Ich weiß, was Sie da draußen gefunden haben. Und deswegen kann ich Sie auch leider nicht gehen lassen." Soleta dachte kurz über diese Worte nach, zweifellos würde die Aldrin nach ihr suchen, doch da sie keine humanoiden Lebensforemen, geschweige denn Raumschiffe auf dem Planeten gefunden hatten kam Soleta zum einzigen logischen Schluss.

    "Eine Tarnvorrichtung." Der Mann klatschte anerkennend in die Hände.

    "Sie sind äußerst scharfsinnig, Soleta."

    "Sie kollaborieren mit dem Dominion?"

    "Nein, ich betreibe Handel mit dem Dominion, genau wie mit jeder anderen Partei."

    Der Mann machte eine weit ausholende Geste.

    "Die Föderation und das Romulanische Sternenimperium wollen Informationen, die Klingonen wollen Waffen und das Dominion will das hier." Dabei zeigte er auf eine Reihe von Ampullen, die eine milchig-weiße Flüssigkeit enthielten.

    Soleta erkannte sofort, was es war.

    "Der Krieg ist vorbei, warum sollte das Dominion noch länger Ihre Dienste benötigen?" wollte Soleta wissen.

    "Ganz einfach: weil die Jem´Hadar dieses Zeug immer noch brauchen. Und weil ich es Ihnen liefern kann. Ein einfaches, aber lukratives Geschäft."

    "Sie haben mir immer noch nicht gesagt, wer Sie sind." entgegnete Soleta. So langsam hatte sie die Gesellschaft dieses Mannes satt.

    "Oh, natürlich, wie unhöflich von mir. Ich bin Rajari."

    ###Rajari!### Soleta erstarrte innerlich, als sie diesen Namen hörte. Doch äußerlich zeigte sie nicht die geringste Gefühlsregung, eine Leistung, für die sie zweifellos einen Oscar verdient hätte. ###Die Wahrscheinlichkeit, dass er es tatsächlich ist, ist vernachlässigend gering. Vermutlich ist Rajari auf Romulus ein Allerweltsname### dachte sie sich. Doch die Zweifel in ihr nagten so heftig, dass sie nicht drum herum kam ihn auszufragen.

    "Waren Sie schon einmal auf Cor Caroli IX?" ###Lächerlich, natürlich war er nicht dort.###

    "Cor Caroli IX? Hmm, ist schon eine Weile her."

    ###Nein!### "Kennen Sie eine Frau namens T´Pas?"

    "T´Pas? Nein, nie gehört." Rajari verdrehte die Augen und versuchte anscheinend sich zu erinnern.

    "Ich traf dort eine Einheimische, keine Ahnung wie sie hieß." Er sah Soleta jetzt genauer an und sie hatte das Gefühl von seinem Blick durchbohrt zu werden.

    "Warum interessiert Sie das?" Rajari machte einen Schritt auf Soleta zu, sie wich unwillkürlich zurück. Rajari bemerkte das und kam noch näher, dabei sah er Soleta tief in die Augen und anhand seiner Reaktion konnte sie erkennen, dass ihre eiserne Fassade anfing zu bröckeln. Jetzt fühlte sie sich keineswegs mehr so resolut wie am Anfang dieses Gespräches. Wieder wich sie zurück, doch diesmal blieb Rajari stehen, und ein breites Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab.

    "Ich verstehe, T´Pas ist Ihre Mutter. Wie alt sind Sie?"

    Bevor Soleta überhaupt klar wurde, was sie da tat, antwortete sie ihm.

    "30."

    Rajari sah sie verblüfft an, dann fing er lauthals an zu lachen. Es war ein tiefes, beunruhigendes Lachen.

    "Ja ist das denn die Möglichkeit? Da reist man durch die halbe Galaxie auf der Such nach einem guten Versteck und wer stolpert da einem über den Weg? Das eigene Töchterchen!"

    "Sie haben meine Mutter vergewaltigt!" spuckte sie ihm fast entgegen, ihr geistiger Widerstand brach mehr und mehr zusammen.

    "Und dafür sollten Sie mir dankbar sein."

    "WIE BITTE?"

    "Was ist los Soleta, wo bleibt Ihre Logik? Ohne mich wären Sie heute nicht hier." Die Nüchternheit, mit dem er diese logische Tatsache aussprach empfand Soleta als dermaßen demütigend, dass sie um ein Haar das Gleichgewicht verloren hätte.

    "Warum?" fragte sie, wobei ihre Stimme eher wie ein heiseres Krächzen klang. Rajari zuckte nur gleichgültig mit den Schultern.

    "Sie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort."

    "WARUM?"

    Wut stieg in Soleta hoch. Sie ließ nicht nur ihre Stimme lauter und bedrohlicher klingen, sie sorgte auch dafür, dass Soleta anfing zu zittern.

    "Warum? Na schön, ich kann es Ihnen natürlich auch drastischer und ausführlicher erklären: sie war eine äußerst attraktive Frau und ich hatte davor schon lange keine Frau mehr gehabt. Die Gelegenheit war günstig, das war alles."

    Soleta konnte nicht fassen, mit welcher Gleichgültigkeit Rajari über seine widerliche Tat sprach. So als wäre es etwas völlig alltägliches gewesen, vielleicht war es das für diesen Mann auch.

    "Das war alles? Sie haben sie schwer verletzt, fast wäre sie gestorben!"

    Soleta konnte sich nur noch mit Mühe beherrschen, was zur Folge hatte, dass sie völlig bewegungsunfähig vor dem Peiniger ihrer Mutter stand.

    "Und wenn schon, ich habe sie danach nie mehr gesehen. Also warum sollte ich mich weiter um sie scheren?" In Rajaris Blick und in seiner Stimme lag nun etwas unverholen bedrohliches. Soleta war unfähig ihm zu antworten.

    "Und wenn ich es so recht überlege, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Frau hatte. Vor allem so eine hübsche."

    Entsetzt riss Soleta die Augen auf.

    "Ich bin deine Tochter..." stammelte sie, doch es war aussichtslos. Rajari ließ sich durch diese Aussage nicht von seinem Vorhaben abbringen. Er sah Soleta nur an und lachte boshaft, so dass ihr fast das Blut in den Adern gefror.

