Beiträge von Alejandra Waldez

    Ort des Geschehens: Quartier WO

    Beteiligte Personen: Ian‘To


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    Alejandra war nicht sehr begeistert darüber. 4 Tage! Aber vielleicht hatte der Vulkanier ja Recht. Sie könnte den versprochenen Todesstern für Zaiben herstellen.

    Sie war sich selbst nicht sicher, wie sie zu ihrer älteren Version stand. War sie ihr tatsächlich wichtig gewesen? Sie hatte sie ja kaum gekannt bzw. Zu wenig Zeit gehabt, sie richtig kennen zu lernen. Würde sie tatsächlich so im Alter werden?

    „Ahm, okay. Danke“, meinte sie zu Ian‘To. Und atmete innerlich auf, dass er nicht darauf bestand, ihr Quartier zu betreten.

    „ Zur Trauerfeier, ja, natürlich. Ich hoffe, dass mich keiner zu einer Rede nötigt. Die alte Alejandra würde das vielleicht witzig finden, die eigene Grabrede zu halten, ich finde das aber...irgendwie grotesk“, meinte sie. Es würde schon komisch werden, anwesend zu sein. Vielleicht sollte sie es einfach so betrachten, wie wenn ein guter Kollege gestorben war und nicht ihr älteres Ich.

    „Den Tee werde ich ausprobieren.“ Das würde sie lieber probieren als Beruhigungsmittel einzuwerfen.


    Als der Vulkanier dann weiterging, betrat sie ihr Quartier und ließ sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Jedes Gespräch das sie geführt, jeden Streit, den sie mit ihrem älteren Ich letztlich ausgefochten hatte. Die Dinge, die die alte Alejandra dazu bewegt hatten, das zu tun. Um nicht nur herumzustehen, begann sie tatsächlich, ihr Quartier aufzuräumen. Damit sie das nächste Mal vielleicht doch jemanden hereinbitten konnte.

    Ort des Geschehens: MR--> Quartier der WO

    Beteiligte Personen: Ian'To


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    Alejandra ging wie in Trance mit. Sie war definitiv persönlich kompromittiert. Aber 4 Tage?

    "Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Situation soweit schon überstanden haben, Counselor. Ich meine, ich muss noch die Daten überprüfen und...und..naja, für Trauer ist auch später noch Zeit. Die Lebenden sollten wichtiger sein." Die Vorstellung, vier Tage in ihrem Quartier zu hocken und nichts zu tun zu haben war...beängstigend.

    A propos Quartier. Darin sah es mehr als unordentlich aus! Ihr schoss das Blut ins Gesicht. Da konnte sie definitiv niemanden mit hinein nehmen!

    Als sie vor ihrer Tür standen und diese aufging, schnellte Alejandra kurz vor und stellte sich mehr oder weniger quer vor die Quartierstür, um Ian'To am Eintreten zu hindern. Dahinter war allerdings das Chaos schon zu erspähen. Sägespähne und Klamotten waren quer über den Boden verteilt. Hier und da lag ein unfertiges Werkstück dazwischen.

    "Ähm, ich kann sie da nicht mit hineinnehmen. Das ist....*ein Blick über die eigene Schulter werfend*....unmöglich", faselte sie einfach los und wunderte sich parallel über sich selbst. Natürlich war es hochgradig peinlich wie ihr Quartier aussah. Allerdings hatte sie gerade anderes hinter sich als die Sorge bezüglich der Ordnung in ihrem Quartier? Ian'To musste sie ja für besonders dämlich halten.

    Ort des Geschehens: Mr, und davor

    Beteiligte Personen: Edin (erwähnt) Bancroft (erwähnt) Ian‘To, Malone(erwähnt)

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    Die alte Alejandra nickte Malone nur zu. Zu mehr was sie nicht mehr fähig. Selbst das Halten des Glases war mittlerweile unheimlich anstrengend geworden, weil ihr Körper langsam seine Funktionen einstellte. Daher versuchte sie es abzusetzen, aber es fiel dabei um.

    Nun, das spielte wohl keine große Rolle mehr. Sie wollte nur noch schlafen. Sie war müde, und es war sogar anstrengend, die Augenlider offen zu halten. Aber warum sollte sie das noch versuchen? Dazu gab es doch keinen Grund. Es war an der Zeit, zu gehen.

    Unendliche Ruhe.

    Kurz bevor Alejandra ihren letzten Atemzug tat, lächelte sie noch einmal. Ihre Zeit hier war vorbei.

    Die junge Alejandra sah den Vulkanier erschrocken an, als er ihr diese zwei Möglichkeiten vorschlug und Malone mit ihr sprach. Sie wusste nicht recht, was sie darauf antworten sollte, also unterließ sie es. Als Malone dann weitergegangen war, beantwortete sie Ian‘Tos Möglichkeiten.

    „Ich kann nicht zurückgehen. Dieses Bild würde mich selbst in meinen Träumen verfolgen. Das will ich nicht. Aber sie können. Sie kennen sie länger als ich. Ich....warte hier solange“, sagte sie leise.

    Ort des Geschehens: Im bzw. vor dem MR

    Beteiligte Personen: Edin, Ian'To, Bancroft, Malone


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    "Cheers", sagte Alejandra gen Hamion. Es war gut so. Sie wollte leise gehen und sie hatte das gedurft. Dafür war sie Hanion sehr dankbar. Manchmal musste man als KO Entscheidungen treffen, die unpopulär waren und die nicht jeder verstehen konnte. Sie hoffte, dass Hamion nicht deswegen jetzt Schwierigkeiten bekam.

    Dass ihr jüngeres Ich so aufgelöst von all dem hier war, war nicht abzusehen gewesen und es tat ihr ein wenig leid. Aber vielleicht kam das ja noch, wenn sie das alles mit der Zeit verdaut hatte.

    In all den Jahren hatte sich die alte Alejandra ein dickes Fell zugelegt. Sie hatte sich verrechnet und gedacht, dass die junge Alejandra das auch hatte und von dem Ganzen profitieren konnte.


    Die junge Alejandra stand mit Ian'To draußen und hielt sich an dem Vulkanier fest.

    "Danke", murmelte sie und passte sich an seine Atemübungen mit der Zeit an.

    "Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich davon nichts gewusst habe. Sie meinte, dass ich stark genug wäre, das durchzuziehen, so wie sie. Sie hat es getan. Aber das kann ich offensichtlich nicht....", murmelte sie leise, immer wieder durchsetzt mit Schluchzern.

    "Ich habe....mein selbst umgebracht? Das klingt irgendwie völlig verrückt, nicht wahr?" Sie sah den Vulkanier mit großen Augen an.

    "Ich frage mich gerade die ganze Zeit: Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn das Ergebnis erfolgreich gewesen wäre? Und das Schlimme ist, ich würde mit Ja antworten. Es hätte einen Unterschied gemacht." Sie schloss die Augen, die tränennass waren. "Ich weiß einfach nicht mehr, was ich denken soll. Oder wie ich mich verhalten soll. Ich kann sie noch nicht mal ansehen! Es zeigt mein eigenes Versagen", heulte sie auf."Vielleicht ende ich einmal genauso. Verdient hätte ich das wohl."

