Beiträge von Alejandra Waldez

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Malone


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    „Ich denke, der Transporter ist die bessere Wahl, Sir. Die Perception hat wesentlich mehr Energie zur Verfügung als ein Shuttle“, entschloss sich Alejandra, dann zu sagen.


    Ort des Geschehens: Transporterraum

    beteiligte Personen: Das Außenteam


    Nachdem M‘Less zurück auf die Brücke beordert worden war, hatte sich Ensign Oqa Tha Okra relativ leise verhalten und nicht weiter versucht, ein Gespräch anzufangen. Er nahm den Phaser mit einem Nicken entgegen und versorgte sich selbst mit einem wissenschaftlichen Tricorder, der natürlich bei einer solchen Mission nicht fehlen durfte.

    Danke, Sir“, sagte er mit seiner tiefen Bassstimme zu dem Kadetten, der ihm die Waffe in die Hand gedrückt hatte.

    „Ich bin bereit, Sir“, gab er an Imset weiter und stellte sich schon mal auf die Plattform.

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Malone, und wer sonst noch so kurz vor dem TL steht


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    Ahm...“, entkam Alejandra und sie überlegte kurz. „Ich...schwer zu sagen, Sir. Kommt drauf an, wie lange sie drüben wären. Wenn wir auf Nummer sicher gehen wollen, ja. Dann wäre ein Shuttle angebracht. Wenn sie beamen, dann besteht das Risiko, das wir sie nach einer gewissen Zeit einzeln hintereinander beamen müssen, sofern der Maschinenraum diese Energiefluktuationen nicht eindämmen kann“, antwortete sie dann auf Malones Frage. Sie war sich selbst nicht sicher, ob sie Malone nun definitiv das Shuttle empfehlen sollte oder nicht.
    Wenn nicht nur die Perception davon betroffen ist, sondern das Shuttle ebenfalls, kann es auch sein, dass das Team auch damit Probleme bezüglich ihrer Rückkehr hat“, fügte sie hinzu.

    Ort des Geschehens: Brücke/ TR1

    Beteiligte Personen: Malone /alle im Außenteam


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    Alejandra drehte sich zu Kommandanten.

    "Ahm, nein, Sir. Ich hatte nur gerade eine kleine Meinungsverschiedenheit mit jemandem aus dem Maschinenraum. Nicht weiter wichtig" ,meinte sie dann und besah sich ihre Werte wieder.

    "Ensign Okra hatte Energiefluktuationen registriert, ebenso wie Kadett M'Less. Es sieht so aus, als ob jemand Energie vom Schiff abzieht und wir deshalb den Energiezufluss erhöhen müssen, um konstant im Orbit um die Station herum zu bleiben. Allerdings, und das irritiert mich, findet das Ganze nicht kontinuierlich statt, sondern in unterschiedlich starken Schüben, die allerdings so stark gar nicht sind, dass ein Alarm losgehen würde oder so", versuchte sie zu erklären.

    Ich werde versuchen, das Außenteam ständig mit den Transportern erfasst zu halten. Aber wenn das so weitergeht, könnte es beim Rücktransport Probleme geben. Schwer abzuschätzen, Sir."

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Waldez, Okra, Imset, M‘Less, Malone, Edin, und, und , und


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    Alejandra stritt sich leise über KOM mit einem Mitarbeiter aus dem Maschinenraum, während Okra hinter Imset und Oz geduldig wartete, bis der CON dazustieß und sie sich gemeinsam auf den Weg zu Transporterraum 1 machten. Okra stand neben dem Cait. In der Größe unterschieden sich die beiden kaum. Sie beide überragten Imset und Oz um fast 2 Köpfe, was den Wissenschaftler in dem Moment kurz erheitert lächeln ließ. Als er es bemerkte, versuchte er es direkt zu verstecken, indem er eine Konversation mit dem Cait anstrebte.

    „Ihre erste Außenmission, Kadett?“ fragte er mit seiner tiefen, sonoren Stimme.

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Imset, Okra, Oz, Waldez, M'Less usw.