    "Ach ja richtig, das hätte ich fast völlig vergessen." Langsam ging er auf Soleta zu.

    "Was mich zu einer Frage bringt..." Soleta war erstaunt, wie schnell sich Rajari bewegte. Plötzlich war er bei ihr, warf sich mit ihr zu Boden und fixierte Soletas Hände neben ihrem Kopf.

    "Wirst du das ganze genau so stoisch ertragen wie deine Mutter oder beabsichtigst du etwas temperamentvoller zu sein?"

    Sie hatte verloren und Rajaris lüsterner Blick ließ keinen Zweifel daran, was ihr nun bevorstand, es sei denn...Doch plötzlich hatte Rajari ihr eine Klinge an den Hals gelegt, so dass er ihre Hände jetzt über ihrem Kopf mit einer Hand fixierte. Sein Griff war brutal und verursachte große Schmerzen, doch Rajari kannte Soletas Kraft nicht. Diesen Vorteil machte sie sich zu nutze. Statt zu antworten entwand sie ihre rechte Hand seinem brutalen Griff und stieß sie ihm ins Gesicht. Das allein hätte nichts bewirkt, doch nun begann Soleta damit, Rajaris Geist mit ihrer ganzen Wut, ihrem ganzen Hass und ihrer ganzen Verachtung zu überfluten. Rajari schrie auf und versuchte die geistige Verbindung zu trennen, indem er seinen Kopf zurückriss. Dabei ließ er sein Messer fallen. Für einen Augenblick war er nur mit sich selbst beschäftigt. Dieser Augenblick genügte Soleta. Sie riss ihre Hand von Rajaris Gesicht, hob das Messer auf und rammte es Rajari mit aller Kraft in den Hals. Mit einem letzten Röcheln sah er Soleta an...und grinste!

    "Ganz...meine...Tochter..." gurgelte er noch hervor, dann wich das Leben aus ihm und er brach tot zusammen.

    Soleta wusste nicht, wie lange sie regungslos da lag, doch irgendwann übernahm sie wieder die Kontrolle über ihre Gliedmaßen und rappelte sich langsam wieder auf. Entsetzt starrte sie auf Rajari, sie hätte Erleichterung empfinden sollen, Genugtuung, Verachtung, Reue, irgendwas. Doch sie empfand nichts. Ihre einzige Sorge galt zunächst ihrer Uniform, erstaunlicherweise war sie nicht mit Blut verschmiert. Dann ließ der Stress nach, das Adrenalin in ihrem Blut wurde abgebaut. Das, der Geruch nach Schweiß, Blut und Unrat und der Schockzustand, in dem sie sich gegenwärtig noch befand, bewirkten, dass sie nicht mehr Herr über ihren Verdauungsapparat war und folglich ihren Mageninhalt auf dem Fußboden entleerte. Doch jetzt konnte Soleta endlich wieder einen klaren Gedanken fassen. Sie torkelte zu dem kleinen Tisch, nahm ihre Ausrüstung wieder an sich und überlegte, was sie jetzt tun sollte. Wollte sie vorschriftsmäßig Handeln hätte sie diesen Vorfall an Commander Welsh melden müssen. Man würde eine Untersuchung enleiten, einen Abgleich in der genetischen Datenbank veranlassen und dabei eine frappierende Übereinstimmung mit einem gewissen vulkanischen Wissenschaftsoffizier machen.

    Andererseits...

    Soleta sah sich um, es gab keinen Hinweis auf weitere Besatzungsmitglieder. Dem Bordcomputer konnte sie außerdem entnehmen, dass die Zwei-Stunden-Frist noch nicht abgelaufen war. Sie fasste einen Entschluss und begab sich in den Maschinenraum des Schiffes. Als sie wieder kam stellte sie sicher, dass die Tarnvorrichtung immer noch aktiv war. Dann verließ sie das Schiff und begab sich zum Sammelpunkt.

    Commander Welsh blickte kurz auf, als Soleta erschien. Sie sah etwas zerrupft aus, er gab sich aber mit ihrer Erklärung zufrieden, dass sie gestürzt sei.

    "Und? Haben Sie wenigstens etwas interessantes gefunden?" Soleta schüttelte den Kopf.

    "Nein. Es ist so, wie der Captain es bereits vermutet hatte. Hier gibt es nichts, was von relevantem Interesse für uns wäre." Zum Glück fiel es Soleta nicht allzu schwer, nicht ganz bei der Wahrheit zu bleiben.

    Kurz darauf war das Außenteam wieder an Bord und Soleta fertigte ihren Bericht.

    Drei Stunden später aktivierte sich der Selbstzerstörungsmechanismus von Rajaris Schiff und pulverisierte alles im Umkreis von 20 Metern. Es war ein leichtes für Soleta gewesen, die primitiven Sicherheitsprotokolle zu überschreiben und die Selbstzerstörung mit einer zeitverzögerten Zündung zu versehen.

    Niemand bekam etwas von dieser Explosion mit. Und als Soleta ihre Schicht beendete begab sie sich auf ihr Quartier, wo sie ihren Emotionen freien Lauf ließ und hemmungslos weinte.


    2394 Wörter

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    "Das Wohl Vieler wiegt mehr als das Wohl Weniger oder das eines Einzelnen." - Vulkanisches Sprichwort -


  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, Erde, 08.11. 2377

    Beteiligte Personen: Junia Rix (indirekt), Valeris (indirekt)


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    Es war nicht viel los auf dem Promenadendeck, was Soleta keineswegs störte. Immerhin hatte sie so genug Zeit ihre Versetzungsverfügung noch einmal gründlich durchzulesen und die Personalabteilung mit einer Nachricht auf einige inhaltliche (und nach vulkanischen Maßstäben nicht hinnehmbare) Fehler hinzuweisen. Der zuständige Sachbearbeiter versicherte ihr umgehend eine korrekte Fassung der Verfügung zukommen zu lassen. Soleta deaktivierte das PADD und legte es zur Seite, sie holte ein weiteres aus ihrer kleinen Tragetasche und aktivierte es. Darauf waren die neuesten Berichte der vulkanischen Wissenschaftsakademie, einige davon hatte ihr Vater verfasst. ###Ziehvater### korrigierte sich Soleta selbst und überflog die Berichte. Wie immer hatte Volak seine Thesen gewissenhaft aufgearbeitet und seine Argumentationen waren durchaus schlüssig und tiefgründig. Das einzige was ihr auffiel war, das von T'Pas diesmal kein Bericht zu lesen war. Hatte sie nicht erst kürzlich einige interessante Entdeckungen im Bereich der Retrovirologie gemacht? Soletas Gedanken wurden jäh unterbrochen, als ihr feines vulkanisches Gehör die herannahenden Schritte des Kellners vernahm, der ihr eine Tasse vulkanischen Gewürztee auf den Tisch stellte und, nachdem Soleta ihm dankend kurz zugenickt hatte, wieder von dannen zog.