    Ort des Geschehens: MR

    Beteiligte Personen: Edin, Bancroft, Ian'To


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    Alejandra wollte nicht in den MR! Sie wollte nicht sehen, was ihre Bedienung des Panels angerichtet hatte.

    Mit schreckgeweiteten Augen wollte sie das verhindern und gestikulierte entsprechend, aber es war zu spät. Edin hatte nach dem Sprung einen sofortigen Ort-zu-Ort Transfer befohlen. Alejandra materialisierte noch im Luftholen im Maschinenraum. Ian'To und Bancroft waren schon vor Ort.

    Alejandra stolperte einen Schritt nach vorn, unschlüssig und völlig mit der Situation überfordert.

    "Ich kann hier nicht sein! Ich muss von hier weg!" Ihre Stimme überschlug sich dabei.


    Die alte Alejandra hingegen hatte es geschafft, ihr Glas in die Hand zu nehmen. Sie lächelte und prostete den Außenstehenden damit zu, ehe sie mit geschlossenen Augen einen Schluck davon nahm, wie Hamion es sagte.

    Erst dann begann sie zu sprechen.

    "Eile mit Weile, Ian'To. Es war nicht nur Hamions Entscheidung, sondern auch mein Wunsch, das hier zu tun, also keine Vorwürfe bitte.

    Und, Das Wohl vieler geht über das Wohl eines Einzelnen, ich glaube, sie kennen dieses vulkanische Sprichwort."

    Sie versuchte ein schmunzeln und versuchte auch, die Schmerzen, die sie hatte, nicht zu zeigen.

    "Außerdem sterbe ich nicht wirklich. Ich stehe doch gesund und munter neben ihnen da draußen und fange gerade an zu hyperventilieren. Ein Teil meiner Erinnerungen wird also in absehbarer Zeit gehen, der Rest verbleibt, sogar jung und knackig zugleich."

    Sie sog noch einmal an dem Cocktail.

    "Der ist wirklich gut. Ich werde ihn wohl Jandras Jet Beam to Heaven nennen."

    Sie drehte das Glas in der Hand.

    "Das ist ein Moment zum feiern und nicht zum Trübsal blasen! Replizieren sie sich alle auch einen. Und dann stoßen wir gemeinsam darauf an."

    Ort des Geschehens: Brücke, MR

    Beteiligte Personen: Edin, Malone, Ian'To, Bancroft ( alle erwähnt)


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    Maschinenraum


    Die alte Alejandra drapierte ihren Cocktail entsprechend in Sichtweite und winkte den Leuten (Bancroft, Ian'To) außerhalb des Kerns fröhlich und mit einem Lächeln zu. Sie war mit sich vollkommen im Reinen bei dieser letzten Aufgabe. Das Schirmchen im Cocktail war rosa, der Strohhalm gelb. Und um den Rand herum gab es eine Zuckerkruste.




    Brücke


    Ganz im Gegensatz zu ihrer jüngeren Version auf der Brücke. Diese Alejandra war angespannt bis ultimo.

    Als Edin den gelben Alarm ausrief und Befehl gab, den Ausstoß zu initiieren zuckte die Brücken-Alejandra sichtlich zusammen. Ihre Hand zitterte, als sie sie zu dem virtuellen Regler hinüberhob, um den Befehl einzuleiten. Tränen schossen ihr in die schreckgeweiteten Augen und ihr war gefühlt unendlich kalt, als sie den Finger über das Display führte. Sie hatte das Gefühl, gleich zusammenzubrechen. Mit eiserner Disziplin versuchte sie nicht daran zu denken, was sie sich antun würde. Wie in einem Film starrte sie ihre Hand an, die den Regler nach oben schob.

    ***Ausstoß iniziiert***, meldete sie mit bebender und hörbar rauer Stimme über Kom, so dass sowohl die Brückenoffiziere als auch die alte Alejandra und die MR Crew es mitbekam.





    Maschinenraum


    "Braves Kind", murmelte die alte Alejandra und schob sich zu den DeLaCroix-Invertern, wo es in den Simulationen immer die Probleme gegeben hatte, dass sie aus der Spur geraten waren. Dieser befand sich außerhalb der Sichtscheibe des MR, was ganz gut so war.


    Im MR wurde es geschäftig, als die junge Alejandra den Sprung einleitete. Die Techniker des Schiffes wuselten herum, während die alte Alejandra via KOM Anweisungen erteilte und Statusmeldungen entgegennahm, bis es innerhalb des Maschinenkerns so laut wurde, dass eine einwandfreie Kommunikation nicht mehr möglich war. Ein Gerät an Alejandras Hüfte begann panisch zu piepen. Sie stellte es ab. Sie wusste auch so, dass dies das Signal war, dass das Strahlungslevel über den Grenzwert hinaus gestiegen war und der Schutzanzug dem nichts mehr entgegensetzen konnte. Noch spürte sie nichts von der Strahlung, aber das würde nicht so bleiben.





    Brücke


    Plötzlich fiel die Energie ab, auf der Brücke war ein kurzes Flackern der Brückenbeleuchtung zu sehen.

    "Energieabfall! Rekonfiguriere die Parameter!", bellte Alejandra wie in Trance. Kalter Schweiß lief ihr den Rücken hinunter, aber die nahm es gar nicht wahr. Wenn jetzt etwas schief ging, würden alle an Bord sterben, schoss es ihr durch den Kopf.

    "Sir, die DeLaCroix- Inverter versagen, wir haben noch maximal drei Minuten, bevor das Schiff in der Mitte zerrissen wird aufgrund der entstehenden Scherkräfte!", informierte sie die Kommandooffiziere.


    Maschinenraum


    Im Maschinenkern sah die alte Alejandra das, was die junge Alejandra zu diesem Zeitpunkt an Edin und Malone weitergab. Sie schritt zur Tat. Genau deshalb war sie hier. Mit einem technischen Instrument konnte sie die Verschiebung messen, die die Inverter erlitten hatten. Sie legte es beiseite. Es würde ein akustisches Signal von sich geben, wenn sie sie wieder in die richtige Position gedrückt hatte.

    Aber das war gar nicht so leicht. Immerhin steckte sie in diesem Strahlenschutzanzug. Und es war unangenehm heiß da drin. Ihre Finger fühlten sich an wie dicke Würste. Vor allem ihre verbrannte und verkrüppelte Hand wurde langsam taub. Eine Erscheinung der Verstrahlung, die sie da bereits spürte. Die Zeit lief.

    Sie stellte sich in Position und bearbeitete den ersten Inhektor. Mit ein wenig Nachdruck ihrerseits veränderte das Teil seine Position. Sie machte weiter, bis ein Piepton erschallte.

    ***Der erste sitzt wieder. Die anderen beiden gehe ich jetzt an**** meldete die alte Alejandra nach oben. Sie sah zu ihrem Cocktail hinüber, dann wieder vor sich. Mitlerweile ging das Atmen schwerer. Und Alejandra fühlte, wie ihr Blut aus der Nase rann.

    Die Zeit wurde knapp. Sie versuchte, auch den zweiten und dritten DeLaCroix Inverter wieder in die richtige Position zu rücken, aber sie rutschte mit den klobigen Handschuhen immer wieder davon ab. Außerdem schwanden zunehmend ihre Kräfte. Sie war müde. Ihr wurde auch noch schlecht und der Maschinenkern begann sich um sie zu drehen. Sie rutschte ab und fand sich vor dem Injektor auf dem Boden wieder.

