Beiträge von Alejandra Waldez

    Ort des Geschehens: höhlen

    Beteiligte Personen: edin, ectl der alte rahab, webb o.ä.


    -------------------------------------------------------------


    Die junge Alejandra

    Alejandra ging in die Höhlen, eine Hand am Fels, die andere, die die Taschenlampe hielt, nach vorn ausgestreckt, bis der Gang von einer anderen Lichtquelle erleuchtet wurde. Die hunge Frau schaltete ihre Lampe aus und ging weiter. Edin sollte hier ja irgendwo sein, nicht wahr?







    Ort des Geschehens: Berge


    Beteiligte Personen: Zaiben Malone



    Die alte Alejandra


    Sie humpelte entsprechend los und auch wenn sie gehandicappt war, war ihr Schritt zügig.

    "Das kommt auf die Beschaffenheit der temporalen Anomalie an. Wir wissen, dass es Paralleluniversen gibt. Das Spiegeluniversum zum Beispiel. Aber es gibt sicherlich auch weitere. Wir würden mit unserem Plan eine alternative Zeitlinie eröffnen. Diese Zeitlinie hier, und eine, in der weder Edins Schiff hier abstürzte noch die Perception. Unklar ist, inwieweit sich die Charaktere, die die Reise zurück antreten sich noch an das Hier erinnern werden. Oder ob sie einfach....verschwinden. Oder ob wir damit andere Dinge, die früher waren, ändern werden. In der Zeit herumzumachen ist...gefährlich. Aber ich würde es tun. Viele Dinge würden dann....ungeschehen sein." führte sie beim Laufen aus. Alejandra machte ei wenig langsamer. Sie hatte nicht mehr so viel Puste wie früher. Nicht nur ihre Haut war von der Explosion gezeichnet, sondern auch ihre Lunge.

    Sie stoppte kurz.

    "Ich bin nur gespannt, wie Hamion die Zeitagenten umgehen möchte. Unser Handeln wird sie mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf den Plan rufen, wenn wir die Zeitlinie...hm, verändern wäre das falsche wort. Teilen. Ja, das passt: wenn wir die Zeitlinie teilen."

    Sie ging weiter.

    "Sie ist noch jung. Und ambitioniert. Sie hat zwar Fehler gemacht, aber weitaus weniger als ich. Ich werde mit ihr reden." Alejandra kletterte über einen Baumstamm hinüber. Sie hielt sich links von Zaiben, dass er ihre Schokoladenseite ansehen musste, nicht die andere.

    "Du bleibst ebenfalls, nicht wahr?" fragte sie den jungen Mann. Sie selbst war sich noch nicht sicher, wie sie sich entscheiden sollte. Diese Entscheidung hatte sie immer aufgeschoben.Allein deshalb, weil sie nur rein hypothetisch zur Debatte gestanden hatte. Sie nahm sich vor, nicht nur mit ihrem jüngeren Ich zu reden. Edin und Webb standen auch auf dem Plan.

    Ort des Geschehens: Dorf--> Höhlen

    Beteiligte Personen: keiner/Edin


    -------------------------------------------------------------


    Die junge Alejandra


    Alejandra hatte geschlafen und sich ein wenig das Dorf angeschaut. Allerdings würde sie lieber einen Blick auf Edins Pläne werfen denn auf die Konstruktion eines Brunnens. Deshalb ließ sie sich von einem der Dorfbewohner den Weg zu den Höhlen erklären, um dort einem Blick darauf werfen zu können. Die wersten beiden, die sie gefragt hatten, waren wortlos geblieben und hatten anschliesend hinter ihrem Rücken getuschelt. Der nächste hatte nur vor ihr ausgespuckt und mit den Schultern gezuckt. Alejandra hatte darüber nur die Stirn gerunzelt, aber sich nichts weiter dabei gedacht. Vermutlich der Zwist zwischen den beiden Parteien?

    Nun, es war ihr gleichgültig. Immerhin hatte sie jetzt ein Ziel. Also folgte sie der Wegbeschreibung und betrat den Eingang zu den Höhlen.





    Ort: In den Bergen


    Beteiligte Personen: Zaiben Malone



    Die alte Alejandra


    "Die Perception? Alterego? Der Plan?" entfuhr es Alejandra spontan und ließ vor Schreck das Karnickel fallen. Als es auf dem Boden aufschlug, stieg eine kleine Staubwolke in die Luft.

    "Du meinst doch nicht etwa DEN Plan damit?" Sie bückte sich, um den Hasen wieder aufzuheben. Elegant sah das sicher nicht aus mit dem steifem Knie, aber sie schaffte es.

    "Natürlich meinst du den Plan", beantwortete sie die Frage selbst, als sie den Staub aus dem Fell des toten Tieres klopfte.

    "Und jetzt?" fragte die Zaiben.

    "Was erwartet ihr von mir? Dass ich helfe? Wie steht denn die andere Alejandra dazu?" Sie sah Zaiben lange an, dann wich ihr Blick in die Ferne aus. Ja, sie hatte viele Berechnungen dazu angestellt. Der Plan könnte funktionieren. Und jeder, der das Wagnis einging, ihn in die Tat umzusetzen war entweder hoffnungdlos verloren oder aber dessen Leben würde wieder auf den Stand von vor den Absturzjahren gesetzt werden-auf Neuanfang, wenn man so wollte.

    Zaiben sah sicherlich, dass Alejandra einen mächtigen inneren Kampf ausfocht. Sie wollte mit der Technik nicht das Geringste mehr zu tun haben. Aber ein Neuanfang war....er war einfach sehr verlockend. Sie wäre nicht mehr verkrüpplelt. Malone würde noch leben. Und Imset. Niemand würde von ihrem Stigma wissen, jedenfalls keiner, der mit das Wagnis eingehen würde. Sie sollte mit Zaiben mitgehen. Und mit ihrem anderen Ich reden. Diese Alejandra sollte wissen, was ihr passieren würde.

    Waldez wandte den Blick wieder auf Zaiben.

    "Wow, Nudeln. Hab ich schon lange nicht mehr gehabt." Sie griff sich das Päckchen, das aus einem dünnen Lederbeutel bestand.