    Soleta nippte an ihrem Tee und warf einen kurzen Blick auf das Schiff, was durch das Panoramafenster zu sehen war. Die U.S.S. Shenzhou war kein ungewöhnliches Schiff, es war nicht das erste der Sovereign-Klasse und würde gewiss auch nicht das letzte sein. Und sie war natürlich bei weitem nicht so bekannt wie die Enterprise. Sie war nur neu, das war auch schon alles. Soleta empfand keinerlei Stolz (was für sie als Vulkanierin auch ziemlich untypisch gewesen wäre) bei dem Gedanken, ab morgen ihren Dienst auf diesem Schiff zu verrichten. Zugegeben, die Labors auf der Shenzhou waren natürlich größer und moderner als auf der Aldrin, dafür war die Crew bunt zusammengewürfelt und wie Soleta dem Crew-Manifest entnehmen konnte waren auch einige unerfahrene Führungsoffiziere dabei. Auch Commander Rix, der kommandierende Offizier, war neu und hatte in dieser Funktion noch keine Erfahrung, es war ihr erstes eigenes Kommando.

    Nachdem die Aldrin außer Dienst gestellt wurde hatte Soleta sogar über eine Verwendung als Dozentin an der Sternenflottenakademie gedacht, Captain Mancuso befand jedoch, dass die Vulkanierin zuviel Potential besaß, als das man sie an irgend einen Lehrstuhl hätte binden sollen. Er war es, der dem Flottenkommando Soletas Versetzung vorgeschlagen hatte, was sich als weitaus einfacher herausgestellt hatte als Soleta davon zu überzeugen diesen Posten auch anzunehmen. Mit Engelszungen hatte er die stoische Vulkanierin zu überreden versucht und sah sich sogar genötigt seinen letzten Trumpf auszuspielen: Spock.

    Soleta besaß nie die Vermessenheit zu behaupten, Spock persönlich gut zu kennen. Er war ihr geistiger Mentor, wenn man das überhaupt so sagen konnte. Soleta traf den Botschafter zwar des öfteren und pflegte einen gewissen Kontakt, doch das war nichts, was man als ungewöhnlich oder gar intensiv betrachten konnte. Doch er sah etwas in der jungen Frau, auch wenn er sich nie konkret dazu äußerte, was er genau in ihr sah. Er war neben ihren Eltern der einzige, der über ihre Herkunft Bescheid wusste. Er und Valeris. Sie war auch der Grund, warum sich Soleta letztendlich doch für die Shenzhou entschieden hatte. Die beiden Frauen respektierten sich nicht nur gegenseitig, sie pflegten auch ein freundschaftliches Verhältnis. Das an sich war für Vulkanier schon eher ungewöhnlich, doch sowohl Soleta als auch Valeris hatten eine Gemeinsamkeit: sie waren keine reinrassigen Vulkanier. Vielleicht war das auch der Grund für ihre Freundschaft.

    Soleta beobachtete noch einen Moment das Treiben auf dem Promenadendeck, ehe sie sich wieder ihren Berichten widmete.


    591 Wörter

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    "Das Wohl Vieler wiegt mehr als das Wohl Weniger oder das eines Einzelnen." - Vulkanisches Sprichwort -


  • Ort des Geschehens: Starbase 1, 07.11.2377

    Beteiligte Personen: V'Lor


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    Valeris befand sich in dem Quartier welches sie bezogen hatte bis sie morgen auf der Shenzhou auspacken durfte und sah aus dem kleinen Fenster von welchem sie einen Teil des neuen Schiffes sehen konnte. Sie hielt in ihrer Hand einen replizierte Tasse Kaffee. Er schmeckte abscheulich, vermisste sie doch die French Press, welche ihr ihre menschliche Tante geschenkt hatte als sie an der Sternenflottenakademie den Kommandokurs belegt hatte. Sie hatte bei ihr in Paris gewohnt und die Liebe zu Kaffee entdeckt der ihr jeden Morgen den Weg zur Akademie versüßt hatte. Seitdem bekam sie immer wieder kleine Päckchen mit Kaffeesorten aus allen möglichen Regionen in denen sich ihre Tante aufhielt. Die beste Auswahl befand sich mit ihrer fast schon antiken French Press in einem Koffer welcher gerade wohl an Bord des Schiffes gebracht wurde. Sie war nervös und aufgeregt, etwas was ihrer vulkanischen Seite nicht behagte. Sie war seit ihrer Kindheit im Zwiespalt mit sich selbst und fühlte sich damit nicht wohl. Nervös ging sie auf und ab als der Türsummer ihr meldete, dass jemand um einlass bat. „Herein.“, sprach sie und stand auf. Die ältere Dame in einer roten vulkanischer Robe welche nun eintrat hatte sie schon lange nicht mehr gesehen. „Shacha.“, sprach sie knapp und erhob ihre Hand zum Gruß. V'Lor tat es ihr gleich. Wie lange schon hatte Valeris sie nicht mehr gesehen? Fast 25 Jahre war es her, dass sie auf Vulkan gewesen war. Sie war psychisch am Ende gewesen und bis heute hatte sie sich nicht so gut erholt wie sie es allen weiß machte. „Mutter, wie geht es dir?“, fragte Valeris. V'Lor sah ihre Tochter an. „Wichtiger ist wie es dir geht Valeris. Du bist einige Zeit nicht daheim gewesen seit unserem Streit. Du wirktest... unausgeglichen.“ Valeris hielt inne. „Mutter... Es geht mir besser.“, antwortete sie. Aber sie sah ihrer Mutter an, dass sie ihr nicht glaubte. Sie senkte den Kopf. “Ich fühle Angst... Nicht gut genug zu sein und zu versagen... und mein tiefer Hass gegen Cardassianer.“ Als V'Lor ihre Tochter in den Arm nahm hielt sie still. Sie war dies von ihrer Mutter nicht gewohnt. Sie tat dies äußerst selten und wenn, dann auch nur ihr zuliebe. Es wirkte meist besser als jede Gedankenverschmelzung. “Danke... Mum.“ Valeris fühlte die Ruhe und Kraft ihrer Mutter. Etwas, was sie immer angestrebt hatte. “Du wirst dies gut machen.“, sprach V'Lor mit ihrer ruhigen, sanften Stimme. Für Valeris bestätigung genug, war ihre Mutter doch gegen ihren Eintritt in die Sternenflotte gewesen.