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    "Sie Glückspilz", flüsterte Alejandra dem Sirier zu, als sich dieser erhob, um Imsets Aufruf Folge zu leisten. Ein klein wenig beneidete Alejandra ihren Stellvertreter ja. Aber das konnte sie verschmerzen, solange sie eben nicht im Quartier sein musste. Seltsam. Bevor sie auf die Percy gekommen war, war ihr nichts lieber gewesen, als im Quartier allein zu sein. Jetzt war eher das Gegenteil der Fall. Hatte das der Tod der alten Alejandra ausgelöst, oder deren Worte? Alejandra schüttelte den Kopf. Es war ja eigentlich nichts schlimmes. Das gehörte jetzt aber nicht hierher. Darüber konnte sie auch zu einem anderen Zeitpunkt nachdenken. Sie aktivierte das interne KOM zum Maschinenraum.

    ***Waldez an Maschinenraum. Es gibt ungewöhnliche Energieschwankungen, die wir hier auf der Brücke orten. Um aber einwandfrei arbeiten zu können, brauchen wir Konstanz. Könnten sie sich darum bitte kümmern?*** gab sie durch, was sie mit Okra kurz zuvor besprochen hatte bei der Übergabe.

    Okra ging indes zu Imset und Oz hinüber, die sich über die Bewaffnung und Ausrüstung des ATs unterhielten. Der Kleine machte sich ganz gut, dachte der Sirier. Seine Argumentation war schlüssig und korrekt.

    Ort des Geschehens: Brücke/Quartier WO

    Beteiligte Personen: Malone, Harris, M'Less und sowieso alle auf der Brücke


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    Oqa Tha Okra nickte verstehend, sowohl zu M’Less als auch zu Malone. Die Energieschwankungen machten ihm Sorgen. Was auf der Station konnte das auslösen, grübelte er für sich und justierte seine Konsole neu. Vielleicht lieferten die veränderten Einstellungen bessere Ergebnisse.

    Alejandra kratzte sich gerade gelangweilt hinterm Ohr, nachdem sie zu x-ten Mal gegen den Computer verloren hatte in dem neuen Spiel. Das musste an den Regeln liegen….als sie plötzlich aus ihrer nicht vorhandenen Konzentration herausgerissen wurde. Es war eine fremde Stimme, die sie da hörte. Aber was sie sagte, schickte ihr ein Lächeln aufs Gesicht.

    ***Ernsthaft? Cool. Bin schon unterwegs****, zwitscherte sie und schoss förmlich aus ihrem Stuhl hoch. SPielsteine purzelten durch den Raum. Sie ließ alles stehen und liegen wie es war und sah zu, dass sie die Brücke erreichte, bevor sich der Counselingstab es sich anders überlegte. Denn sobald sie einen Fuß auf der Brücke hätte, würde sie nicht wieder umdrehen.

    Als sie die Brücke betrat, meldete sie sich entsprechend bei ihrem kommandierenden Offizer.

    „Melde mich wie erlaubt zum leichten Brückendienst“, sagte sie und huschte zur WO Konsole. Als sie auch schon neben Oqa trat, leise mit ihm sprach und sich in die aktuelle Lage einweihen ließ, verflog ihre gute Laune wieder. Ein Außenteam auf eine Station? Verdammt, da war „nur leichter Brückendienst“ ja fast eine Strafe, dachte sie für sich. ###Aber was solls, besser als im Quartier zu sitzen und über mein totes anderes Ich nachdenken zu sollen.### dachte sie sich und klopfte dem 2,3 m Sirier auf die Schulter, dass er seine Sache bisher gut gemacht hatte.

    Ort des Geschehens:

    Beteiligte Personen: M‘Less, Imset, Malone, Oz


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    Oqa Tha Okra runzelte die behaarte Stirn. Eigentlich hatte er eine Antwort auf seine Frage erwartet, aber der Cait an der CON schwieg. Deshalb räusperte er sich, so dass er es mit seinen Caitohren hören müsste. Er wiederholte sich nur ungern, da der Sirier trotz seiner Größe doch eher zurückhaltend war, damit er nicht aggressiv herüberkam und die Leute Angst vor ihm hatten.

    „Cadett, können wir einen gleichbleibenden Energiefluss aufweisen? Falls nicht, würde ich vorschlagen, dem Maschinenraum Bescheid zu geben, damit das Problem behoben werden kann.“

    Dann wandte er sich an Malone.

    „Ich würde das Außenteam gerne begleiten, Sir. Ich denke, ein Wissenschaftler an dieser Stelle wäre angebracht.“


    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Imset, M'Less, Malone


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    Okra nickte.