    "Ich gehe mal davon aus, dass mein Pendant absolut dagegen ist, oder? Es ist wohl an der Zeit, ein Wörtchen mit ihr zu plaudern."

    Sie hielt Zaiben das Kaninchen und die Nudeln hin, damit er das tragen konnte. Sie verschwand kurz in ihrer Unterkunft und kam danach mit einem ziemlich alt aussehenden Stock, der einst Imset gehöt hatte wieder zum Vorschein.

    "Lass uns ins Dorf gehen. Wir haben zu tun."

    Ort des Geschehens: Dorfplatz/ Gebirge

    Beteiligte Personen: alle


    -------------------------------------------------------------


    Die junge Alejandra-nach dem Zeitsprung


    Waldez hatte sich wie alle anderen aufs Ohr gelegt und nach dem Aufstehen hatte sie sich das Dorf angesehen. Es war schlicht, aber effektiv. Sie hatte auch über Zaibens Worte nachgedacht. Es mochte unehrlich gegenüber der eigentlichen Einstellung sein, ja, aber wenn es wirklich um Leben ging, stand dies über ihrer Einstellung zur Technik. Alejandra steckte in einem Zwiespalt. Ihre eigene Geschichte ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie hatte andere getötet mit ihrer Technik, aber ihre Eltern beschützt dadurch. Zwei Leben die sie kannte eingetauscht gehen viele, die sie nicht kannte.

    Sie kickte einen Kiesel vor sich her bei ihren Überlegungen, bis sie sich dem Dorfplatz wieder näherte.

    Sie musste dringend Edins Berechnungen einsehen.



    Die alte Alejandra, in den Bergen


    Alejandra war gerade auf dem Rückweg zu ihrer bescheidenen Unterkunft. Sie hatte ihre Fallen überprüft, die sie aufgestellt hatte und tatsächlich hatte sie in einer der Schlingen Erfolg gehabt. Ein totes Karnickel baumelte nun in ihrer gesunden rechten Hand. Essen für die nächsten 3 Tage, jawohl, dachte sie zufrieden und besah sich noch mal ihre Beute. Das Fell würde sie ebenfalls gut verwenden können. Als sie sich ihrer Hütte, oder besser Halbhöhle näherte, hörte sie eine Stimme. Sie hatte schon lange keine Stimme außer ihrer eigenen grhört. Aber sie kannte den Sprecher. Es war Zaiben. Kein anderer würde sie hier besuchen, geschweige denn, mit ihr reden.

    Sie trat etwad unbeholfen aus dem Gebüsch hervor, das sich seitlich von Zaiben befand. Ihre großflächigen Narben und das steife Knie verhinderten schnelle, elegante Bewegungen.

    "Du kannst gerne reingehen, aber ich bin gar nicht drin", meinte sie schroff und ging weiter auf den jungen Mann zu. Sie drehte ihre linke, verstümmelte Hand ein wenig nach hinten, dass sie außer Sichtweite Zaibens war. Außerdem achtete sie darauf, dass sie Zaiben mhr die rechte Körperhälfte und Gesichtshälfte zudrehte, damit er die Narben, die der Unfall damals verursacht hatte, nicht ansehen musste.

    "Was willst du hier?" fragte sie. Das Alleinsein hatte nicht gerade ihre Umgangsformen geschliffen. Im Gegenteil, sie war verbissener den je.

    Ort des Geschehens: Lagerfeuer

    Beteiligte Personen: alle anwesenden dort


    -------------------------------------------------------------


    "Hm", brummte sie mehr oder weniger zufrieden, dass ihr altes Ich bereits gesagt hatte, was sie davon hielt.

    "Nun, ich bin der Überzeugung, dass es diesbezüglich keinen Mittelweg geben wird. Die eine Hälfte hier auf dem Planeten, die andere reist zurück: Das funktioniert nicht. Ändern sie die Zeitlinie, ändern sie sie für alle. Ausnahmslos. Ob sie nun hier bleiben oder nicht", sagte sie bestimmt uns sah dabei zu Edin. Sie war gespannt, was er zu der ganzen Sache zu sagen hatte. Oder Zaiben. Oder eigentlich jeder, der hier meinte, irgendwas bestimmen zu können.

    Ort des Geschehens: Lagerfeuer

    Beteiligte Personen: alle


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra zog bei Ian‘Tos Beschreibung eine Augenbraue nach oben, als er erzählte, dass Zaiben gegen Technik war.

    „Im Ernst? Ich hoffe, die andre Alejandra hat ihm ordentlich den Marsch geblasen und ihm erklärt, dass das Schwachsinn ist?“, rutschte ihr spontan heraus.

    „Ich weiß, dass Technik an sich missbraucht werden kann und nicht nur für gute Zwecke eingesetzt wird. Aber hier? Auf einem so abgelegenen Planeten? Ohne Technik, vor allem Technik im medizinischen Bereich, wird es immer noch mehr Verluste geben. Das kann nicht das Ziel sein, das Zaiben anstrebt.“

    Alejandra hielt inne. Irgendwie fand sie den Blick des vulkaniers seltsam, der auf sie gerichtet war. Hatte sie etwas verbrochen? Oh ja, hatte sie. Das schlechte Gewissen kam wieder und ließ sie wegsehen.

    „Ich kenne die temporalen Linien und ihr Gefüge. Und ich weiß auch, dass eine Veränderung einer Zeitlinie gefährlich ist und mehrere Parallelstränge hervorrufen kann.“ Sie schwieg eine Weile, dann sah sie Ian‘To wieder an und sagte in leiserem Ton, so dass es nicht alle mitbekamen, die sich hier am Feuer aufhielten.