    431 Wörter

  • Ort des Geschehens: Starbase 1, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Soleta


    -------------------------------------------------------------



    Langsamen Schrittes ging Valeris zum Promenadendeck. Sie hatte nicht viel zu tun und hoffte vielleicht ein paar der Offiziere kennen zu lernen. Als sie aber ein bekanntes Gesicht sah, atmete sie tief aus. Sie war ihr vor einem Jahren begegnet und seitdem hatten sie sich öfter gesehen. Sie hatten beide Dinge erlebt die sie lange verschwiegen hatten. An Bord der Shenzhou wusste sonst nur der leitende medizinische Offizier von ihrer Sehschwäche. Der Vorfall war in ihrer Akte klassifiziert worden. Valeris wusste, dass der Tag kommen würde an dem sie Captain Rix beichten musste. Spätestens wenn es zu einem Gefecht mit Phasern kommen würde.

    Langsamen Schrittes näherte sie sich der Wissenschaftsoffizierin. „Shacha Soleta. Oder soll ich Lieutenant-Commander sagen? Schön dich wieder zu sehen. Wie geht es deinem... Wie geht es Volak und deiner Mutter?“, fragte sie aus purer Höflichkeit, bemerkte dann die Berichte die sie durch ging. „Oh ich störe. Verzeih. Wir können uns auch später sehen und sprechen. Ich kam nur zufällig vorbei und wollte mir die Shanzhou ansehen.“



    178 Wörter

  • Ort des Geschehens: Starbase 1 Erde

    Beteiligte Personen:


    -------------------------------------------------------------


    *Cameron hatte jetzt zum ersten mal seine eigene Abteilung unter sich und musste sich darauf vorbereiten. Er befand sich im Shuttle, welches auf den Weg zur Raumstation war. Er befand sich im hinteren Bereich und schaute sich die technischen Daten seines Schiffes an um dass er sich kümmern würde. Er freute sich jetzt schon auf seine Arbeit auf dem neuen Schiff und auf der anderen Seite vermisste er aber auch sein altes Schiff. Naja im Grunde war er da nur der stellvertretender Ingenieur und nicht der Chief.

    ###Ich vermisse das alte Schiff irgendwie jetzt schon,### ging es durch seinen Kopf als er sich weiter die technischen Daten auf den Padd. Sie waren nicht mehr weit entfernt von der Raumstation. Man konnte sie vorne schon im Fenster sehen. Sein Blick schweifte aber danach erst Mal wieder zu den technischen Daten als er dann die Stimme aus der Comm vernahm.

    =A= Shuttle Fury sie haben Landeerlaubnis =A= vernahm er aus den Lautsprechern. Gleich würde es also soweit sein. Er freute sich jetzt schon auf das Schiff als die beiden riesigen Tore aufgingen. Er kam nach vorne und wollte sich das Schiff ansehen was er bald reparieren musste und an dem er herumexperiementieren konnte. Sie flogen langsam an dem Schiff vorbei und so konnte er den ersten Eindruck vom Schiff bekommen. „Oh was für ein wundervolles Schiff,“ sagte er und dann ging das Schiff auch schon in Richtung des Andockbereichs.

    Nach wenigen Minuten war das Shuttle an der Starbase angedockt. Er ging wieder nach hinten und schnappte sich seine Sachen. Danach verabschiedete er sich auch noch beim Piloten und machte sich auf den Weg die Station zu erkunden. Er war schon eine geraume Zeit nicht mehr an diesem Ort gewesen und wollte einfach mal sehen was hier alles neues entstanden war. Vielleicht befand sich dort auch immer noch die Bar, welcher er so gerne gemocht hatte. Er betrat die Promenade und schaute sich erst Mal um.*


    ( 323 Wörter )

  • Ort des Geschehens:Starbase 1, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Ensign Winter, Ensign Parva


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    Ensign Selke bewunderte noch immer die durchaus ästhetische Form des Schiffes, das schon bald ihr Zuhause sein würde, und das für hoffentlich lange Zeit. Sie konnte es kaum noch erwarten, und zum Glück würde das Boarding auch bald losgehen. Sie schätzte, dass sie noch etwa eine halbe Stunde Geduld brauchen würde. Geduld. Die brauchte sie bei Parva in der Tat, denn die Andorianerin war inzwischen derart aufgedreht, dass sie fast ohne Punkt und Komma redete. Damit allerdings raubte sie Selke zunehmend den Nerv, sodass die Romulanerin beschloss, ihre Freundin für eine Weile loszuwerden. Manmal mochte sie diese lieber aus der Distanz. "Warum gönnst du dir nicht noch einen Raktajino, bevor wir an Bord gehen?" erkundigte sich Selke freundlich. "Im Bella Romana dort drüben gibt es einen ziemlich guten. Da habe ich mir gestern auch schon einen gegönnt."


    "Tatsächlich?" Parva überlegte kurz. "Vielleicht haben die auch eine Kleinigkeit zu essen. Ich verhungere gleich! Kommst du mit?"