    "Und ehemals ihr Fachgebiet, Sir."

    Als Imset dann zur Seite trat, übernahm er die Station und besah sich die Anzeigen. Er brummte leise, als er die Werte sah.

    "Schwankende Energiewerte, Sir. Mal stärker, mal schwächer", sagte er laut in Richtung des kommandierenden Offiziers und sah dann zur CON. hinüber.

    "Ich gehe davon aus, dass diese Schwankungen die Steuerung und andere energiebedürftige Systeme des Schiffes beeinflusst, dass wir selbst einen gleichbleibenden Energiefluss aufweisen können?" fragte er den Cait am Steuer. Okra versuchte weiterhin, die Quelle dieser Schwankungen festzustellen, aber irgendwas beeinflusste auch die Sensoren. Die Signale, die sie lieferten, waren unregelmäßig. Als Imset ein Außenteam erwähnte, hoffte der Sirier jainsgeheim, dass er mit dabei sein durfte. Wenn, dann würde es sein erstes Außenteam sein, das er begleiten durfte.

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Imset, Ens Oqa Tha Okra (NPC Waldez)


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    Oqa Tha Okra hatte gerade Dienst im Wissenschaftsbereich, als er die Nachricht bekam, dass Waldez ausfiel und ihren Dienst übernehmen sollte.

    Er faltetr sich aus dem Stuhl, auf dem er für die bakteriologischen Untersuchungen gesessen hatte und verließ das Labor, um auf die Brücke zu gehen.

    Er war ein waschechter Ureinwohner von Sirius, stolze 2,30 m groß-Nun gut, für seine Rasse war das eher klein, aber das wussten ja zum Glück nur wenige. Oqa war allerdings was den Rest seiner Rasse betraf dann durchschnittlich. Sein Körper war stark behaart. Nicht so extrem wie bei einem Cait oder einem Gorilla, aber auch nicjt nackt wie die meisten Menschen. Seine Augen waren tiefschwarz, ebenso wie seine Augäpfel, so dass er für den ein oder anderen wie eine Art Dämon wirkte und viele Angst zeigten, wenn er sie länger ansah oder direkt vor ihnen stand. Die schwarzen Haare machten das Erscheinungsbild auch nicht besser. Die Kopfbehaarung hatte er schon zu einem Zopf nach hinten gebunden, um etwas harmloser zu wirken, ebenso seinen Bart. Den hatte er sogar zu einem Knoten unter dem Kinn zusammengerollt. Als er die Brücke betrat, steuerte er die WO Konsole an. Allerdings befand sich da gerade jemand, also trat der Sirier daneben und bot seine Hilfe an.

    "Sir, mir wurde gesagt, ich soll Ltjg Waldez hier vertreten, da sie indisponiert sei. War das eine Fehlinformation? Benötigen sie denn noch Hilfe meinerseits?" fragte der männliche Sirier und Ensign etwas unsicher mit tiefer sonorer Stimme.

    Ort des Geschehens: Quartier

    Beteiligte Personen: niemand


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    Alejandra lümmelte auf ihrer Couch herum und starrte an die Decke. 4 Tage.....4 TAGE! Wie sollte sie das nur aushalten? Ihr fiel ja schon nach 3 Stunden hier die Decke auf den Kopf. Sie stöhnte.

    Obwohl....zuvor hatte sie lange Zeit in ihrem Quartier verbracht, bevor das alles passiert war. Sie hatte zurückgezogen gelebt und kaum Kontakt nach draußen gesucht.

    Was hatte sich also geändert? Und wann war diese Veränderung eingetreten, so dass sie sie selbst gar nicht bemerkt hatte? War das alles durch den Tod und die vorangegangenen Gespräche und Streits mit der alten Alejandra gekommen? Irgendwie schon, dachte sie grüblerisch.

    Alejandra war jetzt nich unbedingt die Person, die sich gerne selbst reflektierte, aber genau dazu wurde sie hier gezwungen. Wollte sie das überhaupt?

    Damit sie was zu tun hatte, was sie von ihren Gedanken ablenkte, stand sie auf und lud sich die Spielregeln eines der Spiele darauf, die Edin erwähnt hatte. Mal sehen, ob sie darin genauso gut sein würde wie die alte Alejandra.

