Abteilungsleben II - Die Reise geht weiter

  • Es war ein herrlicher sonniger, wenn auch gleich sehr kalter Tag. Der Himmel war klar und wolkenlos, die Sonne strahlte den gesamten großen Vorplatz der Akademie aus, welcher von regem Treiben mit Leben gefüllt war. Chris stand am Eingang zum Vorplatz mit seinem großen Reisesack und blickte auf die imposante Kulisse vor seinen Augen. Dies würde der nächste große Schritt sein, den er tun würde. Von hier aus würde es nicht mehr weit sein, um endlich den Weg dorthin zu schaffen, wo es ihn die Sterne und vielen Gedanken schon immer hingetrieben hatten. Ins All.


    Kurzerhand wurde der Reisesack etwas fester an den Rücken gezogen und sich langsam auf den Weg zum Empfang gemacht. Auch als er das große Akademie-Gebäude betrat, wurde man von der schlichten Größe beinahe überwältigt und ein wenig musste er zugeben, war es ihm sogar zu viel der Pompösität. Auch wenn es durchaus Eindruck auf jeden machte, der das erste Mal diese Räumlichkeiten betreten würde. Dann strich er sich kurz durch sein zerzaustes Haar und machte sich auf zum Empfang, wo bereits eine eifrige Andorianerin saß und einige Eingaben durchführte. Als sie dann den Schatten des Mannes erkannte, blickte sie aus eisblauen Augen langsam zu Chris auf, zuckte leicht mit den Fühlern an ihrem Kopf und lächelte freundlich.


    "Willkommen in der Sternenflottenakademie, was kann ich für Sie tun?"


    Chris stand vor ihr und lächelte ebenfalls freundlich


    "Guten Tag und danke, ich bin Cadet Christian McNight....ich habe in den nächsten Tagen einen Termin zum Grundseminar und wollte mich für ein Zimmer melden."


    die Andorianerin blickte Chris interessiert an und nickte dann, sofort machte sie, während er sprach, ein paar Eingaben und blickte dann schmunzelnd auf.


    "Ja, Sie wurden uns bereits gemeldet. Ihr Zimmer befindet sich auf der 3. Ebene in Sektion 2, Zimmernummer.......Moment......23. Bitte nehmen sie diese ID-Card mit."


    Chris nahm die Id-Card an und machte sie eine kurze Notiz, um auch zu finden, wovon die Andorianerin sprach.


    "Ich danke Ihnen! Ich wünsche noch einen angenehmen Tag!"


    Chris nahm seinen Reisesack und schulterte diesen wieder, ehe er sich aufmachte. Noch bevor er außer Hörweite war, hörte er noch ein:


    "Nichts zu danken, einen schönen Aufenthalt und viel Erfolg Cadet!"


    erreichte ihn noch die freundliche Stimme der Andorianerin, ehe er sich auf den Weg machte, sein Zimmer zu finden. Was sich als kleine Herausforderung in diesem großen Komplex herausstellen sollte.

  • Yukari hatte heute einen vorlesungsfreien Tag, was aufgrund ihrer Kurskonstellation nur äußerst selten vorkam. Daher war sie auch ausnahmsweise nicht in ihrer Kadetten-Uniform, sondern in zivil unterwegs. Sie trug eine grüne Bluse, Jeans und ein paar weiße Turnschuhe mit rosa Streifen. Gerne hätte sie die freie Zeit mit ihrer Freundin Riko verbracht, aber die hatte leider nicht so viel Glück wie Yukari und musste sich in einer Vorlesung über Staats- und Verfassungsrecht der Föderation herumquälen. Um ihre Laune wieder etwas zu heben hatte sich Yukari daher spontan entschlossen für sie beide etwas zu kochen und war nun auf dem Weg in einen nahegelegen Lebensmiitelladen.



    Während sie so über den Campus schlenderte, bemerkte sie einen jungen Mann der scheinbar jemanden oder etwas suchte. Vielleicht war er ja ein neuer Kadett. Yukari ging auf ihn zu und begrüßte ihn fröhlich lächelnd.



    „Guten Tag. Kann ich dir vielleicht helfen?“

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    "Tsune ni shinen kufū seyo - Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem" (20. Regel des Shōtō Nijū Kun)

  • Zorn und Wut.