    "Nein, lass nur, ich genieße noch ein wenig die Aussicht", sagte Selke lächelnd. ###Und die Ruhe###, fügte sie in Gedanken hinzu, während ihre Freundin bereits eiligen Schrittes davon rauschte und dabei beinahe noch einen jungen Mann umrannte, einen Ensign, der in ihre Richtung kam und aussah, als würde er sich auch für die Shenzhou interessieren. ###Vielleicht handelt es sich ja um einen künftigen Kollegen?### überlegte Selke und beschloss, dass nur sprechenden Leuten geholfen werden konnte. Entschlossen ging sie auf den jungen Mann zu und fragte: "Entschuldigen Sie, Sie möchten nicht zufällig auf dieses schmucke Schiff dort? Und Sie wissen nicht zufällig, wann genau das Boarding beginnt, oder?" Sie schenkte ihm ein leichtes Lächeln, wissend, dass sie sonst als Romulanerin womöglich zu einschüchternd auf ihn wirken mochte. Das zumindest war oft genug ihre Erfahrung gewesen. Leider. Fragend sah sie ihn an.



    [Wörter: 295]

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    "Es gibt Dinge, die kann man nicht aufhalten: Das Schicksal, den Lauf der Zeit, große Träume, einen starken Willen." - Gol D. Roger

  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, 08. November 2377

    Beteiligte Personen: Ensign Selke, Ensign Parva


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    Gerade noch rechtzeitig konnte John der jungen Andorianerin ausweichen und wirbelte herum. "Hoppla! Immer langsam mit den Jungen Pferden", rief er ihr lachend hinterher. "Was für ein Wirbelwind", dachte er sich. Ihre Bekannte, eine Romulanierin, hatte Winter mittlerweile ebenfalls bemerkt, schritt auf ihn zu und sprach ihn an. "Doch, das möchte ich", antwortete er auf ihre Frage und erwiderte ihr Lächeln. "Ich bin als Navigator auf der Shenzhou eingeteilt. Und Sie? Fliegen Sie auch mit? Wann das Boarding beginnt, weiß ich leider nicht. Ich weiß nur so viel, dass ich es kaum erwarten kann." Seine Augen wanderten einen kurzen Moment lang über das Schiff, bevor er sie wieder auf die Romulanerin richtete. "Oh sorry, ich bin übrigens John. Also, Ensign John Winter. Freut mich, Sie kennenzulernen, Miss...!?" Freundschaftlich streckte er ihr die Hand aus.


    [134 Wörter]

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    What we do in life echoes in eternity - Maximus Decimus Meridius

  • Ort des Geschehens: Starbase 1, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Ensign Winter


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    Als der junge Mann, der sich mit Ensign John Winter vorgestellt hatte, ihr die Hand hin hielt, antwortete sie mit "Selke." Sie ergriff die dargebotene Hand, denn sie wusste ja inzwischen, dass dies unter Menschen eine übliche und freundlich gemeinte Geste war, deren ursprüngliche Bedeutung die war zu zeigen, dass man unbewaffnet war. "Ensign Selke. Ich werde als Sicherheitsoffizier auf der Shenzhou dienen." Auch sie ließ noch einmal ihren Blick über das Schiff gleiten, bevor sie ihr Gegenüber wieder ansah. "Und Sie sind nicht allein, Mister Winter, auch ich kann es kaum noch abwarten. Auf ein Schiff zu kommen, dass gerade neu in Dienst gestellt wird und dabei sein zu dürfen, wenn es groß wird, das ist schon etwas Besonderes." Ihre Augen glänzten vor Begeisterung bei diesem Gedanken. Dann seufzte sie. "Aber Sie sind ein Glückspilz, Mister Winter", meinte sie dann. "Sie werden die Brücke wesentlich häufiger sehen als ich. Und Sie dürfen das Schiffchen sogar fliegen." Sie schmunzelte bei diesen Worten.



    [Wörter: 162]

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    "Es gibt Dinge, die kann man nicht aufhalten: Das Schicksal, den Lauf der Zeit, große Träume, einen starken Willen." - Gol D. Roger

  • Ort des Geschehens:Sternenbasis 1, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Valeris


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    Soleta musste nicht erst aufblicken, um zu erkennen, wer sich ihr näherte. Sie erkannte Valeris Schritte an ihrem Auftreten. Dennoch hob sie den Kopf, sie empfand es als unangemessen einen ranghöheren Offizier nicht anzusehen, wenn dieser sie begrüßte. Und bei einer Freundin war es erst recht nicht angemessen.

    „Shacha, Valeris.“ Grüßte Soleta zurück und hob die Hand zum vulkanischen Gruß.

    „Ich bin heute vom Dienst freigestellt, meine Versetzung ist erst ab morgen gültig. Mich mit meinem Namen anzusprechen ist in diesem Fall also durchaus angemessen.“

    In Soletas Gesicht zeigte sich nicht die geringste Gefühlsregung, dennoch kannte Valeris die Halb-Vulkanierin gut genug, um zu erkennen, dass diese Aussage nicht hundertprozentig ernst gemeint war. Mit einer kurzen Geste bat Soleta Valeris sich zu setzen.

    „Du störst nicht, Commander.“ Antwortete Soleta, wobei sie Valeris Rang bewusst etwas mehr betonte. Sie legte das PADD beiseite und für einen Moment huschte ein flüchtiges Lächeln über ihr Gesicht, zu schnell, um von einem Nicht-Vulkanier bemerkt zu werden.

    „Ich lese diese Berichte nur, um die Zeit sinnvoll zu nutzen.“

    Normalerweise schenkte sie den üblichen Höflichkeitsfloskeln nicht mehr Beachtung als zwingend erforderlich war, doch das Thema Familie war bei ihr nach wie vor ein wunder Punkt.

    „Ich nehme an, dass es ihnen gut geht.“ Antwortete Soleta knapp und ließ damit durchblicken, dass sie weiterhin keinen Kontakt zu ihren Eltern hatte.