    Wie viel Zeit war vergangen?

    Wie schön wäre es, jetzt einfach die Augen zu schließen und einzuschlafen.

    Aber sie hatte ihren Cocktail noch nicht getrunken! Ihren leckeren, süßen Cocktail!

    Alejandra war nicht blöd. Natürlich ging es hier nicht um einen Cocktail. Sie hatte ihn als Bezugspunkt mitgenommen. Und so wie es aussah, war das eine gute Entscheidung gewesen.

    Bevor das Trinken nicht erledigt war, würde sie nichts anderes tun als das, wozu sie hier war. Danach kam die Ruhe.

    Alejandra rappelte sich unter sichtlicher Mühe wieder auf.Mit dem Anzug würde sie nichts mehr ausrichten können.

    Die Zeit lief ab.

    Allerdings würde sie dann binnen Sekunden der tödlichen Straglung ausgesetzt sein.

    Egal.

    Die Leben aller standen auf dem Spiel...

    Kurz entschlossen zog sie den Helm ab und streifte sich den Anzug von den Armen. Jetzt hatte sie mehr Bewegungsfreiheit. Sie stürzte zu den verbliebenen Invertern und presste sich mit aller Kraft gegen das technische Teil, um seine Position zu verändern. Ihr schwirrte zunehmend der Kopf, stechende Schmerzen durchfuhren ihre Stirn, aber auch an den Gelenken und an der Hautoberfläche, die durch den direkten Kontakt mit der Strahlung gerötet war und bereits begann, Blasen zu werfen. Mit den Augen auf den Cocltail fixiert, drückte sie zu. Es kam ihr vor, wie wenn sie in Butter drückte. Ihre Sinne schwanden zunehmend. Vor ihren Augen tanzten bunte Sternchen.

    Waren die echt?

    Das sah so schön aus, fast wie Einhornglitzer...

    Gab es das denn?

    Sie konnte es nicht mehr genau sagen. Aber ihr Fixpunkt war echt.

    Das Cocktailglas.

    Sie stellte sich vor, wie er schmecken würde, sobald sie den Strohhalm zwischen den Lippen hätte und daran saugen würde... Und sie würde es erst kriegen, wenn....

    ....es piepte.

    Was es jetzt tat. Aber das hörte sie nur noch sehr dumpf. Aber sie lächelte. Es war geschafft. Der Energiezufluss nahm wieder ein stetes Vibrieren an, so wie es sein sollte.

    Sie fiel auf die Knie und lehnte sich mit dem Rücken gegen das Metall hinter ihr.

    Also wenn sie den Cocktail tatsächlich noch probieren wollte, musste sie sich zu ihm hinüber schleppen. Der wiederum stand aber im Sichtbereich des MR, wo mit Sicherheit Ian'To und Marissa stehen würden. Sie hätte ihnen den Anblick gerne erspart, aber deshalb den Cocktail aufgeben ging mal gar nicht.

    Also kroch sie mehr als dass sie ging hinüber zu ihrem Begehr.





    Brücke


    Die erste Meldung über den DeLaCroix-Injektor quäkte aus dem MR über die Brücke. Fehlten also noch zwei, zählte die junge Alejandra mit. Sie schloss die Augen und wischte sich die Tränen weg. Sie brauchte jetzt ein klares Bild, auch wenn sie kichts tun konnte. Ihre Gedanken waren gerade im MR.

    "Noch 30 Sekunden", murmelte sie leise und sah zu Malone und Edin. Die Luft auf der Brücke konnte man förmlich schneiden.

    Dann summte ihre Konsole und lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die Anzeige.

    "Energie wieder voll da, sie hat es geschafft!", jubelte sie dann, ohne in dem Moment darüber nachzudenken, was das für die alte Alejandra da unten bedeutete. Sie selbst war gerade einfach nur froh, noch am leben zu sein.

    Ort des Geschehens:

    Beteiligte Personen:


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    Die junge Alejandra fand das gar nicht witzig, vor allem nicht der Kommentar mit dem strahlend. Sie sah sich auf der Brücke um. Die CON strahlte eine gewisse Vorfreude aus. Vermutlich, weil sie die Perception steuern durfte. Edin hingegen war die Ruhe selbst. Zumindest äußerlich. Bei Malone konnte man eine unterdrückte Aufregung und Sorge sehen. Alejandra ging nicht davon aus, dass er wusste, was für Konsequenzen dieser Sprung haben würde. Tayler konnte es eventuell erahnen durch das, was sie im BR bei ihrem Gespräch von sich gegeben hatte, bzw. wenn er in der Lage war, die Daten, die sie ihm hatte zukommen lassen, in der kurzen Zeit vollständig zu verstehen.

    Aber Edin hatte über diese Angelegenheit das Kommando. Es stand ihr nicht zu, es herauszuposaunen und dagegen vorzugehen. Außerdem war es (der alten) Alejandras Wunsch gewesen, nicht deshalb die Mission abzubrechen. Es war ihre freie Entscheidung gewesen.

    Die jüngere Alejandra merkte, wie ihr Tränen in die Augen schossen und blinzelte sie weg. Damit das keiner sehen konnte, drehte sie sich weg. Die Daten auf ihrer Konsole waren gerade unheimlich interessant geworden, auch wenn sie sie gerade kaum lesen konnte. Sie schluckte den Kloß hinunter, der sich in ihrem Hals gebildet hatte und konzentrierte sich statt dessen auf das Wesentliche. Sie rief sich die Werte sämtlicher Stationen immer wieder auf und verglich sie mit den simulierten Daten, um sich von dem Gedanken abzulenken, was passieren würde, wenn es richtig los ging. Bisher passte alles.

    "Auf ihr Signal, Captain Edin, Sir", bestätigte sie die Statusabfrage nochmals.

    Ort des Geschehens: brücke und Maschinrnraum

    Beteiligte Personen: alte und junge Alejandra, Edin, Malone, Ian'To


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    Nach dem Zeitsprung


    Die alte Alejandra stand neben der jungen auf der Brücke. Sie vermied es, ihre jüngere Version anzusehen. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, um ehrlich zu sein. Ihre Gedanken drifteten zu dem Gespräch zurück, das sie miteinander geführt hatten, nachdem die junge Alejandra von allein herausbekommen hatte, was Sache war. Nun, Gespräch hatte man es kaum nennen können. Hitzige Diskussion mit zwei spanischen Temperamenten traf wohl eher zu. Sie hatte erklärt, warum sie das tat. Und dass die junge Alejandra aufhören sollte, Gewissensbisse zu haben. Sowas war leichter gesagt, als getan. Die junge Alejandra hatte irgendwann resigniert aufgegeben. Ihr widerstrebte die Entscheidung, aber sie hatte sie akzeptiert.

    Als Hamion sie ansprach, straffte sie sich.

    "Ich bin mehr als bereit, Sir.", antwortete sie."Dann nehme ich jetzt meine Position im Maschinenraum ein."