    „Wenn ich das richtig verstehe, wollen sie die Zeitlinien so korrigieren, dass ihre Realität erst gar nicht entsteht, richtig? Allerdings ist mir noch schleierhaft, wie sie das anstellen wollen, denn dazu benötigen sie eine temporale Anomalie, die sich weit über ihren Köpfen und ihrer Reichweite befindet. Sie brauchen.....ein Schiff, das sie nicht....haben-Aber wir....“, sie stockte und verzog den Mund. Verdammt, hätte sie das nach Earth first doch nur auch tun können. Sie hätte es getan. Trotzdem stellte sie wohl eine entscheidende Frage:

    „Sind sie bereit, alles aufzugeben, was sie sich hier aufgebaut und erarbeitet haben? Denn sollte das Vorhaben erfolgreich sein, wird nichts so sein wie jetzt.

    Okay, die Gestorbenen sind wieder lebendig, aber was ist mit denen, die Beziehungen eingegangen sind? Sind all diejenigen bereit, die hier sind, das aufzugeben-für einen Versuch, wohlgemerkt, der auch misslingen könnte, wenn nicht alle Berechnungen exakt sind? Und das werden sie nicht sein, als Vulkanier sollten sie das wissen. Es ist nicht auszuschließen, dass jemand anderes in der neu angestrebten Zukunft nicht mehr da ist. Über wie viele Köpfe entscheiden sie?“ fragte sie und betonte dabei das letzte Wort.

    Ort des Geschehens: Lagerfeuer

    Beteiligte Personen: alle


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra hielt sich zurück und kam aber immerhin der Aufforderung nach, sich zu setzen. Sie hörte denjenigen zu, die erzählten, was bisher geschehen war. Sie wagte nicht zu fragen, was mit ihrem älteren Ich geschehen war. Offenbar brauchte Malone keine Rettung, zu der sie eigentlich aufgebrochen waren.

    „Die eigentliche Frage ist doch, warum sie dieses Katz und Maus Spiel gespielt haben und uns nicht einfach kontaktiert und gefragt haben, ob wir helfen“, warf sie ein und musterte Ian‘To genau Sie kannte ihn nicht, aber er kannte wohl sie. Oder ihr anderes ich aus seiner Zeitlinie. Sie war sich unsicher, ob das gut oder schlecht war und ließ seinen Kommentar über die angeblich geführten Diskussionen unkommentiert.

    „Um was genau geht es hier generell? Ich meine, wenn sich zwei Parteien streiten, dann gibt es offensichtlich eine Sache, die nicht passt.“ Sie sah dabei Zaiben, Zahrah, Malone, Edin und Ian‘To an.

    Ort des Geschehens: Planet, Dorflagerfeuer

    Beteiligte Personen: alle


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra bemerkte die einsetzende Dämmerung. Imset sah es als seine Pflicht an, vorzugehen und Alejandra hielt ihn nicht auf. Schließlich war er der Sicherheitschef des Außenteams.

    „Es gibt Sehhilfen, die verstärken auch das Restlicht, wenn man die Richtige hat“, meinte Alejandra schmunzelnd zu Bancrofts und Webbs Kommentar. Sie meinte das nicht böse, in ihrer Stimme klang auch ein klein wenig Schalk mit.

    Je weiter sie gingen, desto mehr Morgenröte stieg am Himmel auf- und desto besser wurde die Sicht.

    Als sie am Dorfplatz angekommen waren, wurden sie von einem Fremden begrüßt. Er stellte sich als Genover vor Und er wollte keine Technik.

    Hmmm“, brummte Alejandra leise und steckte den Tricorder an die Seite. Sie verdeckte ihn mit ihrer Schürze. Dann folgte sie, wie vorgeschlagen, konnte sich aber nicht beherrschen, und hakte entsprechend nach.

    Genover, was soll das heißen?....nicht alles was ihr hier erlebt wird auch genau so geschehen in eurer Zukunft, haben sie gesagt. Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich hierbei um eine temporales Paradoxon handelt? Eigentlich existieren wir hier schon, nur älter?“ fragte sie und grübelte ernsthaft darüber nach, was wohl Alejandra 2 hier so trieb.



    Die 20 Jahre ältere Alejandra

    Alejandra war hier schon lange gestrandet, wie alle anderen auch. Sie hatte geholfen, dass die Crew überleben konnte und war an der Wiederbelebung des Warpkerns, bei dessen Explosion letztlich Imset und Malone ums Leben gekommen waren, wesentlich beteiligt gewesen. Nach dem Absturz, im Laufe der ersten Wochen konnte sie nicht verstecken, dass sie Ingenieurswissenschaften studiert hatte und sich in der Technik sehr gut auskannte. Und dann war es zu dem Unglück gekommen. Auch wenn keiner sie direkt für dieses Unglück verantwortlich gemacht hatte- sie selbst tat es, mehr denn je. Vor allem aber, dass sie noch lebte, und die anderen beiden tot waren.

    Alejandra hatte schwerste Verbrennungen davongetragen, die eine Körperhälfte war von Brandnarben übersät, auch das linke Gesicht. Die linke Hand hatte 2 Finger verloren, Zeige- und Mittelfinger waren mehr oder weniger miteinander verschmolzen worden bei dem Unfall. Und das linke Bein war am Knie steif. Man hatte ihr mit den bescheidenen Mitteln, die ihnen hier zur Verfügung gestanden hatten, kaum Überlebenschancen zugeschrieben, aber irgendwie hatte sie es wohl geschafft, obwohl sie sich den Tod gewünscht hatte. Deshalb war sie im Dorf verblieben, weitab jeder Technik.

    Irgendwann danach, vielleicht 5 Jahre später, war dann herausgekommen, was in der Zeit von Earth first passiert war. Wofür sie noch alles verantwortlich war. Das war die Zeit gewesen, in der Alejandra beschlossen hatte, das Dorf zu verlassen und als Einsiedlerin oben in den Bergen zu leben. Allein. Fernab der Blicke und Schmähungen der anderen. Denn auch wenn ein Teil zu ihr gehalten hatte, ein anderer Teil hatte das nicht.

    Also war sie gegangen. Sie stellte sich Fallen, mit denen sie Wildtiere fing. Ab und an stellte jemand einen Korb mit anderen Lebensmitteln ab. Sie vermutete, dass es Zarah oder Zaiben waren, die das taten? Aber genau wusste sie das nicht, sie hatte nie nachgesehen. Und in den Bergen war sie immer noch. Sie hatte von dem Zwist zwischen Zaibens Dörflern und Edins Gruppe nichts mitbekommen.