    „Zumindest lassen Volaks neueste Ausarbeitungen darauf schließen. Nur Mutter hat dieses Mal keinen eigenen Beitrag verfasst, ich vermute, dass ihre Forschung sie dafür zu sehr beansprucht.“

    Den wahren Grund kannte Soleta nicht...andererseits hätte sie zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Shuttle nach Vulkan gesessen.

    Als Valeris die Shenzhou erwähnte sah Soleta reflexartig zu dem Schiff und deutete ein Schulterzucken an.

    „Laut Mitteilung des Sternenflottenkommandos wurden die Waffen- und Antriebssysteme noch einmal verbessert und für die restlichen Schiffe dieser Klasse adaptiert. Ich bezweifle allerdings, dass wir auf die volle Leistungsfähigkeit dieser Systeme zurückgreifen werden müssen. Für Captain Rix ist es das erste Kommando und für dich die erste Verwendung als Erster Offizier. Auch der Rest der Führungscrew weist kaum Erfahrung auf. Das Flottenkommando wird uns daher wohl kaum eine Aufgabe mit größerer Tragweite anvertrauen.“

    Das war natürlich nicht das, was ein frischgebackener Erster Offizier hören wollte, aber es entsprach wohl am ehesten der Wahrheit.

    „Wie dem auch sei, die Sovereign-Klasse gehört nach wie vor zu den leistungsstärksten und flexibelsten Schiffstypen. Es dürfte für uns alle eine faszinierende Erfahrung werden.“ Schob Soleta hinterher. Da sie anscheinend die einzige war, die auf einen ihr schon lange vertrauten Posten versetzt wurde, hielt sich ihre Begeisterung entsprechend in überschaubaren Grenzen.

    „Ich nehme an du wirst gleich noch auf die Shenzhou gehen?“ fragte Soleta nach. Für gewöhnlich ließen es sich ein Captain und dessen Erster Offizier nicht das Privileg nehmen, als erstes ein neues Schiff zu betreten. Inwieweit das auf Valeris zutraf konnte Soleta nur mutmaßen, vielleicht würde sie ja ihrer menschlichen Hälfte nachgeben, was aus Soletas Sicht durchaus nachvollziehbar war.


    497 Wörter

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    "Das Wohl Vieler wiegt mehr als das Wohl Weniger oder das eines Einzelnen." - Vulkanisches Sprichwort -


  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Soleta


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    „Dann gilt es auch für dich Soleta.“, sprach Valeris und lächelte ebenso kurz zurück. Ihr war das schöne Lächeln Soletas nicht entgangen, auch wenn es nur sehr kurz sichtbar war. Auf ihr Handzeichen setzte sie sich zu Soleta. „Berichte lesen? Warum auch nicht. Ich habe meine Brille an Bord mit meinen anderen Sachen und auch die Kontaktlinse trage ich gerade nicht. Es ist mir persönlich gerade etwas zu anstrengend zu lesen. Ich müsste mir eine neue Kontaktlinse replizieren.“ Über letzteres sprach sie recht leise. Sie wollte nicht, dass jemand mehr wusste als sie wollte. Soleta war dort eine Ausnahme. Sie war tatsächlich auch die einzige Person die sie mit Brille gesehen hatte.
    Auf das Thema Eltern antwortete Soleta recht knapp. Valeris verstand sofort, dass ihr das Thema nicht sehr angenehm war und den Worten entnahm sie, dass sie sie länger nicht mehr gesprochen hatte. „Das ist gut möglich.. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen über die Arbeit deiner Eltern zu lesen. Dabei finde ich dies höchst interessant. Aus Wissenschaftlicher Sicht.“
    Valeris musste sich kurz einfach grinsen. Jedoch nur für einen kurzen Moment. “Du kannst ruhig vollkommen ehrlich sein. Die meisten sind unerfahren und man kann nicht erwarten Missionen hoher Wichtigkeit zu bekommen. Es ist auch mein erstes mal als erster Offizier... Wenn ich die Wahl habe mit dir etwas Zeit zu verbringen oder mit die Shenzhou anzusehen... Das Schiff kann ich auch nachher noch besuchen. Für meine Freundin habe ich im Dienst nicht mehr so viel Zeit. Natürlich ist meine menschliche Seite neugierig, aber ich kann mich beherrschen.“



    263 Wörter

  • Ort des Geschehens:Shenzhou Brücke -> Bereitschaftsraum

    Beteiligte Personen: Isla MacTavish (erwähnt)


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    Als sich die Tür geöffnet hatte, schauten Brinkmann und Junia zu dieser. Scheinbar hatte der Commodore jemand anderes erwartet, doch sie wurde enttäuscht. Denn es kam nur ein Techniker aus dem Lift, der die beiden sah und direkt Haltung annahm. „Ma’am es tut mir leid, ich wollte sie nicht stören“ haspelte er schnell. Junia grinste. Immerhin hatte er hier bestimmt noch etwas zu tun. „Sie stören nicht, rühren!“ erwiderte Brinkmann und deutete Junia an das sie in den Bereitschaftsraum gehen sollten. Junia nickte und ging dann hinter Brinkmann in ihren Bereitschaftsraum. Noch war dieser Raum sehr steril und hatte noch keine Einrichtung bis auf das, was die Sternenflotte als Standard in solchen Räumen erachtete. Aber auch das sah auch wenn es schlicht war gut aus. Junia würde sich hier irgendwann später noch ein paar Sachen rein, um den Raum persönlicher zu gestalten. Doch nun ging es erst einmal um etwas anderes.