    Sie salutierte und mit einem leichten zustimmenden Nicken verabschiedete sie sich von Edin. Sie blickte zu (Jung-) Alejandra hinüber und lehnte sich etwas in ihre Richtung.

    "Denk daran, dass du jetzt für Zwei leben musst. Ich will ein spannendes, ausgeglichenes und schönes Leben haben. Ohne Griesgram und Gewissensbisse. Mit einer Horde Kinder und viel Familie um mich herum. Das Einsiedlerdasein ist nichts für dich und mich", flüsterte sie, ehe sie etwas lauter ein "Leb wohl" zu ihr sagte und sich dann in den Maschinenraum aufmachte.

    Dort angekommen, zog sie den Strahlenschutzanzug an und gab den Technikern genaue Anweisungen, was hier unten außerhalb des Maschinenkerns zu tun war. Sie würde via KOM mit ihnen in Verbindung bleiben, so lange es möglich war. Dann stieg sie in den Kern ein und nahm ein volles Cocktailglas eines Sex on the beach mit Schirmchen und Fruchtgarnierung mit hinein, auch wenn sie es durch den Anzug eh nicht trinken konnte.


    Die junge Alejandra stand steif an ihrer WO Konsole. Sie zuckte unmeklich zusammen, als Edin ihr älteres Pendant fragte, ob sie bereit wäre. Sie wusste, was das hieß. Aber sie hatte lange mit Alejandra gestritten. Und mit Edin auch. Die Entscheidung war gefallen, entgegen ihrem Protest. Ein Stück weit konnte sie diese Entscheidung nachvollziehen. Aber das hieß nicht, dass sie damit einverdtanden war. Allerdings würde sie das Knöpfchen nun bewusst drücken, das die alte Alejandra zum Tode verurteilte. Zählte das eigentlich als Selbstmord?, schoss es ihr durch den Kopf, denn das war ein ausdrücklicher Wunsch der alten Alejandra gewesen, weil sie glaubte, dass es der jungen helfen würde, ihre persönlichen Konflikte zu lösen. So einfach war das allerdings nicht. Ian'To würde einiges zu tun bekommen, dachte sie, sofern er auf dem Schiff bleiben würde.

    Sie kniff die Lippen zusammen, als ihr älteres Pendant sich verabschiedete. Ihre Kehle war allerdings so trocken, dass sie keinen Ton herausbrachte. Sie starrte danach Edin und Malone an und wartete auf deren Befehle, ehe ihr einfiel, dass sie etwas sagen musste.

    "Die Wissenschaft ist ebenfalls bereit, Sir", krächzte sie halblaut, weil Edin bei seiner Frage nicht abgegrenzt hatte, welche Alejandra er damit gemeint hatte.


    ****Maschinenraum an Brücke, strahlendes Wetter hier unten. Ideal für einen Ausflug. Die Getränke stehen auch schon kühl.Es kann von meiner Seite aus losgehen.**** meldete sich die alte Alejandra dann mit offensichtlichem Galgenhumor, als sie ihre Position eingenommen hatte.

    Ort des Geschehens: KR

    Beteiligte Personen: Kyle Tayler, junge Alejandra


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    Alejandra verzog kurz den Mund zu einem Lächeln.

    "Das Team weiß Bescheid. Und da ich momentan mit zwei Versionen auf dem Schiff herumhüpfe, ist det eine oder andet vermutlich froh, wenn er mal eine Pause von Waldez hat", meinte sie schmunzelnd. Dann wurde sie wieder ernst und sie beschlich wieder dieses doofe Gefühl, dass sie etwas übersehen hatte. Wenn Tayler etwas fand, würde das auf sie und ihre Arbeit zurückfallen. Aber war da wirklich was?

    "Darf ich, Sir?" fragte sie, ehe sie die Daten und Berechnungen an einem der Monitore im KR freischaltete.

    "Hier können sie alles einsehen. Ich habe die einzelnen Stationskonsolen auf der Brücke manuell eingestellt und werde sie von dort aus regelmäßig überprüfen und kontrollieren. Ms. Waldez, also meine ältere Version, wird das Ganze vom Maschinenraum aus im Auge behalten und entsprechende Einstellungen vornehmen, falls notwendig. Der Chefingenieur ist momentan ja leider indisponiert. Da sie sich jahrelang mit diesen Berechnungen befasst hat, macht das Sinn. Außerdem.....", sie zögerte kurz. Aber sie sollte zumindest gegenüber ihren Vorgesetzten mit offenen Karten spielen. "....außerdem werden sie aus meiner Akte herauslesen können, dass ich, also wir, beide einmal Chefingenieur auf der Kopernikus waren. Dieser Arbeitsbereich ist uns also nicht unbekannt." Sie ging nicht darauf ein, weshalb sie gewechselt hatte. Und hoffentlich fragte er nicht danach.

    Es schlich sich wiedet dieses Gefühl ein. Und dieses Mal wurde es greifbar. Was hatte sie gesagt? Manuelle Einstellungen auf der Brücke...nein, das war es nicht, was ihr ein unruhiges Gefühl verpasste und nervös sein ließ. Sie ging ihre wortwahl weiter durch. Dann weiteten sich ihre Augen erschrocken. Maschinenraum. Manuell.

    Sie schnappte nach Luft, drehte auf dem Absatz herum und rief sich die entsprechenden Daten an dem Terminal auf, welches sie für den XO aktieviert hatte- ohne darauf zu achten, was er von ihrem Verhalten halten mochte. Sie sah, was sie eben nicht sah, da die alte Alejandra diese Daten nicht offen integriert hatte. Sie konzentrierte sich, etwas tiefer zu graben und stieß nach wenigen Minuten auf das, was sie suchte.

    "Madre de Dios!" Sie drehte sich zu Tayler.

    "Sie muss sich dazu im Maschinenkern aufhalten. Und sie wollte offenbar nicht, dass ich das vor unserem Sprung herausfinde. Wenn ich recht darüber nachdenke, hat sie sich vorhin recht seltsam verabschiedet.

    Ich glaube, DAS war es, was mich die ganze Zeit hat grübeln lassen, dass etwas nicht stimmt. Weil ich das nicht recht einordnen konnte."

    Dass ihr Gerede gerade keinen Sinn für den XO ergab, daran dachte sie erst, als ein kurzes Schweigen einsetzte.

    Sie würde sterben. Also...nicht sie selbst, sondern die andere Alejandra. Gott das war alles so verwirrend.

    Sie presste die Lippen aufeinander, dann versuchte sie, ruhig zu bleiben und nicht gleich aus diesem Raum zu stürmen und die andere Alejandra zur Rede zu stellen.

    Sie atmete drei Mal tief ein und straffte ihre Uniform.


    "Verzeihung, Sir. Ich habe gerade etwas entdeckt, das zwar für das große Ganze nicht relevant ist, individuell allerdings.....", sie brach ab, dann startete sie neu.

    "Ich sollte ihnen wohl erst einmal erklären, was diese Berechnungen so darstellen und was ich gerade daraus herausgelesen habe...." Und genau das tat sie dann in einem ruhigen Tonfall. Innerlich jedoch zitterte sie. Hätte sie oben an ihrer Konsole in ein paar Stunden ohne dieses Wissen den Sprung initiiert, hätte sie sich danach selbst auf dem Gewissen.