    Ort des Geschehens: Planetenoberfläche, kurz vor dem Zusammentreff am Lagerfeuer

    Beteiligte Personen: alle ATs, alle im Lager der Technikgegner


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra hatte nur nebenbei registriert, dass Sam Meibeck beim Shuttle blieb. Sie versuchte, ein wenig über den Planeten zu lernen, während sie durch die Dunkelheit stiefelten. Das war gar nicht so leicht. Unbekanntes Terrain, schlechte Sicht....zum Glück gab es keinen Nebel. So konnte sie zumindest mal vorsichtige Rückschlüsse auf das hier vorherrschende Klima wagen. Je näher sie dem Dorf kamen, desto besser wurde der Weg. Mittlerweile war es festgestampfte, trockene Erde unter ihren Füßen. Waldez schnupperte. War das Rauch, was sie da roch? Etwas brannte. Da aber kein Tumult oder aufgeregte Stimmen zu hören waren ging sie davon aus, dass es okay war und das Feuer unter kontrollierten Bedingungen brannte.

    „Meiner Nase nach sind wir recht nah“, meinte sie. Und dann weitete sich der Weg, Sträucher und Bäume traten zurück und öffneten eine größere Wiese. Der Weg hob sich vor dem dunklen Gras hell ab, so dass sie relativ gut vorankamen und wussten, wohin sie gehen mussten in der Dunkelheit. Außerdem wurde ein heller Schimmer sichtbar.

    „Ein Lagerfeuer, wie es scheint“, sagte sie in ruhigem Ton und zeigte in die Richtung, aus der der Schimmer kam, wobei die Geste nur die direkt neben ihr Gehenden sehen konnten.

    „Der Trikorder meldet mehrere Personen in dessen Nähe.“

    Ort des Geschehens: Planet

    Beteiligte Personen: alle des Ats


    -------------------------------------------------------------


    Ensign Waldez war eine der hinten gehenden Personen. Mittlerweile war es echt dunkel, was das Vorankommen in unbekanntem Gebiet mit nicht gerade geraden und gepflasterten Wegen wirklich erschwerte.

    Immerhin folgten sie einem Trampelpfad. Und so wie es aussah, wurde dieser in regelmäßigen Abständen gepflegt, so dass keine Äste oder Buschwerk den Weg überwucherten.

    Alejandra mochte die Dunkelheit. Sie war wie ein Mantel, in den man sich hüllen konnte. Während sie gingen grübelte sie ein wenig. Wenn es sich um die Perception Crew hier handelte, wie war dann wohl ihr anderes ich? Gab es das überhaupt? Wenn beide Fragen mit ja beantwortet werden konnten, wieviel hatte ihr anderes Ich den anderen von ihrer Vergangenheit erzählt? Alles? Nichts? Wenn ja, wie hatten sie darauf reagiert? Nicht gut, beschloss Alejandra und sie spürte ein unangenehmes Ziehen in der Magengrube. Ihr kamen Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee gewesen war, das Außenteam zu begleiten. Aber als Liu ihnen mitteilte, dass es sich vermutlich um die Perception und ihre Crew handelte auf dem Planeten, hatte sie schon keine Chance mehr gehabt, das AT nicht zu begleiten.

    Nun, das ließ sich wohl nicht mehr ändern. Also Plan B. Im Hintergrund bleiben. Nicht auffallen. Ihre Arbeit machen.

    Sie strich gedankenverloren mit den Fingern an den Büschen entlang und lauschte den leisen Gesprächen der anderen. Den Gehstock hatte sie einem der alten Gehstöcke angepasst, die viele Pilgerer auf dem Weg nach Santiago di Compostela früher verwendet hatten. Bancrofts Aussage ließ sie kurz schmunzeln. Jedenfalls fiel der Stock hier sicher nicht sonderlich auf.

    Und auch das andere, das Marissa sagte, konnte sie nachvollziehen.

    „Das weiß keiner. Von daher lassen wir es einfach auf uns zukommen“, flüsterte sie leise. Auch sie war nervös. Aber vermutlich aus anderen Gründen als Bancroft.

    Ort des Geschehens: Brücke, Shuttlerampe

    Beteiligte Personen: Sam Meibeck, Imset, Rahab (Shuttlerampe), Melisa (Brücke)


    -------------------------------------------------------------


    Brücke


    Liu ließ die Sonde weiterfliegen, über die Trümmer hinweg, bis sie einen Teil der Kennung des Wracks ausmachen konnte. Man konnte ....iton-NCC 88042 erkennen, wobei die letzte Ziffer nur mit viel Liebe zum Detail als die Zahl 2 gelesen werden konnte.

    „Das ist unsere Kennung“, stellte die Wissenschaftlerin fest. „Das ist die Perception.“

    Sie aktivierte das Kom und gab die Neuigkeiten an das Außenteam weiter.

    **** Liu an Außenteam. Wir suchen gerade nach einem passenden Landeort. Dabei sind wir auf ein Schiffswrack gestoßen. Es handelt sich dabei um....unser Schiff. Also...die Perception. Wie ist das möglich?****

    Alejandra, die die Meldung erhielt, gab Antwort.

    *** Nun, das erklärt vielleicht, warum dort unten ältere Versionen von Zaiben und Zarah herumlaufen. Ich denke, wir haben es hier mit einer temporalen Anomalie zu tun. Was macht der Landeplatz?****

    *** Schicke ich ihnen sofort zu.*** gab Liu zurück und sendete die Koordinaten in das Shuttle zur Pilotin. Die Sonde wurde zurückgesteuert und suchte als nächstes nach einem Höhleneingang.


    Shuttlerampe


    Als Alejandra mit Imset und Rahab dort eintraf, konnte sie eine junge Frau erkennen, die sich um das Shuttle kümmerte. Das musste wohl Sam Meibeck sein, die LtCmdr Melisa angefunkt hatte. Die rotblonde Frau sah sich um. Webb sollte eigentlich auch irgendwo hier sein, genau so wie das Team des SCs. Imset, Rahab und sie brauchten jedoch noch passende Kleidung.