    „Nun Commander, ich kann Ihnen auch schon sagen was ihre erste Mission sein wird“ sagte Jessica dann grinsend und setzte sich vor den Schreibtisch und deutete Junia an, dass sie ihren Platz einnehmen könnte. „Bitte Commander, ich bin jetzt nur noch Gast auf diesem Schiff“ fügte sie an und Junia nickte bevor sie sich auf ihren Stuhl setzte und dann Brinkmann anschaute. „Ich bin ganz Ohr Commodore“ antwortete die Trill. „Erwarten sie nicht zu viel Commander Rix. Da dies ihr erstes Kommando ist und weil ihre Crew bis auf wenige Ausnahmen noch jung und unerfahren ist. Sie müssen sich erst einmal kennen lernen und einspielen“ setzte Brinkmann an und lehnte sich zurück bevor sie fortfuhr. „Vor kurzem ist zwischen dem Sol System und dem Alpha Centauri System eine eigenartige Anomalie aufgetaucht. Das Sternenflottenkommando ist der Meinung das eine Sovereign auf dieses Ereignis am besten reagieren kann. Sie vereint ja fast die Wissenschaft mit einer militärischen Stärke Commander. Sie sollen sich das einmal anschauen und können zeitgleich ihre Systeme testen.“


    Junia hörte ihrer Vorgesetzten genau zu. Natürlich war es etwas Unspektakuläres, aber es machte Junia auch neugierig. Zumindest ein Teil von ihr konnte immer noch sehr viel neues da draußen entdecken und wollte immer mehr davon sehen. Auch wenn Junia selbst die Freude an der Entdeckung etwas gedämpfter sah durch den letzten Krieg. „Wenn ich also zusammenfassen darf Commodore, Systeme testen, Crew testen und eine Anomalie untersuchen?“ fragte Junia und hatte die Mission auf einen Satz runtergebrochen. „Das ist korrekt Commander, ich habe schon gehört das sie die Sachen gerne vereinfacht sehen, aber das gefällt mir“ war die Antwort des Commodores. Junia schenkte ihr ein lächeln. „Nun dann wäre alles gesagt Commander, ich wünsche Ihnen wie wir auf der Erde sagten, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ fügte sie dann an und deutete an aufzustehen. „Ich danke Ihnen Commodore“ erwiderte Junia und erhob sich ebenfalls. Commodore Brinkmann verließ dann nach einer Verabschiedung den Bereitschaftsraum von Junia.


    Die Trill ließ sich zurück in ihren Stuhl fallen, sie hatte sich etwas mehr erhofft, aber es war immerhin erst ihre erste eigene Mission. Viele sollten bestimmt noch folgen, zumindest wenn Junia das hier nicht versaute, aber sie dachte gar nicht daran, was sollte auch schon schief gehen? Junias Blick fiel auf dem Chronometer der immerhin auf dem Schreibtisch stand. Mittlerweile zeigte er an das es viertel nach Vier war. Die ersten Crewmitglieder würden bestimmt schon dabei sein an Bord zu gehen. ### Na wann klingelt es bei mir und du kommst rein Isla ### dachte sich die Trill als sie sich mit dem Raktajino den sie sich noch repliziert hatte an ihr Fenster stand und raus in die Ferne schaute.


    [Wörter: 598]

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    "Mögen Sie Allzeit zwischen ihrer Crew und den Gefahren stehen, während Sie sie durch die Leere der Sterne führen"

  • Ort des Geschehens: Starbase ONE

    Beteiligte Personen: Valeris und Soleta


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    *Cameron kam gerade mit dem Turbolift auf dem Promenadendeck an. Die Türen gingen auf und er ging wenigen Schritte nach draußen und blieb erst Mal stehen. Er drehte sich um seine eigene Achse und schaute sich auf dem Deck um. Danach machte er sich auf den Weg und ging den Gang entlang. Er lief an den anderen Leuten vorbei und schaute sich die verschiedenen Rassen an, welche sich auf der Station befanden. Er freute sich ein wenig wieder auf einem neuen Schiff zu sein und fragte sich auch wie alles anfangen würde.
    Er ging weiter an den anderen Leuten vorbei und dann entdeckte er aber auch jemanden wieder, welcher er schon lange nicht mehr gesehen hatte aber jetzt auch wusste, dass sie über ihm stand. Er lächelte leicht und schaute wie sie sich mit einer anderen Person unterhielt. Cam musste sich eingestehen, dass er die andere Person nicht kannte. Naja er war immer erfreut neue Leute kennenzulernen. Die wenigen Meter hatte Cameron dann aber schnell überbrückt und dann jetzt direkt hinter seiner alten Freundin aus der Zeit bei der Akademie.
    „Hallo, zusammen,“ sagte er dann höflich und war gespannt wie sie reagieren würde. Er musste dabei aber auch wieder an das erste Treffen im Wartebereich des Arztes auf der Akademie denken. Wie die beiden sich dort damals unterhalten hatten.*


    ( 219 Wörter )


    BL Text

  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Valeris, Cameron Mitchell


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    Soleta nickte zustimmend, die Aufgaben eines Ersten Offiziers waren an sich schon sehr umfangreich, vor allem aber, wenn man auf diesem Posten noch keine Erfahrung aufweisen konnte. Und noch dazu musste aus Valeris und Captain Rix erst noch ein homogenes Führungsgespann werden, anfängliche Konflikte waren also schon vorprogrammiert.

    „Ich verstehe. Nun, wenn ich Captain Rix vom Nutzen meiner Forschungsarbeiten überzeugen kann, wird meine Freizeit künftig wohl auch eingeschränkter sein. Wir werden unsere freien Zeiten also genauer koordinieren müssen, aber darin sehe ich keine Schwierigkeit. Was die Arbeit meiner Eltern betrifft…“ Soleta schob Valeris das PADD zu „…so kannst du sie gerne bei Gelegenheit lesen. Ich habe noch eine Kopie davon, außerdem bekomme ich immer die neuesten Berichte von der Wissenschaftsakademie. Auch wenn du nicht mehr im wissenschaftlichen Bereich tätig bist, sehe ich keinen Grund darin dir diese Lektüre vorzuenthalten.“ Da ihre Eltern an der vulkanischen Wissenschaftsakademie arbeiteten und Soleta selbst eine auf Vulkan anerkannte Wissenschaftlerin war, genoss sie das Privileg auf zahlreiche Dokumente zugreifen zu können, die anderen Sternenflottenangehörigen normalerweise verwehrt blieben.