    Ort des Geschehens: Shuttlehangar --> Offiziersmesse

    Beteiligte Personen: Ian'To, Bancroft


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    Alejandra seufzte. Es war so klar gewesen, dass der Vulkanier ablehnte.

    "Na gut. Einen Drink. Aber dann werde ich gehen und...nichts tun. In meinem Quartier. Und ich werde sie nach spätestens zwei Tagen nerven, dass ich wieder arbeiten darf.", meinte sie dann. In der Zwischenzeit konnte sie ja dann die Spiele erlernen, die Edin vorher erwähnt hatte.

    Ort des Geschehens: Hangar

    Beteiligte Personen: Ian‘To, Bancroft


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    „Äähm. Krachen lassen? War er etwa Ire?“, fragte Alejandra irritiert. Soviel sie wusste, war es dort Brauch, auf den Toten zu trinken. In Spanien kamen die Freunde und Verwandten vor allem zusammen, um den Hinterbliebenen Unterstützung zu gewähren und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine waren.

    ### Muss ich eigentlich Mom und Dad von Alejandras Tod erzählen? #### schoss es ihr spontan durch den Kopf, als Ian‘To sie mit sich zog.

    „Nur ein kurzer....“, begann sie, konnte den Satz aber nicht beenden, da Malone die FOs auf die Brücke beorderte, die dienstfähig waren. Sie war ja vier Tage lang freigestellt....

    „Ich gehe nicht davon aus, dass ich ebenfalls mit auf die Brücke darf, oder?“, fragte sie den Counslor neben sich und warf auch einen Blick zu Marissa. Vielleicht würde sie sie ja unterstützen, so dass sie doch ihren Dienst erledigen durfte?

    Ort des Geschehens: Hangar

    Beteiligte Personen: Edin, Malone, Ian‘To


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    Alejandra hörte im Hintergrund zu. Edin fand Worte, die sie nie gefunden hätte. Als er die Sache mit den beiden Spielen erwähnte, musste sie kurz schmunzeln. Da war ihr die ältere Alejandra wohl zwei Schritte voraus, denn sie selbst kannte keines der erwähnten Spiele.

    Als Edin sie dann ansah, wurde sie knallrot im Gesicht und sie blickte verlegen zu Boden. Er sprach von Selbstlosigkeit. In der Tat traf das wohl auf die alte Alejandra zu, aber der jungen schoss in dem Moment wieder durch den Kopf, dass sie damals nicht selbstlos gehandelt hatte. Im Gegenteil. Sie war egoistisch genug gewesen, um den Tod vieler Außerirdischer in Kauf zu nehmen, um ihre Eltern und wohl auch sich selbst zu schützen. Okay, man hatte sie verarscht und ihr etwas anderes vorgespielt, was nachher tatsächlich mit ihrer technischen Entwicklung geschehen war. Sie fragte sich, ob es Meitner und Hahn damals auch so ergangen war, als sie die Kernspaltung entdeckten und später sahen, was damit für unsägliches Leid über die Menschheit gebracht worden war.

    Die alte Alejandra hatte wohl ihren Weg gefunden, das wieder gut zu machen. Würde sie ihn auch finden?

    Sie fühlte sich schrecklich. Als dann der Torpedo geschlossen wurde und Edin die Anwesenden dazu aufforderte, Haltung anzunehmen, tat sie das. Sie sah dem Torpedo hinterher, wie er langsam nach vorne fuhr und in einer Öffnung verschwand, die sich dahinter verschloss. Wer von außen darauf gesehen hätte, hätte nun einen hellen Blitz gesehen, als der Torpedo abgeschossen wurde.

    Da sie sich aber innen befanden, sah man dies nicht. Der Torpedo hatte Kurs auf die nächste Sonne bekommen. Wer gute Augen hatte, konnte ihn noch kurze Zeit, nachdem er das Schiff verlassen hatte, im Dunkel des Alls erahnen. Doch mit zunehmender Entfernung wurde das schwieriger, bis es letztlich ganz unmöglich wurde.

    Sie war weg. Alejandra atmete laut aus. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie die Luft angehalten hatte vor Anspannung. Aber es war noch nicht vorbei. Jetzt würde wohl der schwierigere Part beginnen, weil sicherlich sie viele Beileidsbekundungen bekommen würde.