    Ort des Geschehens: Arboretum

    Beteiligte Personen: die alte Alejandra, Hamion Edin, Zaiben Malone


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    Leise ist gut. Und ich würde lieber auf die Diskussionen mit mir selbst verzichten“, meinte sie, sah dann aber seinen Gesichtsausdruck, dass er in dem Punkt nicht nachgeben würde. Sie seufzte.

    „Also gut, ich rede mit ihr. Aber es kommt gar nicht in Frage, dass du mir die Lorbeeren klaust. Außerdem...gibt es mich gewissermaßen zweimal. Jedenfalls, momentan. Da kann man auf eine getrost verzichten“, meinte sie und wandte sich Zaiben und der Flut an Fragen zu, die der Junge los ließ.

    Das ist eine lange Geschichte und die Zeit ist zu kurz, um sie damit zu verschwenden. Ich kenne dich, ich kenne deinenPapa und ja, die hab ich geschnitzt. Und Captain Edin hat Recht, gehen wir ein Eis essen. Das habe ich seit...Ewigkeiten nicht mehr gehabt. Zitronenmilcheis mit weißen Schokoladenstückchen, das wäre eine gute Variante.“ ####als letzte Malzeit, bevor ich aufhöre zu existieren#### dachte sie den angefangenen Satz zu Ende.

    Ort des Geschehens: Brücke/BR des XO

    Beteiligte Personen: Malone (erwähnt), ian'to (erwähnt), Tayler


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    Alejandra zuckte zusammen, als Tayler sie über KOM rief. Ihr war es gar nicht recht, ihren Posten für ein Gespräch verlassen zu müssen. Aber ihr fiel spontan kein Grund ein, wie sie das dem neuen XO abschlagen könnte, außer vielleicht, ihr äkteres Pendant vorzuschieben. Aber das würde irgendwann auffallen.

    Also stand sie auf und nickte Malone und Ian'To zu, ehe sie den Raum aufsuchte, den Tayler dafür vorgesehen hatte. Es sollte nicht lange dauern.

    Nachdem sie eingetreten war, nahm sie Haltung an. Wie immer war sie direkt, ohne groß darüber nachzudenken.

    "Sie wollten mich sprechen, Sir? Und ich möchte nicht respektlos klingen, aber ich habe nicht lange Zeit für ein Gespräch. Wir stehen kurz davor, Captain Edins Pläne in die Tat umzusetzen. Als WO sollte ich dazu auf der Brücke sein."

    Erst als sie es ausgesprochen hatte, wurde ihr klar, dass sie dafür wohl gerügt werden würde und es ihr nicht zu stand, das gegenüber ihrem Vorgesetzten zu erwähnen, wenn er es so entschieden hatte.

    Ort des Geschehens: Brücke


    beteiligte Personen: Malone, junge Alejandra


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    Als Malone die Brücke betrat und einen Bericht einforderte, wandte sich Alejandra um.

    "Die wissenschaftliche Station ist voll einsatzbereit, Sir. Außerdem hat jede Station ein Update bezüglich der Sprung-Daten erhalten. Alles läuft innerhalb der berechneten Parameter. Wir sind bereit, Sir." informierte sie den frisch gebackenen Captain des Schiffes.

    "Meinen Glückwunsch zur Beförderung, Sir." schob sie noch hinterher und nickte ihm zu, ehe sie sich wieder den Daten widmete.



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    Ort des Geschehens: Arboretum


    beteiligte Personen: Edin, alte Alejandra


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    Über Alejandras Gesicht huschte ein kurzes Lächeln, als der kleine Zaiben auftauchte. Uh, sie erinnerte sich.

    "Zaiben Malone", sagte sie und dachte bei sich, dass er in einem Lebensalter war, wo noch nicht all die Verantwortung auf seinen Schultern lag, die ihn auf dem Planeten getroffen hatte.

    "Du hast vor kurzem eine junge Frau gefragt, ob sie Jedi oder Sith sei, nicht wahr? Sie hat Jedi gesagt. Aber Ich glaube, Han Solo oder Chewbacca wäre die richtige Antwort."

    Dann langte sie in ihre Tasche, zog die Holzfigur heraus und reichte sie dem Jungen, der sie mit einem verwirrten Blick bedachte, was nicht verwunderlich war, da er vermutlich die alte Alejandra in keinstwr Form mit dem, was auf der Sternbasis gewesen war, in Verbindung bringen konnte.

    "Hier. Für deinen kleinen Bruder Ed. Du solltest es für ihn gut vewahren, bis er nicht mehr versuchen wird, ein Ohr davon abzukauen."

    Ort des Geschehens: Arboretum

    Beteiligte Personen: Hamion Edin, alte Alejandra


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    "Es gibt dagegen keinen ausreichenden Schutz, Hamion. Das weißt du, das weiß ich. Aber das ist auch gut so. Ich glaube, mit exremen Strahlenschäden leben zu müssen...

    Wir wissen beide, dass das besser niemandem aufgebürdet werden sollte. Sterben zu dürfen nach einer Verstrahlung dieser Art ist eine....Erlösung."

    Sie schwieg kurz und betrachtete eine der Blumen, die im Beet vor der Sitzbank angepflanzt war.

    "Ich bin leise auf diese Welt gekommen und ich werde sie auch wieder leise verlassen. Deshalb braucht niemand davon wissen, Hamion.

    Wenn es dich beruhigt, werde ich Ms. Bancroft aufsuchen. Sie wird zwar kein ausreichendes Mittel gegen eine solche Verstrahlung haben, von der wir hier reden, aber gegen Schmerzen. Ich werde mich auch nicht verabschieden.

    Und wir werden uns irgendwann wiedersehen."

    Sie war Spanierin und der Glaube tief in ihr und ihrer Familie verwurzelt.



    Ort: Brücke

    Beteiligte: junge alejandra, Ian'to (erwähnt), kyle tayler (erwähnt)


    Alejandra hatte nach ihrem Gespräch mit Ian'To nicht wieder darüber nachgegrübelt, dass etwas nicht stimmte, sondern beschäftigte sich mit der Wissenschaftskonsole und deren Daten. Sie zeichnete alles auf, was von dem Wurmloch durch die Scans gerade eintraf. Ian'To war mit diesem Tayler verschwunden, mit dem ihr auch noch ein Gespräch bevorstand. Sie war auf der einen Seite neugierig, wer das war, auf der anderen Seite war sie ihrer Meinung nach zu angespannt, um in einer solchen Situation aus dem Nähkästchen zu plaudern und Small Talk zum besseren Kennenlernen zu betreiben.

    Ort des Geschehens: Offiziersmesse --> Brücke

    Beteiligte Personen: Ian'To, junge Alejandra, Tayler (erwähnt)


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    "Also gut, dann eben perfektionistisch", meinte sie schulterzuckend.

    "Ich weiß nur nicht, ob ich diejenige sein will, die ich mit diesen Eigenschaften tatsächlich bin." Und dann ließ sie die Bombe platzen.