    „Liu hat die Landekoordinaten direkt an das Shuttle gesendet. Und ich denke mittlerweile, dass es sich dort unten nicht um eine Präwarpzivilisation handelt. Liu hat mir außerdem mitgeteilt, dass sie ein Schiffswrack gefunden haben. Mit der Kennung der Perception. Mit den Bildern, die wir gesehen haben, glaube ich, dass wir es hier mit einer temporalen Anomalie in irgend einer Form zu tun haben. Und ich persönlich tippe auf das Wurmloch“, erklärte sie rückwärts gehend Imset und Rahab.

    „Aber ich besorge uns die passenden Klamotten, nur zur Sicherheit...“ sagte sie, drehte sich wieder um und sprintete in Richtung Replikator.

    Wenig später kam sie mit einem Stapel für Imset und einen für Rahab zurück. Zusätzlich hielt sie einen für sich in der Hand und einen alten Stock, der relativ gerade war und den Imset für sich nutzen konnte.

    Hier“, sie streckte den Stock in Richtung Imset.“Der fehlt noch für ihr authentisches Planetenequipment.“

    „Ich...zieh mich kurz um“, meinte sie noch und verschwand kurz um eine Ecke, um außer Sicht zu sein. Ein paar Minuten später tauchte sie wieder auf. Die Uniform war gegen ein schlichtes Kleid mit einer Schürze eingetauscht. Ihr lockiges rote Haar hatte sie unter einem Dreieckstuch versteckt, so dass sie ihr nicht ins Gesicht hingen. Hinten war das Tuch offen.

    Alejandra wusste nicht recht, wie sie sich darin fühlen sollte. Sie hatte schon lange kein Kleid mehr getragen. Vor allem, weil sie es seit längerem vermieden hatte, in irgend einer Weise attraktiv rüberzukommen. Seit...dem Earth first Zwischenfall. Das war....ungewohnt.

    „Ich wäre soweit“, meinte sie und zupfte am Saum der Schürze herum, während sie das Shuttle ansteuerte und sich in den Passagierraum setzte.



    Planetenoberfläche


    Wenig später hab das Shuttle mit allen an Bord, die dem AT angehörten ab und flog zur Planetenoberfläche hinunter. Es landete bei den angegebenen Koordinaten.

    Nachdem das Shuttle mit Ästen, losem Gestrüpp und was sonst noch so zu finden war, versteckt worden war, machte sich das AT auf den Weg in Richtung Dorf. Es hatte mittlerweile zu dämmern begonnen. Die Nacht löste das Zwielicht recht schnell ab. Und sie hatten noch 2 Kilometer zu gehen, bis sie am Dorfrand angekommen wären.

    Ort des Geschehens: Brücke—> Shuttlehangar

    Beteiligte Personen: Imset, Meibeck, Rahab, Webb


    -------------------------------------------------------------


    Einverstanden. Bin schon unterwegs“, bestätigte sie Melisas Anweisung, wobei sie zuerst kurz stutzte, warum sie nicht den Transporter nutzten. Aber dann kam ihr dass sie vermutlich damit runterkamen, aber nicht wieder hoch, so wie Malone selbst. Sie würden außerhalb landen müssen mit dem Shuttle und den Rest zu Fuß zurücklegen, damit keiner aus der Siedlung das Shuttle sehen konnte oder es in geparktem Zustand durch Zufall fand. Sie würden es trotzdem mit Gestrüpp und Zweigen oder ähnlichem tarnen müssen.

    Melden sie uns, wenn die Sonde einen Eingang in das Höhlensystem gefunden hat. Und auch sonstiges außergewöhnliches“, rief sie halb zur CON, halb zu ihrer Ablösung, die die WO Konsole übernommen hatte.

    Sie griff kurzerhand zu Rahab und zog ihn an der Hand hinter sich her. Außerdem sah sie zu, dass Imset mit seiner Krücke nicht den Anschluss verlor, bevor sich die Türen des Turbolifts hinter ihnen schlossen und sie in Richtung Shuttlebay transportierte.


    Währenddessen wurde die Sonde weiterbeflogen und ein Suchraster abgeflogen, um den Eingang der Höhlen zu finden. Die Flugradien wurden immer größer und Alejandras Stellvertreterin, die klein gewachsene Japanerin Liu beobachtete alles. Bis sich etwas metallisches in der Sonne spiegelte. Es war gute 300 Meter von der jetzigen Sondenposition entfernt. Liu behielt unter anderem die Schiffssensoren im Auge, die bisher auf der Oberfläche des Planeten nichts ungewöhnliches registriert hatten.

    „Da war etwas, LtCmdr.“ Sie deutete auf dem Hauptschirm in die Richtung, woher das verräterische Blitzen gekommen war. Die Sonde wurde in diese Richtung gelenkt und flog zu den Koordinaten, die Liu geschätzt hatte. Das metallische Aufblitzen wiederholte sich, je nach dem, wie die Sonde sich zur Sonne befand. Bald wurde klar, dass es es nicht nur ein Ort war, von dem die Lichtspiegelung gekommen war. Und je näher die Sonde kam, desto deutlicher wurde es, dass es eine große Fläche voll war. Büsche und Bäume, hohes Gras und Steine zwischen den Reflektionen erschwerten die Sicht erheblich.

    Die Sonde nahm, nachdem sie das Gebiet erreicht hatte, eines der Metallteile aufs Korn, indem sie über dem Teil, das schräg auf einem Stein lag, kreiste. Dieses war nicht sonderlich groß, vielleicht 10 auf 20 Zentimeter. Es war verbogen, die Kanten abgerissen.

    „Ich scanne die Zusammensetzung.....“ informierte Liu, dann runzelte sie die Stirn.

    Duranium-und Tritanium, Ma’am. In der spezifischen Zusammensetzung, die wir für unsere Schiffe verwenden“, sagte sie laut und mit einem leicht verwunderten Unterton. Ein weiteres Teil wurde entdeckt und untersucht, welches dasselbe Ergebnis brachte. Und noch weitere. Und dann flog die Sonde noch ein kleines Stück weiter....und vor den Augen der Brückenoffiziere eröffnete sich ein Abfall des Geländes. Besser gesagt, ein Kraterrand.