    Ort des Geschehens: Hangar

    Beteiligte Personen: alles dort Anwesenden


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    Nachdem Alejandra also an ihrer flucht gehindert worden war, erschien auch der Captain und der Couselor. Andrew begann mit einer Rede, und Alejandra hörte zu. Sie erntete den ein oder anderen schiefen Blick, aber auch neugierige Blicke oder mitfühlende Blicke waren darunter. Ihr war das immer noch unangenehm..es war ja nicht so, als ob sie ihre Mutter verloren hätte. Oder einen Ehemann. Zu dieser Person hatte sie irgendwie Probleme, einen bezug aufzubauen, obwohl sie ja dieselbe Vergangenheit hatten. Dieselben Eltern, damals sogar die selben Freunde. Es fühlte sich auch nicht so an, als ob sie eine ältere Schwester verloren hätte. Sie konnte es nicht recht definieren.

    Sie wollte einfach nur hier raus, aber das war jetzt unmöglich. Also stand sie nur stumm und steif da und hörte zu.

    Ort des Geschehens: Quartier--> Hangar

    Beteiligte Personen: Bancroft


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    Alejandra stand in ihrem nun ungewöhnlich sauberen Quartier vor ihrem Spiegel und rutschte den Kragen der Gala-Uniform zurecht, die sie für die Trauerfeier herausgekramt und angezogen hatte.

    Sie fühlte sich....sie wusste nicht recht, wie sie ob dieses Ereignis fühlte. Oder fühlen sollte. Jedenfalls fühlte sie sich nicht so, wie es sich die alte Alejandra gewünscht hatte. Immer noch nicht.

    Ihr war leicht schwindelig, daher ging sie nach einem letzten Blick in den Spiegel zum Replikator und replizierte sich ein Wasser. Danach ging es besser.

    Hoffentlich, hoffentlich kam keiner auf die Idee, dass sie auf dieser Trauerfeier reden musste. Das würde ja so peinlich werden, vor allem, da sie ehrlich gesagt nicht wusste, was sie sagen sollte.

    Es war Zeit.

    Sie sollte da jetzt rausgehen und den Shuttlehangar aufsuchen. Aber irgendwie wollten ihre Füße nicht so recht über die Türschwelle.

    Mit einem tiefen Seufzer und einer entschlossenen Geste setzte sie einen Fuß vor den anderen.Kopfschüttelnd lief sie durch die Gänge.

    Und plötzlich stand sie beim Hangar.

    War ihre Reaktion im MR schon schiffsweit bekannt, dass sie ihr anderes Ich noch nicht mal hatte ansehen wollen nach dem Zwischenfall? Sie war so ganz anders als die alte Alejandra, ihrer Meinung nach.

    Als sie den Hangar betrat, waren einige Offiziere schon da. In der Mitte stand die Torpedohülle mit Alejandras sterblichen Überresten, bedeckt mit der Flagge der vereinten Föderation der Planeten. Ein paar Blumengestecke standen darum herum.

    Oh, sie hatte noch nicht mal welche dabei, fiel ihr plötzlich auf und sie schämte sich dafür. Äußerlich wurde sie rot im Gesicht. Das hasste sie noch mehr, weil ea nun offensichtlich wurde, dass sie Mist gevaut hatte. Aber als rothaarige mit heller Haut konnte sie gegen das rotwerden noch nicht mal viel tun. Doch bevor sie die Flucht ergreifen konnte, wurde sie aufgehalten und von jemandem (vll. Bancroft) angesprochen.

    Ort des Geschehens: Quartier WO

    Beteiligte Personen: Ian‘To


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    Alejandra war nicht sehr begeistert darüber. 4 Tage! Aber vielleicht hatte der Vulkanier ja Recht. Sie könnte den versprochenen Todesstern für Zaiben herstellen.

    Sie war sich selbst nicht sicher, wie sie zu ihrer älteren Version stand. War sie ihr tatsächlich wichtig gewesen? Sie hatte sie ja kaum gekannt bzw. Zu wenig Zeit gehabt, sie richtig kennen zu lernen. Würde sie tatsächlich so im Alter werden?

    „Ahm, okay. Danke“, meinte sie zu Ian‘To. Und atmete innerlich auf, dass er nicht darauf bestand, ihr Quartier zu betreten.