    Empfindungen die "normal" für einen Klingonen waren, so erzählte es, wie sooft der Akademie Counselor.
    Diesen Teil der Ausbildung musste Vegosch mit sich selbst durchstehen. Jedes mal wenn einer dieser anderer Mit-Kadetten merken, das er für die Abteilung "Medizin" paukte, hielten die es am Anfang immer für einen Scherz und lachten über ihn. Er sei doch ein Krieger, warum will er sich dann in eine Krankenstation verkriechen?

    Er war es leid, sich immer erklären zu müssen und nur den wenigen, denen er es erklärte, verstanden es auch nicht wirklich. Aus diesem Grund gab es zur Zeit keine bessere Methode mit seiner Wut umzugehen, als in seiner Freizeit, das Holodeck zu benutzen.

    Er war ein Klingone, aufgewachsen auf Qo'noS, erzogen wie ein Klingone und hatte auch die grundlegende Schulung eines solchen durchgemacht.
    Ja der Kampf war ein Teil von ihm, ja seine Traditionen und sein Glaube ebenfalls. Doch sein Weg, den beschreitet er selbst, denn Ehre kann man auf unterschiedlichste Art erlangen.

    Seine bevorzugte Waffe war nicht das Bat'leth, wie es so viele Klingonen nutzten, nein seine Waffe war das Mek'leth. Er empfand es als viel handlicher und praktischer.

    So nutzte er es auch gerade, als Ventil welches ihm auf der Sternenflottenakademie bisher sehr geholfen hatte. Das Holodeck konnte natürlich nie den wahren Kampf ersetzen, doch um in Form zu bleiben und sich Luft zu machen, dafür war es bestens geeignet. Denn sein Weg wird sich bald vor ihm auftun, sein persönlicher Weg der Ehre!

  • Es war, wie so oft, ein gewöhnlicher Tag. Zumindest wollte ich ihn so qualifizieren; die Erdenbewohner würden diese Beschreibung sicher wählen, um auszudrücken, dass der Tagesverlauf nicht vom Standardprotokoll eines Akademie-Studenten abwich. Generell ist die Lebensart der Spezies Mensch äußerst faszinierend; selbst manche angehende Sternenflotten-Offizieren maßen dem häufigen Zustand der Trunkenheit höhere Bedeutung zu, als der angemessenen Vorbereitung auf anstehende Prüfungen. Ich hatte diese Art von Energieinvestition nie verstanden und dies war, vor dem Hintergrund der religiös bedingten Abneigung meines Volkes gegen Alkohol, wohl auch gut so.


    Derzeit hatte ich Pause. Es war 12:00 Uhr Mittags im Hochsommer. Eine Marotte, die ich mir während meiner Zeit auf der Akademie zu eigen gemacht hatte, war die regelmäßige Beobachtung von Menschen und anderen Spezies. Ich saß draußen auf einer Bank und blickte über das Außengelände der Akademie - was mir, wie eigentlich jeden Sommer, sofort auffiel, war die menschliche Reaktion auf die sommerliche Hitze. Verzerrte Gesichter, wehleidige Laute, die von sich gegeben wurden. Dabei waren die Temperaturen auf der Erde, selbst im Hochsommer, nichts im Vergleich zum Wüstenklima auf Vulkan - ein Mensch ist anatomisch nicht ausgestattet solches Klima zu ertragen - schoss es mir durch den Kopf. Natürlich. Auch an mir gingen acht volle Zeitstunden Neurobiologie der Cardassianer nicht spurlos vorüber. Anders als meine Kommilitonen trug ich dies jedoch mit Fassung.


    Ich blickte auf das Datenpad in meiner Hand. Heute hatte ich den Versetzungsbefehl auf die U.S.S. Pandora erhalten; die erste Testmission, im Zuge welcher mein Können im realen Geschehen unter Beweis gestellt würde. Intensiv dachte ich darüber nach, dass ich zuvor nur in Simulationen das All erblickt hatte - die erste Mission bald zu absolvieren, faszinierte mich.

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht. Der Weise billigt der Dunkelheit Macht, weil kein Funken je sein Wort erregt,

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht.