    „Höher, fliegen sie die Sonde höher, das sieht seltsam aus...“, murmelte Liu leise. Aber man hatte sie gehört. Die Sonde flog gute 100 m in die Höhe. Und nun bot sich den Brückenoffizieren ein Szenario, das Liu kurz aufquietschen ließ. Dem Kraterrand schloss sich schwarze erde an. Verbrannte Erde, auf der im Lauf der Jahre wieder das ein oder andere Grasbüschel gewachsen war. Aber den Krater konnte man ohne weiteres noch erkennen. Darum herum, am Außenrand des Kraters befanden sich weitere Metallteile. Manch waren so groß wie ein Shuttle, manche kleiner. Und weiter hinten auf dem abschüssigen Gelände häuften sich die Teile zu einer ovalen Form.

    „Eine Absturzstelle, das ist eine Absturzstelle!“, entfuhr es Liu. Das war es wohl, allerdings stammte der Krater nicht vom Absturz, sondern von der Detonation des Warpkerns, von der sie noch nichts wussten. Die Teile weiter hinten sahen entfernt der Silouhette eines Schiffs ähnlich (Diskussektion der Percy, die am weitesten vom Warpkern entfernt war).

    „Das sind Teile eines Schiffes. Allerdings kriege ich von den Schiffssensoren keine näheren Werte. Entweder hat es jetzt die wissenschaftlichen Sensoren erwischt, oder aber das Gestein, auf dem es liegt, schirmt es ab.“

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Webb, Imset, Malone, Bankroft, Melisa


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra zog die Augenbrauen nach oben, als Imset die Brücke betreten hatte und ihren Verdacht unabsichtlich bestätigte und außerdem erklärte, dass er sie gerne mit auf den Planeten nehmen wollte.

    Ahm....“, rutschte ihr heraus, von Webb zu Imset sehend.

    Anscheinend bin ich nicht die Einzige, der dieser Gedanke gekommen ist....“, murmelte sie, drehte sich dann zu ihrer Konsole und hielt inne, als der Kommentar der Bajoranerin an ihr Ohr drang. Sie drehte sich wieder um. Melisa war rangmäßig über ihr, aber dennoch hatte sie den Ton nicht vergessen, der da gerade mitgeklungen natte.

    „LtCmdr Melisa, ich weiß, wie ich meinen Job zu erledigen habe, auch wenn sie mir das offenbar nicht zutrauen.

    Für einen DNA Scan, LtCmdr, müsste ich einen medizinischen Scanner einsetzen. Und zwar dicht an die Person gehalten. Unsere Sensoren, die die Sonde besitzt, weist ein....gröberes Auflösungsvermögen auf. Wir können grob erscannen, ob es sich bei den Personen um Menschen, Bajoraner oder Vulkanier handelt. Aber einen detaillierten Scan- nein. Nicht ohne Probe.

    Aber, ich kann ihnen sagen, dass die beiden Personen menschlich sind...“

    In dem Moment betrat die Medizinerin die Brücke und Alejandras Aufmerksamkeit schwenkte auf ihre Frage um.

    „Augenscheinlich Zaiben und Zarah Malone. Ein paar Jahre älter als die Versionen, die sich....“, sie klickte etwas an der WO Station,“....die sich momentan in ltCmdr Malones Quartier aufhalten.“

    Als Webb ihr den Auftrag erteilte, anch einer Anomalie zu scannen, tat sie das auch direkt.

    „Keine außer dem Wurmloch, durch das wir gekommen sind. Aber ich möchte anmerkten, dass es durchaus Wurmlöcher gibt, die eine temporale Differenz aufweisen. Die USS Voyager hatte einst solch ein Wurmloch im Delta-Quadranten gefunden gehabt. Nicht auszuschließen, dass es mehrere von dieser Sorte gibt“, gab sie an Captain Webb weiter.

    Dann rauschte Webb auch schon Richtung Turbolift und übergab die Brücke an LtCmdr Melisa. Wenig später rief er Imset über Kom, dass dieser ihm einheimische Kleidung zurecht legen sollte. Waldez bekam das alles mit, weil sich Lt Imset neben ihr auf der Brücke aufhielt? Ihr klappte der Mund kurz auf. Als sie das bemerkte, schloss sie ihn schnell wieder und sah Tyr an.

    Ehem. Ob ich jetzt mit soll, dazu hat er jetzt gar nichts dazu gesagt, oder?“, fragte sie vorsichtig nach und deutete mit einer Hand in Richtung Turbolift, wo Webb verschwunden war.

    Anscheinend macht ihn der Gedanke an Kaffee, Kakao und Kuchen so euphorisch, dass er alles andere um sich herum vergisst?“ fügte sie noch hinzu und sah dabei von Imset zu Melisa zu Bankroft, dann sah sie an die Decke und schüttelte leicht den Kopf.

    Ihr war jetzt wirklich nicht klar, wie sie darauf reagieren sollte.


    Während all dem ganzen Wirrwarr auf der Brücke hatte Alejandra immer wieder einen Blick auf den Hauptschirm geworfen. Die Sonde hatte Zaiben und Zarah Malone weiter verfolgt. Sie waren zu einem Bauernhaus gegangen und waren darin verschwunden. Leider konnte ihnen die Sonde dort nicht hineinfolgen, sondern nur noch Wärmebildaufnahmen von ihrem Inneren übermitteln, beziehungsweise das übermitteln, was die Kamera durch die Fenster aufnehmen konnte. Wenig später betraten ein Vilkanier, ein Alejandra unbekannter Mann (Ed) und Andrew Malone das Bauernhaus.

    Unser XO hat übrigens gerade dasselbe Haus betreten, in dem auch Zaiben und Zarah verschwunden sind.“ meldete sie an LtCmdr Melisa, die gerade die Brücke bekommen hatte.

    Dass Hamions Leute die Sonde entdeckt hatten, wusste hier noch keiner. Wie auch? Da fiel Alejandra noch etwas ein.