    "Ich weiß nicht, wie viel ihnen die andere Alejandra erzählt hat, Mr. Ian'To. Aber Fakt ist, dass wegen mir, wegen meiner Arbeit viele gestorben sind. Weil ich nicht Nein gesagt habe. Weil ich meine Eltern und mein eigenes Leben dadurch rettete. Weil meine Arbeit von Earth first zu etwas verdreht wurde, was zur Vernichtung von fast vierzig Personen herangezogen wurde. Ich hätte es besser wissen müssen, für was sie es verwenden anstatt zu denken, dass alles gut gehen würde, wenn ich ihnen das baue", sagte sie bitter.

    "Und auch wenn mich das Starfleet Gericht freigesprochen hat, lastet dennoch die Verantwortung für mein Tun auf mir. Und die Leben, die dadurch ausgelöscht wurden, sind unwiederbringlich verloren."

    Sie blinzelte die aufkeimenden Tränen aus den Augenwinkeln, stand auf und überspielte ihren innerlichen Gefühlsaufruhr, indem sie Richtung Brücke ging. Da es unhöflich gewesen wäre, vorauszuspringen, ging sie neben Ian'To her, der eher einen Schlendergang eingelegt hatte.

    "Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Schuld ist eine Sache, die man nicht so leicht los wird. Es spricht für sie, dass sie mich nicht deshalb verurteilen. Vieleicht täten sie es, wenn es einer ihrer Verwandten gewesen wäre.

    Viele andere verzeihen meine Entscheidung jedenfalls nicht, und ich kann das nachvollziehen."

    Als sie den TL auf der Brücke wieder verließ, drehte sie sich nochmal zu ihm hin, als er mehr oder weniger fragte, ob ihr das Gespräch geholfen hatte.

    "Es war ein Anfang. Ich denke, es war nicht das letzte Gespräch zwischen uns beiden."

    Aber schwören konnte sie das nicht. Dafür gab es zu viele Unwägbarkeiten. Würden sie den Zeitsprung schaffen? Was geschah danach? Vielleicht würde der Vulkanier gar nicht bleiben. Würde er nach dem Sprung überhaupt noch existieren?

    Als tayler seine Ansprache hielt, war sie kurz etwas verwirrt, weil sie den Offizier nicht kannte. Aber sie nickte zu seinen Worten, ein Zeixhen für ihn, dass sie verstanden hatte.






    Ort des geschehens: Arboretum


    Beteiligte Personen: Die alte Alejandra bei Edin


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    "Natürlich weiß ich, was das bedeutet. Aber mal ehrlich, wen willst du sonst da reinschicken? Jemanden von der jungen Crew? Sie haben ihr Leben noch vor sich. Jemanden daraus auszuwählen wäre grausam und nicht fair."

    Sie schob den Ärmel ihrer verkrüppelten Hand ein wenig zurück und drehte ihre verbrannte Gesichtshälfte zu Hamion.

    "Es ist nur logisch, dass ich das mache. Ich bin entbehrlich- *sie schnaufte* Mein Leben für das vieler. Ich hab noch was gutzumachen mit dem Universum."

    Sie faltete die Hände im Schoß und sah darauf.

    "Ich weiß, dass ich den Tod derer, den ich vielfach verschuldet habe, nicht ändern kann. Ich hätte mich nur schon damals auf diese Seite der Medaille stellen sollen."

    Sie sah wieder zu Hamion.

    "Lass mich das tun, damit ich meinen Frieden finden kann. Und ebenso...mein jüngeres Pendant." Sie lächelte.

    "Wir können ja nicht beide für das verantwortlich sein, was damals auf der Erde passiert ist. Das kannst du ruhig ganz mir zusprechen. Vielleicht hilft ihr das, sich irgendwann selbst zu verzeihen, wenn jemand anderes die Schuld dafür übernimmt."

    Ort des Geschehens: Arboretum

    Beteiligte Personen: Hamion Edin, die alte Alejandra


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    Als Hamion erschien, umschloss Alejandra den Luchs, so dass er fast unsichtbar wurde.

    Hamion“, begrüßte sie ihn und nickte ihm so zu, dass er sich neben sie setzte. Sie ließ das Holztier wieder in ihrer Tasche verschwinden und nahm statt dessen ein PADD in die Hand, was sie Edin reichte.

    „Das hier sind die vollständigen Daten, die wir für den Sprung brauchen. Die andere Alejandra hat sie zwar auch, allerdings habe ich dort einen Teil verschlüsselt und als Subroutine abgespeichert. Ich habe die Simulation oft genug abspielen lassen, um sicher zu gehen.“

    Sie sah jetzt Edin an.

    „ Bei fast allen anfänglichen Simus ist unsere Mission jedes Mal gescheitert. Bis...bis ich eine weitere Komponente hinzugefügt habe, von der übrigens meine jüngere Version bisher nichts ahnt. Und das sollte auch so bleiben, bevor sie noch Dummheiten macht und alles stoppen will oder sonswie viel Wind aufwirbelt und die Mission damit gefährdet.“

    Sie ließ Hamion Zeit, die Daten durchzusehen, vor allem den unverschlüsselten Teil dieser Version.

    Er würde von selbst drauf kommen, dass sich jemand zum Zeitpunkt des Sprungs an einem Ort aufhalten musste, von dem es für denjenigen, der sich dort befand, keine Wiederkehr geben würde.

    „Wir werden die Mission unter keinen Umständen stoppen. Ich melde mich hiermit freiwillig für diesen besonderen Posten.“


    Ort des Geschehens: Offiziersmesse

    Beteiligte Personen: Ian‘To


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    „Tja, offenbar war ich für diesen Plan ebenfalls Feuer und Flamme. Und ich glaube, ich weiß auch, wieso“, meinte sie. Als er von sich begann zu erzählen, hörte sie zu. An der Stelle mit den menschlichen Gefühlen schluckte sie.

    „Nun ja, man lernt, damit zu leben“, sagte sie leise. „Manchmal wäre es einfacher, keine Gefühle zu haben. Leider kommt man da nicht drum rum, es sei denn, etwas läuft grundlegend falsch.“

    Sie blickte Ian‘To dabei nicht an, sondern an ihm vorbei und fixierte einen Punkt. Sie erinnerte sich daran, weshalb sie den Posten gewechselt hatte und nun hier war. Ihr Gewissen ließ sie diesbezüglich einfach nicht los. Aber wenn es nicht wäre, wäre sie wohl kein Mensch. So viele Leben....für zwei, die sie kannte. Sie schüttelte leicht den Kopf, um wieder ins hier und jetzt zurückzukehren.

    Ian‘To redete weiter.

    „Ich denke, damit komme ich klar, dass sie hier ist. Auch die Zusammenarbeit klappt.“ Sie trank wieder einen Schluck.

    „Sie hat hauptsächlich die Simulationen beaufsichtigt, während ich an anderer Stelle gebraucht wurde in letzter Zeit. Wenn es nach mir ginge, würde ich mich nochmal hinsetzen und die Daten nochmals prüfen. Aber da die Zeit knapp ist, geht das nicht“, meinte sie. Sollte sie der alten Alejandra vertrauen? sie sollte es. Das war irgendwie, wie sich selbst vertrauen, oder?

    „Ich bin nicht sie. Vielleicht war sie ich, irgendwann einmal. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich genau so entscheiden würde, wie sie es getan hat. Oder tut. Kann ich ihr vertrauen? Kann ich ihren Berechnungen vertrauen? Oder sollte ich zur Sicherheit aller selbst nochmal nachrechnen?“

    Sie drehte die fast leere Kaffeetasse in ihren Händen hin und her.