  • Ich begab mich in den Bereich der "Holodecks", wenn man das auf einer irdischen Basis überhaupt als "Deck" bezeichnen konnte. "Computer, Simulation Delvok 1", befahl ich der Maschine. Zwei Sekunden später war die Umgebung vorbereitet; ich betrat die Simulation.


    Ein grüner Wald. In der Ferne ein Gebäude, das auf einem Hügel thronte; ich identifizierte es als Tempel. Zu jenem Tempel führte ein Bergpfad. Ein Pfad, der, mithilfe einer Brücke, über eine Schlucht führte und so die Erreichbarkeit des Tempels gewährleistete. Die Schlucht durchzog ein breiter Fluss, der kurz nach dem Tempel in einen Wasserfall mündete. Ich hörte den Gesang der einheimischen Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind und das ferne Rauschen des Wasserfalls... ich befand mich auf P'jem, einer den Vulkaniern heilige Welt.


    Einen tiefen Zug der künstlich erzeugten frischen Luft atmete ich ein und lenkte meine Schritte langsam in Richtung des Pfades, den ich ich entlangwanderte, um den Tempel zu erreichen. Neben dem Violinenspiel war dies meine Art der Meditation - eine regelmäßige Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten meines Volkes. Ich erreichte die Brücke, überquerte diese und drehte mich schließlich in Richtung des riesigen Tals, das zu meinen Füßen lag. Majestätisch, atemberaubend, schön. Eigenschaften, die diese Welt nur geringfügig zu beschreiben vermochten. Trotz aller Emotionslosigkeit ist der Vulkanier im Stande, die Schönheit des Universums wertzuschätzen.

    Ich setzte mich und begann zu meditieren - dies war nach dem kräftezehrenden Vorlesungstag mehr als obligatorisch.

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht. Der Weise billigt der Dunkelheit Macht, weil kein Funken je sein Wort erregt,

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht.

  • Als ich meine Augen schloss, fiel ich in meditative Trance. Mein Katra befreite sich von seiner fleischgewordenen Hülle.


    Vor meinem geistigen Auge befand ich mich nun in einer Wüste. In der Ferne, am Horizont, das Licht des Sonnenaufgangs. Die Rotation des Planeten schien beschleunigt, denn der vor mir befindliche Stern stieg ungewöhnlich schnell am Himmel auf. Eine Veränderung der Szene; ich flog. Ich flog über diverse Landschaften, erhielt Einblicke in entlegene Winkel der Erde, ihrer Flora und Fauna. Die Geburt und das Ende des Lebens, das Wachstum von Pflanzen, Tieren und Menschen. Alles erschien im Zeitraffer vor mir abzulaufen und doch nahm ich jedes Detail wahr. Dieser Planet war etwas Besonderes - und die Menschen hatten ihn noch nicht annähernd tiefgehend erforscht.


    Langsam kehrte ich aus der spirituellen Welt zurück; ich blickte weiter auf das vor mir liegende Tal. ***"Kadett Delvok!", meldete sich eine Stimme. ***"Hier Delvok!", antwortete ich. ***"Melden Sie sich im Büro des Superintendenten!", befahl die Stimme. ***"Aye, Delvok Ende!", bestätigte ich und beendete die Simulation. Mir war schleierhaft, was der Superintendent von mir wollen konnte, doch ich würde es wohl bald herausfinden.

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht. Der Weise billigt der Dunkelheit Macht, weil kein Funken je sein Wort erregt,

    Geh nicht gelassen in die gute Nacht.

    Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht.

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    Commander Naimi Koski (NPC Akademie)


    Das Büro von Naimi lag in unmittelbarer nähe von Büro der Akademieleitung, doch da diese gerade noch außer Haus war, herrschte hier mal weniger Durchgangsverkehr als sonst und so konnte Naimi in ruhe ihre Arbeit erledigen ohne das immer gleich jemand zu ihr kam und fragte ob sie eben mal aushelfen konnte. Sie hatte heute fünf Kadetten die bei ihr Vorstellig werden sollten und der letzte auf ihrer Liste war Cadet Delvok, den sie jetzt auch ausrufen ließ. Danach würde sie, wenn nichts mehr dazwischen kommen würde, Feierabend machen.



    Delvok