    „Ich würde nebenbei vorschlagen, dass wir die Sonde von dort abziehen und mit ihr statt dessen einen geeigneten Landeplatz für das Außenteam suchen sollten. Außerdem wollten wir mit ihr noch einen Eingang in das unerirdisch gelegene Dorf finden?

    Lt Imset? Wenn sie da runter gehen, behalten sie immer noch im Hinterkopf, dass es sich um eine Präwarpzivilisation handeln könnte, egal was wir da gerade gesehen haben, okay?“

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Webb


    -------------------------------------------------------------


    „Ich versuche, ein deutlicheres Bild zu bekommen, Sir“, meinte sie und nickte der CON zu, dass sie noch ein Stück dichter ranfliegen sollte. Währenddessen zoomte Alejandra die beiden Personen näher. Der junge Mann war auch schlicht gekleidet. „ Mal ehrlich, irgendwie sehen dem seine Klamotten aus wie die von Obi Wan Kenobi aus eine: der alten Star Wars Filme“, meinte die CON kopfschüttelnd. „Nicht dass das sein kann, weil ich nicht glaube, dass die da unten die Filme ken....“

    „Das ist es! Danke für den Tipp!“, eüntfuhr es Waldez lautstark, dann räusperte sie sich und wandte sich an Webb.

    „Ich weiß, an wen mich die beiden erinnern, Sir. Ich habe beide nur kurz kennen gelernt, ehe wir an Bord des Schiffes gekommen sind, aber....Das links ist-kömnte sein-ich meine, er ähnelt.....Zaiben Malone. Und die junge Dame daneben Zarah Malone. Allerdings kann das eigentlich nicht sein, weil die beiden noch Kinder sind und sich hier auf unserem Schiff in ihrem Quartier aufhalten. Aber ...naja, eine gewisse Ähnlichkeit u den beiden lässt sich nicht abstreiten.....denke ich.“ führte sie aus und wartete darauf, wie Webb auf diese Sache wohl reagieren würde.

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Webb, Imset, Rahab, Malone+Ian'to (erwähnt)


    -------------------------------------------------------------


    Alejandra lächelte ein wenig, als Webb sie fragte, um was für eine Zivilisation es hier wohl ging.

    "Nach den Bildern zu urteilen, ja. Aber ziehen wir keine voreiligen Schlüsse. Die Ba'Ku waren ebenfalls fortschrittlicher, als erwartet. Und wir wissen schließlich, dass sie zumindest sowas wie Transporter verwenden, auch wenn sie augenscheinlich wie ein mittelalterliches Volk aussehen", führte sie aus und stellte etwas auf ihrer Konsole um.

    "Gehen sie ein Stück tiefer mit der Sonde und näher an die Eingeborenen heran", meinte sie zur CON. Wenig später nickte sie zufrieden.

    "Ich habe mit den Sensoren der Sonde ein paar der Siedler gescannt. Ich schicke die Zusammensetzung der Kleidung und Gegenstände, die sie mit sich führen an die Sicherheit, damit sie sich entsprechend einkleiden können."

    Sie tippte entsprechend. Dann, als sie aufsah, stutzte sie.

    "Moment, nochmal zurück, nochmal zurück!" meinte sie zur CON. Aber die Sonde war bereits ein gutes Stück weitergeflogen, bis der CON-Offizier reagierte.

    "Ich hab da was gesehen....das Gesicht kam mir bekannt vor...." murmelte Alejandra, um zu erklären, warum der Pilot zurücksteuern sollte.

    Die Sonde machte einen eleganten Bogen und flog den Weg, den sie gekommen war, wieder zurück, aber bis sie an dem Punkt angelangt war, den Alejandra gemeint hatte, war niemand mehr greifbar.

    "Fliegen sie nochmal eine Schleife, bitte."

    Die Kamera der Sonde schwenkte um und man konnte auf dem Hauptschirm verfolgen, wie der Pilot einen Suchmodus einstellte, bis wieder Personen sichtbar wurden.

    "Standbild!" schrie Alejandra, als das Profil der Person sichtbar wurde. Sie kniff die Augen zusammen. Darauf zu sehen war ein junger Mann und eine junge Frau.

    "Ich kenne diese beiden. Also...irgendwie", meinte Alejandra. "Ich hab sie schon mal irgendwo gesehen. Oder sie ähneln jemandem, die ich kenne. Aber....kann das überhaupt sein?" Dabei sah sie zu Captain Webb hinüber und zog entschuldigend die Schultern nach oben.

    "Ich...kann mich irren, Sir, aber..." stammelte sie entschuldigend weiter. "Geht es irgend wem genauso?"

    Ort des Geschehens: Brücke

    Beteiligte Personen: Webb


    -------------------------------------------------------------


    Die Sonde war raus und schoss auf den Planeten zu.

    „Eintritt in die Atmosphäre des Planeten....jetzt“, gab Alejandra durch. Die CON machte ihre Arbeit gut und begann, die Sonde abzubremsen und auf die manuelle videosteuerung umzuschalten. Alejandra legte die visuelle Erfassung direkt auf den Hauptschirm, so dss alle auf der Brücke die Flugbahn der Sonde mitverfolgen konnten. Das war fast genau so spannend, wie an dem Ding herumzubasteln, fand die WO und erinnerte sich an ihre Akademiezeit. Die Bilder auf dem Hauptschirm erinnerten sie an ein paar der alten Filme, die sie sich abends nach den Vorlesungen gerne angesehen hatten. Nur, dass das hier kein Film, sonder Live-Aufzeichnungen waren. Hier würde wohl kein Dinosaurier aus dem Gebüsch brechen.

    „Die Sonde hat keinen Schaden erlitten und funktioniert bisher tadellos, Captain. Und Ich bekomme die ersten Daten, Sir. Die Oberfläche besitzt eine üppige Flora und Fauna, wie wir alle sehen können. Noch weitere 500 Kilometer bis zu der angeblichen Siedlung, die uns die Schiffssensoren halbwegs verraten haben.