    Allerdings, wenn ich das tue, dann wird das mit der Pause schwierig.“


    Ort des Geschehens: Turbolift, Offiziersmesse

    Beteiligte Personen: Ian‘To.


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    Alejandra musste lachen, als der Vulkanier die Sache mit dem Nerven erwähnte.

    „Ich glaube, dass jeder, der seinen Beruf mit Passion ausübt, nervig sein kann für andere“, meinte sie und betrat den Turbolift.

    Wahnsinn also, ja? Dann befinde ich mich wohl bei ihnen in bester Gesellschaft.“

    Sie schmunzelte, wurde dann aber wieder ernst, als er weiterredete.

    „Einen Kaffee mit Milch und Zucker“, gab sie an und nahm dann auch die Tasse von Ian‘To entgegen. Sie rührte den Zucker unter, so dass er sich auflösen konnte.

    „Sie haben Sehnsucht nach dem Unfassbarem. Das ist ungewöhnlich. War das der Grund, weshalb sie den Planeten mit uns verlassen haben und Zara Malone zurückließen?“, fragte sie spontan und merkte erst dann, dass ihr diese Frage eigentlich nicht zustand.

    „Entschuldigung, das geht mich eigentlich gar nichts an, vergessen Sie‘s.“

    Sie nippte an ihrem Kaffee, um den Faux pas zu übergehen.

    „Um auf ihre Frage zurückzukommen, was mich momentan beschäftigt. Wissen sie, es ist doch wirklich seltsam. Im Grunde existiere ich gerade doppelt. Das ist echt schräg. Da bekommt das Wörtchen Selbstgespräche führen gleich eine ganz andere Bedeutung. Alejandra hat mir viel erzählt, was in den vielen Jahren dort unten passiert ist. Sie hat mir Tipps gegeben. Warnungen. Details, wie ich, nein, wie sie entschieden hat oder ich mich vielleicht entscheiden würde, wenn ich in dieselbe Situation geraten würde. Das ist, einfach gesagt, alles sehr verwirrend. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich etwas übersehe. Etwas Wichtiges. Und es hat mit all dem hier zu tun, aber ich kann es einfach nicht greifen.“

    Sie verstummte kurz.

    „Es ist wie wenn man weiß, dass in der Mathe-Aufgabe an der Akademie ein Fehler drin steckt, man ihn aber partout nicht findet. Und wenn wir auch nur den geringsten Fehler bei den Berechnungen hier gemacht haben, wird das für uns alle übel enden.“

    Sie schaute kurz durch das Panoramafenster der Offiziersmesse.

    Der Grund, warum ich das mache ist der, dass ich eine Zukunft vermeiden möchte, die eigentlich noch gar nicht geschrieben ist- für mich. Für mein älteres Pendant hingegen...ist es die Vergangenheit, die wir versuchen zu ändern. Ich...bin diesem Projekt sehr skeptisch eingestellt. Vielleicht täuscht mich mein Gefühl einfach auch deshalb, dass etwas nicht stimmt.“

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Ian‘To (junge Alejandra)


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    Waldez hatte beim ersten Mal nicht reagiert, da sie zu vertieft in ihre Arbeit gewesen war und außerdem kein Interesse hatte, mit Ian‘To zu reden. Aber als sich der Vulkanier neben sie kniete, konnte sie nicht so tun, als ob sie ihn nicht bemerkte.

    „Sie werden nicht locker lassen, oder?“

    Sie seufzte leise.

    „also gut, einen Kaffee, wenn ich hier fertig bin. Es fehlt im übrigen nur noch eine Konsole, die die Daten braucht. Aber dann muss ich wieder an die Arbeit.“

    Sie stöpselte wieder aus und nebenan ein, tippte etwas und wartete dann. Ian‘To war immer noch da, also versuchte sie ein lächeln. Und sowas wie eine Konversation.

    „Ich sollte sie vorwarnen. Der letzte Counselor, mit dem ich gesprochen habe, ist schreiend davongelaufen“, witzelte sie und dachte an den Denobulaner, der kurz nach seinem Dienstantritt auf der Perception diese auch direkt wieder verlassen hatte. Okay, er war nicht wegen ihr wieder gegangen und auch nicht davongerannt. Eigentlich hatte er auch nicht geschrien, aber ein bisschen übertreiben durfte man doch, oder? Als das Gerät piepte, zog sie erneut den Stecker.

    „So, fertig.“

    Sie richtete sich auf und deutete dem Counselor an, vorzugehen. Sie folgte ihm in Richtung Kaffee, wo auch immer der Vulkanier vorhatte, ihn zu replizieren.

    „Nebenbei bemerkt habe ich gelernt, die Leute nicht nach ihrem ersten Eindruck einzuschätzen und zu beurteilen. Denn verurteilt wird man ziemlich schnell.“

    Ort des Geschehens: Brücke, Arboretum

    Beteiligte Personen: Brückenoffiziere, Edin


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    Die junge Alejandra bestätigte und machte sich daran, die Brückenkonsolen zu modifizieren, eine nach der anderen. Sie sah noch, wie Malone die Brücke verließ, kümmerte sich aber nicht weiter darum. Sie war unruhig. Irgendwas war doch noch gewesen...aber sie kam nicht drauf und wurde durch den eintreffenden Vulkanier auch wieder abgelenkt, während sie neben der TO Konsole kniete und die Daten dort aufspielte. Da der Transfer von alleine lappte, beobachtete sie Ian‘To, wie er seinen Platz neben dem Captains Chair einnahm. Ein komischer Vogel, dachte sie. Ein schwuler Vulkanier, der Gefühle zeigte und zusätzlich etwas mit einer Frau angefangen hatte, die er kurz darauf verlassen hatte. Sie hatte doch mehr mitbekommen auf dem Planeten, als sie hatte mitkriegen wollen. Aber das war alles unübersehbar gewesen. Puh. Und er war Counselor, was sie bei dem, was sie so gesehen hatte, irritiert dastehen ließ.

    Sie blickte weg, als Ian‘To begann, sich umzusehen und jedes crewmitglied auf der Brücke anfing zu mustern und kümmerte sich um ihre Arbeit. Als das PADD kurz aufpiepte und damit signalisierte, dass die übertragung hier fertig war, nahm sie es in die Hand, richtete sich auf und zog zur nächsten Konsole, die das Update bekommen sollte, die CON. Auch hier suchte sie sich den passenden Port und begann mit dem Aufspielen. Irgendwas....verdammt! Sie konnte sich einfach niht recht konzentrieren. Zuviel anderes spukte ihr im Kopf herum. Unter anderem das Gespräch mit der alten Alejandra über ihre Vergangenheit, wem sie wohl vertrauen konnte und wem nicht. Wer sie verurteilt hatte und wer nicht. Und ob sie sich überhaupt irgendwem anvertrauen sollte oder nicht.

    Etwas ruppiger als geplant zog sie den Stecker und wanderte zur nächsten Konsole.