    „ Zur Trauerfeier, ja, natürlich. Ich hoffe, dass mich keiner zu einer Rede nötigt. Die alte Alejandra würde das vielleicht witzig finden, die eigene Grabrede zu halten, ich finde das aber...irgendwie grotesk“, meinte sie. Es würde schon komisch werden, anwesend zu sein. Vielleicht sollte sie es einfach so betrachten, wie wenn ein guter Kollege gestorben war und nicht ihr älteres Ich.

    „Den Tee werde ich ausprobieren.“ Das würde sie lieber probieren als Beruhigungsmittel einzuwerfen.


    Als der Vulkanier dann weiterging, betrat sie ihr Quartier und ließ sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Jedes Gespräch das sie geführt, jeden Streit, den sie mit ihrem älteren Ich letztlich ausgefochten hatte. Die Dinge, die die alte Alejandra dazu bewegt hatten, das zu tun. Um nicht nur herumzustehen, begann sie tatsächlich, ihr Quartier aufzuräumen. Damit sie das nächste Mal vielleicht doch jemanden hereinbitten konnte.

    Ort des Geschehens: MR--> Quartier der WO

    Beteiligte Personen: Ian'To


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    Alejandra ging wie in Trance mit. Sie war definitiv persönlich kompromittiert. Aber 4 Tage?

    "Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Situation soweit schon überstanden haben, Counselor. Ich meine, ich muss noch die Daten überprüfen und...und..naja, für Trauer ist auch später noch Zeit. Die Lebenden sollten wichtiger sein." Die Vorstellung, vier Tage in ihrem Quartier zu hocken und nichts zu tun zu haben war...beängstigend.

    A propos Quartier. Darin sah es mehr als unordentlich aus! Ihr schoss das Blut ins Gesicht. Da konnte sie definitiv niemanden mit hinein nehmen!

    Als sie vor ihrer Tür standen und diese aufging, schnellte Alejandra kurz vor und stellte sich mehr oder weniger quer vor die Quartierstür, um Ian'To am Eintreten zu hindern. Dahinter war allerdings das Chaos schon zu erspähen. Sägespähne und Klamotten waren quer über den Boden verteilt. Hier und da lag ein unfertiges Werkstück dazwischen.

    "Ähm, ich kann sie da nicht mit hineinnehmen. Das ist....*ein Blick über die eigene Schulter werfend*....unmöglich", faselte sie einfach los und wunderte sich parallel über sich selbst. Natürlich war es hochgradig peinlich wie ihr Quartier aussah. Allerdings hatte sie gerade anderes hinter sich als die Sorge bezüglich der Ordnung in ihrem Quartier? Ian'To musste sie ja für besonders dämlich halten.

    Ort des Geschehens: Mr, und davor

    Beteiligte Personen: Edin (erwähnt) Bancroft (erwähnt) Ian‘To, Malone(erwähnt)

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    Die alte Alejandra nickte Malone nur zu. Zu mehr was sie nicht mehr fähig. Selbst das Halten des Glases war mittlerweile unheimlich anstrengend geworden, weil ihr Körper langsam seine Funktionen einstellte. Daher versuchte sie es abzusetzen, aber es fiel dabei um.

    Nun, das spielte wohl keine große Rolle mehr. Sie wollte nur noch schlafen. Sie war müde, und es war sogar anstrengend, die Augenlider offen zu halten. Aber warum sollte sie das noch versuchen? Dazu gab es doch keinen Grund. Es war an der Zeit, zu gehen.

    Unendliche Ruhe.

    Kurz bevor Alejandra ihren letzten Atemzug tat, lächelte sie noch einmal. Ihre Zeit hier war vorbei.

    Die junge Alejandra sah den Vulkanier erschrocken an, als er ihr diese zwei Möglichkeiten vorschlug und Malone mit ihr sprach. Sie wusste nicht recht, was sie darauf antworten sollte, also unterließ sie es. Als Malone dann weitergegangen war, beantwortete sie Ian‘Tos Möglichkeiten.

    „Ich kann nicht zurückgehen. Dieses Bild würde mich selbst in meinen Träumen verfolgen. Das will ich nicht. Aber sie können. Sie kennen sie länger als ich. Ich....warte hier solange“, sagte sie leise.