    „Ich soll dir von Botschafter Spock Grüße und seinen Glückwunsch aussprechen. Er ist sehr erfreut darüber, dass es wenigstens eine Valeris in die Kommandolaufbahn geschafft hat. Manchmal finde sogar ich seinen etwas eigenwilligen Humor tiefgründig und…erfrischend.“

    Soleta blickte auf, als ein Mann in gelber Uniform an Valeris herantrat und die beiden Frauen grüßte. Normalerweise empfanden es Vulkanier als äußerst unhöflich, wenn man unaufgefordert ihr Gespräch unterbrach, doch anhand seiner Gestik und Mimik erkannte Soleta, dass es nicht seine Absicht war die beiden zu stören, vielmehr schien er Valeris zu kennen. Soleta musterte den Mann kurz und versuchte sich daran zu erinnern, wo sie ihn schon einmal gesehen hatte. Schnell verband sie sein Bild mit einem Namen aus dem Crew-Manifest: Lieutenant Cameron Mitchell, Chefingenieur. Nun war auch klar, woher er Valeris kannte. Sie erwähnte ihn, als sie sich mit Soleta über ihre Zeit an der Sternenflottenakademie unterhielt. Soleta nickte Cameron kurz zu.

    „Lieutenant Mitchell, nehme ich an. Bitte, setzen Sie sich.“ Bot Soleta Cameron an und blickte dabei zu Valeris. Sie hatte nichts dagegen, wenn er sich zu den beiden Vulkanierinnen setzen wollte, ihr war die Gelegenheit, jemanden von der Führungscrew unter ungezwungeneren Umständen kennen zu lernen sogar ganz willkommen.


    383 Wörter

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    "Das Wohl Vieler wiegt mehr als das Wohl Weniger oder das eines Einzelnen." - Vulkanisches Sprichwort -


    Einmal editiert, zuletzt von Soleta ()

  • Ort des Geschehens: Sternenbasis 1, 8. November 2377

    Beteiligte Personen: Ensign Selke, Ensign Parva, Commander Junia Rix


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    John nickte der Romulanerin freundlich zu, während er ihr die Hand schüttelte. "Jolan tru, Ensign Selke! Sagt man das nicht so bei Ihrem Volk?" Danach lächelte er. "Hey, Sie werden ebenfalls an Bord der Shenzhou dienen? Das ist ja phantastisch! Was ist mit dem kleinen Wirbelwind, der mich fast über den Haufen gerannt hätte?" Winter sprach von der Andorianerin mit den Hummeln im Hintern, die nun wo auch immer herumwirbelte.

    Er blickte wieder auf das Schiff. "Stimmt, es ist wirklich etwas Besonderes, Teil dessen zu sein, was es alles auf seiner Mission erleben wird - was wir erleben werden. Wen werden wir treffen? Wen treffen wir besser nicht? Das ist alles so spannend und eigentlich noch kaum zu begreifen. Und hey, ich mag den Kahn zwar fliegen, aber Sie als Sicherheitschefin haben doch mit die wichtigste Funktion an Bord und werden bestimmt auch häufig auf der Brücke zu finden sein. Ich würde mich jedenfalls freuen, ein bekanntes Gesicht dort zu erblicken." Wieder lächelte er und schaute dann leicht verlegen nach unten. "Bitte verzeihen Sie, wenn ich zu viel quatsche! Haben Sie eigentlich schon von unserer Kommandantin Commander Rix gehört?"


    [188 Wörter]

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    What we do in life echoes in eternity - Maximus Decimus Meridius

  • Ort des Geschehens: Sternbasis 1, Erde, 08.11.2377

    Beteiligte Personen: Ensign Winter, Ensign Parva


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    Selke war überrascht, als Ensign Winter ihr den romulanischen Gruß entgegen brachte, denn damit hatte sie nicht gerechnet. Es freute sie, und es waren manchmal in der Tat die kleinen Dinge, die zählten. "Sie haben vollkommen Recht, Mister Winter", entgegnete sie lächelnd. "So sagt man bei uns, und Sie ahnen vermutlich nicht einmal, wie sehr es mich freut, diese Worte hier zu hören." Sie gestand es sich nur ungern ein, doch es bedeutete ihr weit mehr, als dieser junge Mann vor ihr wissen konnte. Es war Jahre her, dass sie Worte in ihrer Muttersprache gehört hatte. Sie seufzte innerlich, dann kam sie auf den Rest zu sprechen. "Nun, was den andorianischen Wirbelwind betrifft, auch Ensign Parva wird auf der Shenzhou dienen, und ich hoffe, dass der Chefingenieur weiß, wie man jemanden mit so viel Energie bändigen kann." Sie grinste, was eigentlich selten vorkam, doch der heutige Tag war definitiv eine Ausnahme. "Aber ich Sicherheitschefin? Da weiß ich bisher nichts von. Und ich glaube, da würden einige beim Oberkommando auch einen Herzkasper kriegen. Aktuell bin ich lediglich ein ganz normaler Sicherheitsoffizier. Aber wer weiß, da ist schließlich noch Luft nach oben. Und von Commander Rix habe ich noch nichts gehört, bedaure. Ich bin mir zwar relativ sicher, dass ich noch ein paar Informationen würde ausgraben können, aber ich denke, ich möchte mich jetzt doch lieber überraschen lassen." ###Abgesehen davon, dass einige Leute das gar nicht gerne sehen würden, wenn ich das täte.### Sie sah Winter noch immer mit einem Lächeln an. "So, wie ich das sehe, reden wir heute alle recht viel. Liegt vermutlich an der Aufregung."


    Ihr Blick ging am Ensign vorbei. ###Das war's mit der Ruhe.### Ensign Parva kam zurück, und sie hatte es erneut ziemlich eilig. "Selke, beeil dich, das Boarding hat begonnen!" Dann sah die Andorianerin Ensign Winter. "Gehört der auch zu unserer Crew?" "Ja, das ist..." "Gut, dann kommt!" Die Andorianerin hakte sich einfach bei beiden unter und setzte sich in Bewegung. Widerstand war zwecklos.


    Selke sah zu Ensign Winter und meinte trocken: "Sorgen Sie dafür, dass sie nicht in die falsche Richtung rennt, und ich sorge dafür, dass sie nicht zu schnell wird." Damit waren sie auf dem Weg.



    [Wörter: 364]

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    "Es gibt Dinge, die kann man nicht aufhalten: Das Schicksal, den Lauf der Zeit, große Träume, einen starken Willen." - Gol D. Roger