    400....300....200.....Reduktion der Geschwindigkeit auf 700 km/h, weiter fallend....noch 100 Km. 50 km.......wir sind im Zielbereich und die CON bringt die Sonde nun in Bodennähe. Aktiviere die Flüstervorrichtung.....Wenn wir Glück haben, können wir bald die Bewohner sehen und uns deren Kleidung abschauen.“

    Kommentierte Alejandra den Anflug der Sonde auf das Zielareal. Auf dem Hauptschirm konnte man alsbald ein sehr einfach gehaltenes Dorf finden. Die Häuser waren teilweise aus Stein, teilweise aus Holz aufgebaut. Es gab einen Brunnen und auch eine hölzerne Kirche. Sogar Wege waren sichtbar. Die waren jedoch nicht geteert, sondern mehr plattgetreten und mit größeren Steinplatten belegt, dass die Fuhrwerke nicht im Morast versinken konnten. Die Personen, die die Sonde aufzeichnete, waren mit groben Webleinen, Wollstücken und Fellen bekleidet. Noch war die Sonde zu hoch, um die Gesichter der Bewohner zu sehen, aber man konnte immerhin sagen, dass sie eindeutig humanoid waren und auf zwei Beinen gingen.

    Ort des Geschehens: Labor—> Brücke

    Beteiligte Personen: Rahab, Imset, dann Webb


    -------------------------------------------------------------


    „Ich melde mich, sobald ich auf der Brücke bin. Ich hoffe, sie müssen nicht allzu lange warten, bis sie in den Einsatz dürfen“, meinte sie noch zu den beiden Männern, ehe sie den Weg zur Brücke antrat.

    Dort angekommen, informierte sie zuerst Captain Webb.

    „Sir, wir sind soweit. Die Sonde wird gerade in eines der Torpedorohre verladen, damit wir sie starten können. Die Fernsteuerung funktioniert, ich gebe sie direkt an unsere CON. Wir haben die Sonde so modifiziert, dass sie relativ leise ist. Wenn sie nicht näher als 3 Meter an einer Person mit gutem Gehör vorbeifliegt, sollte sie unentdeckt bleiben.

    Lt Imset und Ensign Rahab haben sich zu de:Sicherheitstrupp begeben um Ensign Bivas. Sie warten auf ihr Zeichen, dass sie hinunterbeamen können, sobald wir von der Sonde auswertbare Daten erhalten, um den Planeten unerkannt zu erkunden“, meldete sie.

    Ort des Geschehens: Labor 2

    Beteiligte Personen: Imset, Rahab


    -------------------------------------------------------------


    Waldez brachte die Sonde dazu, wieder auf dem Tisch zu landen.

    "Dann warten wir doch nicht länger und schaffen das Baby auf den Planeten", meinte sie, wieder ernst geworden. "Ich übertrage die Steuerung an die CON, sobald ich auf der Brücke bin." Sie hatte imsets Erwiderung so gedeutet, dass sie nicht im AT inbegriffen war. Deshalb würde sie sich das Ganze von dort ansehen, wo man am meisten sehen konnte-der Brücke.

    Ort des Geschehens: Labor 2

    Beteiligte Personen: Imset, Rahab, Webb


    -------------------------------------------------------------


    „Sie haben alles richtig gemacht, Ensign“, meinte sie locker zu Rahab. Da die beiden eng zusammengearbeitet hatte war sie nicht umhin gekommen, ab und an zu spicken, was der TO so getrieben hatte-technisch gesehen.

    ALejandra lächelte, dann schnappte sie den Männern die Fernbedienung für die Sonde vor den Nasen weg.

    „Probieren wir es doch mal aus“, sagte sie enthusiastisch.

    „Treten sie zurück, schließlich hockt hier eine Frau am Steuer“, grinste sie und drückte den Startknopf, so dass sich die Sonde vom Tisch abhob und vor den drei Offizieren schwebte.

    „Das klappt schon mal. Testen wir noch das links, rechts, hoch und runter und lauschen ein wenig der Hydraulik und dann...“ Fing sie an, als sie von Webbs Ruf unterbrochen wurde.

    *** Die bisherigen Tests sind vielversprechend, Captain. Wir sind gerade am Testen der Steuerung**** gab sei durch und drückte einen Knopf, so dass sich die Sonde nach links neigte, eine kleine Kurve im Labor flog, wieder schwenkte und mit dem Hintern ganz knapp an Rahabs Kopf zum Stehen kam. Von ihrer und Imsets Position war nur ein leises Surren zu hören.

    „Und? Wie laut ist sie auf einer Skala von 1 bis 10, Ensign?“, flötete sie begeistert zu Rahab. Es war unübersehbar, dass Waldez so eine Spielerei gerne machte.

    „Ich denke, so eine ähnliche Steuerung werde ich in den Holztodesstern für den Sprössling unseres XOs einbauen, das macht richtig Spaß, damit umzugehen“, fügte sie an und machte sich im Kopf dazu eine gedankliche Notiz.

    UOrt des Geschehens: Labor 2

    Beteiligte Personen: Rahab, Imset


    -------------------------------------------------------------


    „Sehr witzig“, murmelte sie auf die Anspielung mit dem OP, allein schon deshalb, weil ihr ja ähnliche Gedanken durch den Kopf geschossen waren.

    „Ensign Rahab ist dann was? Die OP-Schwester? Aber ja, machen wir es so“, bestätigte sie Imsets Vorgehensweise und stürzte sich in die Arbeit. Sie ging routiniert vor-wie ein Arzt. Oder ein ehemaliger Chefingenieur.Man konnte sehen, dass sie von der Technik Ahnung hatte und wie diese Sonde modifiziert werden musste. Eine kleine Menge Dämmmaterial wurde gegen Ende noch zusätzlich verbaut.

    Nach 20 Minuten intensiver Arbeit trat sie also einen Schritt zurück.

    „Fertig. Operation gelungen, Patient war eh schon tot. Aber Scherz beiseite, ich denke, so sollte es gehen. Außer einem leisen Surren sollte die Sonde im Flug kaum bemerkt werden. Sobald sie ihre Hände aus den Sensoren haben, Lt, können wir sie hier eine Proberunde drehen lassen, ehe wir sie dann zum Planeten schicken.“