    Ort des Geschehens: Im bzw. vor dem MR

    Beteiligte Personen: Edin, Ian'To, Bancroft, Malone


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    "Cheers", sagte Alejandra gen Hamion. Es war gut so. Sie wollte leise gehen und sie hatte das gedurft. Dafür war sie Hanion sehr dankbar. Manchmal musste man als KO Entscheidungen treffen, die unpopulär waren und die nicht jeder verstehen konnte. Sie hoffte, dass Hamion nicht deswegen jetzt Schwierigkeiten bekam.

    Dass ihr jüngeres Ich so aufgelöst von all dem hier war, war nicht abzusehen gewesen und es tat ihr ein wenig leid. Aber vielleicht kam das ja noch, wenn sie das alles mit der Zeit verdaut hatte.

    In all den Jahren hatte sich die alte Alejandra ein dickes Fell zugelegt. Sie hatte sich verrechnet und gedacht, dass die junge Alejandra das auch hatte und von dem Ganzen profitieren konnte.


    Die junge Alejandra stand mit Ian'To draußen und hielt sich an dem Vulkanier fest.

    "Danke", murmelte sie und passte sich an seine Atemübungen mit der Zeit an.

    "Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich davon nichts gewusst habe. Sie meinte, dass ich stark genug wäre, das durchzuziehen, so wie sie. Sie hat es getan. Aber das kann ich offensichtlich nicht....", murmelte sie leise, immer wieder durchsetzt mit Schluchzern.

    "Ich habe....mein selbst umgebracht? Das klingt irgendwie völlig verrückt, nicht wahr?" Sie sah den Vulkanier mit großen Augen an.

    "Ich frage mich gerade die ganze Zeit: Hätte es einen Unterschied gemacht, wenn das Ergebnis erfolgreich gewesen wäre? Und das Schlimme ist, ich würde mit Ja antworten. Es hätte einen Unterschied gemacht." Sie schloss die Augen, die tränennass waren. "Ich weiß einfach nicht mehr, was ich denken soll. Oder wie ich mich verhalten soll. Ich kann sie noch nicht mal ansehen! Es zeigt mein eigenes Versagen", heulte sie auf."Vielleicht ende ich einmal genauso. Verdient hätte ich das wohl."

    Ort des Geschehens: MR

    Beteiligte Personen: Edin, Bancroft, Ian'To


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    Alejandra wollte nicht in den MR! Sie wollte nicht sehen, was ihre Bedienung des Panels angerichtet hatte.

    Mit schreckgeweiteten Augen wollte sie das verhindern und gestikulierte entsprechend, aber es war zu spät. Edin hatte nach dem Sprung einen sofortigen Ort-zu-Ort Transfer befohlen. Alejandra materialisierte noch im Luftholen im Maschinenraum. Ian'To und Bancroft waren schon vor Ort.

    Alejandra stolperte einen Schritt nach vorn, unschlüssig und völlig mit der Situation überfordert.

    "Ich kann hier nicht sein! Ich muss von hier weg!" Ihre Stimme überschlug sich dabei.


    Die alte Alejandra hingegen hatte es geschafft, ihr Glas in die Hand zu nehmen. Sie lächelte und prostete den Außenstehenden damit zu, ehe sie mit geschlossenen Augen einen Schluck davon nahm, wie Hamion es sagte.

    Erst dann begann sie zu sprechen.

    "Eile mit Weile, Ian'To. Es war nicht nur Hamions Entscheidung, sondern auch mein Wunsch, das hier zu tun, also keine Vorwürfe bitte.

    Und, Das Wohl vieler geht über das Wohl eines Einzelnen, ich glaube, sie kennen dieses vulkanische Sprichwort."

    Sie versuchte ein schmunzeln und versuchte auch, die Schmerzen, die sie hatte, nicht zu zeigen.

    "Außerdem sterbe ich nicht wirklich. Ich stehe doch gesund und munter neben ihnen da draußen und fange gerade an zu hyperventilieren. Ein Teil meiner Erinnerungen wird also in absehbarer Zeit gehen, der Rest verbleibt, sogar jung und knackig zugleich."

    Sie sog noch einmal an dem Cocktail.

    "Der ist wirklich gut. Ich werde ihn wohl Jandras Jet Beam to Heaven nennen."

    Sie drehte das Glas in der Hand.

    "Das ist ein Moment zum feiern und nicht zum Trübsal blasen! Replizieren sie sich alle auch einen. Und dann stoßen wir gemeinsam darauf an."