    ***Aye, ich warte sort auf sie**** bestätigte die alte Alejandra, raffte ihr fetzenartiges Kleid, das sie nicht abgelegt hatte, seit sie an Bord der Perception geraten war und ging in Richtung Arboretum.

    Dort angekommen, setzte sie sich auf eine der Bänke und wartete in aller Stille. Als sie die Hand auf den Stoff legte, fühlte sie etwas härteres darunter. Seltsam. Was war das? Neugierig schob sie die Hand zwischen die Falten und zog einen Gegenstand aus der darunter befindlichen Tasche heraus. Es war eine geschnitzte Holzfigur, die sie da zwischen ihren Fingern ihrer gesunden Hand drehte. Wie kam das hierher?

    Es war ein kleiner sitzender Luchs, den sie da hielt. Und sie hatte ihn nach dem Absturz am Waldrand aus einem Stück Jukaholz für Ed geschnitzt, als er Junge ungefähr 7 gewesen war. Damals hatte der kleine Junge das Stück Holz angeschleift und die Rinde bereits abgepellt. Darunter war eine schöne Holzmaserung zum Vorschein gekommen, die alejandra damals tatsächlich an die Flecken eines Luchses erinnert hatte. So war sie auf das Motiv gekommen und hatte Ed ein paar Grundzüge des Schnitzens gezeigt. Natürlich war der Junge nicht lange bei der Sache gewesen, sondern irgendwann wieder abgeflitzt, um weiter die Gegend zu erkunden. Sie hatte es vollendet und ihm danach überlassen. Es war ein schöner Tag gewesen- vor dem ganzen Unglück.

    Warum also steckte das Tier nun in ihrem Kleid? Ed hatte seit Ewigkeiten nichts mehr mit ihr geredet. Nicht, seit dem Unglück. Danach hatte er sie gehasst, das hatte sie gespürt. Sie hatte auch nie den Versuch gemacht, sich mit ihm zu versöhnen.....weil sie dachte, dass er Recht und allen Grund dazu hatte. Sie hatte ihm den Vater genommen....

    Alejandra starrte auf die Schnitzerei. Er musste es ihr in die Tasche gesteckt haben, als er sie am letzten Abend auf dem planeten kurz touchiert hatte im Vorbeigehen.

    Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Ed diese Figur all die Jahre behalten hatte. Sie war abgenutzt und speckig, die Holzoberfläche des Luchses glänzte entsprechend, weil es offenbar viel benutzt worden war.


    Ort des Geschehens: Holodeck, Brücke

    Beteiligte Personen: Edin, Malone


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    Sowohl die junge als auch die alte Alejandra hielten sich auf dem Holodeck auf. Die alte Alejandra hatte in den vergangenen zwei Wochen die Simulationen verfeinert und immer wieder mithilfe der jungen Alejandra ablaufen lassen. Sie hatten miteinander erzählt, das hieß, die alte Alejandra hatte der jungen Alejandra erzählt, was genau passiert war. Und auch wie welche Leute reagiert hatten, als die Sache mit ihrer beider Vergangenheit herausgekommen war. Waldez hatte sich vorgenommen, zu schweigen wie ein Grab. Allerdings war ihr auch klar, dass sie dann weniger zeigen sollte, was sie technisch auf dem Kasten hatte und dieses Gebiet vollkommen Webb überlassen sollte. Das sollte sie sowieso. Sie war hier als WO. Nicht als CI.

    Die junge Alejandra zog gerade Daten auf ein PADD, die ihr die alte Alejandra zur Verfügung gestellt hatte, wie die einzelnen Brücken- Konsolen konfiguriert werden sollten, damit das Vorhaben gelänge. Das Meiste hatte die alte Alejandra konfiguriert.

    „Du solltest am Besten nach oben gehen und die Daten direkt aufspielen. Wir sehen uns nachher wieder“, meinte sie und drückte die junge Alejandra wie eine Mutter, die ihr Kind in die Schule schickte. Ihr jüngeres Pendant erwiderte die Umarmung etwas irritiert, nickte und verließ mit dem PADD das Holodeck.

    Irgendwas war seltsam, dachte Alejandra auf ihrem Weg nach oben, während sie die Daten musterte. Irgendwas, aber sie konnte es nicht recht greifen. Und bevor sie sich genauer damit beschäftigen konnte, wurde sie durch einen jungen afähnrich aus ihren Gedanken gerissen, der sie beim Betreten des Turbolifts anrempelte und sich tausendfach für seine Tolpatschigkeit entschuldigte. Als der TL wieder hielt, hatte sie vergessen, um was sie sich vor 2 Minuten noch gesorgt hatte.

    Sie betrat die Brücke und wandte sich an denjenigen, der im Kommandostuhl saß.

    „Sir, wir haben die Simulationen beendet. Die für unser Vorhaben beste Datenknfigurationen habe ich hier auf dem PADD. Mit ihrer Erlaubnis werde ich sie auf die Brückenkonsolen aufspielen, damit wir, sobald wir mit unserem Vorhaben beginnen, bestens gerüstet sind.“


    Die alte Aleandra atmete auf, als die junge das Holodeck verließ. Sie hatte viele Simluationen laufen lassen, ja. Und sie waren anfangs alle sehr unterschiedlich ausgefallen. Meistens hatte es mit einem Scheitern der Mission zu tun. Egal, wie sie es angestellt hatte war das Schiff in dem Wurmloch zerquetscht worden, war explodiert oder durch die RaumZeitVerzerrung in unterschiedliche Zeiten und Räume zerrissen worden. Die Besatzung starb, alterte zu schnell oder starb auf grässliche Art und Weise. Sie hatte jede erdenkliche Konfiguration versucht. Letztendlich hatte nur eines geholfen, dass die Simulationen von Erfolg gekrönt waren und die Ergebnisse geliefert hatten, die die junge Alejandra nun auf die Brücke hochtrug. Die alte Alejandra hatte erkannt, dass nicht alle würden überleben können, wenn sie diesen Sprung wagten. Nicht immer konnte die Technik alles hinbiegen. Manchmal musste die Technik von jemandem gebogen und gehalten werden, damit es funktionieren konnte. 90 % der Misserfolge beruhten darauf, dass sich während des Sprungs jemand im Maschinenkern aufhalten musste und gegebenenfalls die Rekalibrierung der Injektorverbindungen vor Ort durchführen musste, wenn sich etwas verschob-was hochwahrscheinlich war. Selbst mit Strahlenanzug bedeutete das den Tod für diese Person.

    Also hatte sie eine menschliche Komponente in ihre Simulationen aufgenommen, die damit unweigerlich in den Tod geschickt wurde. Sie würde freiwillig diesen Part übernehmen. Sie hatte nichts zu verlieren. Außerdem wäre der Tod eine Erlösung für sie.


    Dieses kleine Detail hatte sie allerdings nicht bei den Daten belassen, die sie der jungen Alejandra mitgegeben hatte. Würde ihr junges Pendant oder Webb Zeit finden darüber genauer zu grübeln, würde ihnen das auffallen....Besser, sie wussten nichts davon.

    Aber...es gab keinen anderen Weg. Sie würde es Edin selbst sagen. Sonst niemanden.

    ****Ihre Waldez an Edin. Ich sollte sie sprechen, Sir. Nach Möglichkeit allein.***