Beiträge von Vil'kun Sombrar

    Ort des Geschehens: Shuttlehangar der U.S.S. Black Pearl, Shuttle, Oberfläche des Mondes

    Beteiligte Personen: Henry Popov , Ensign Amy Swan (NPC), diverse Sicherheitsleute (NPCs)


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    Vil’kun stieg mit den anderen ins Shuttle. Die Daten, die ihm für die Monde vorlagen, hatten keine besonderen Erkenntnisse gebracht. Sollte sich etwas im Inneren verbergen, so war es von den Sensoren abgeschirmt. Und die Öffnung oder „das Portal“. Wie sein Kollege es nannte, war einfach offensichtlich.

    Das Shuttle setze sich in Bewegung, um die Black Pearl zu verlassen und auf den einen der Monde zuzuhalten. Vil’kun blickte in die Gesichter der Anwesenden. Neben Popov kannte er nun den Namen der Pilotin, jedoch war er ihr zuvor nicht begegnet. Bei den Sicherheitsleuten sah es ähnlich aus, wobei ihm das Gesicht der Tellaritin bekannt vorkam. Doch wenn er ehrlich zu sich war, war sie vermutlich die einzige ihrer Art auf der Perception, so dass sie diejenige war, der er auf einem der Gänge begegnet sein musste.

    Insgesamt schien die Lage ein wenig angespannt, da niemand redete. Ensign Swan wirkte sehr konzentriert, während Popov weiterhin auf die Öffnung im Mond zu starren schien. Die anderen hatten größtenteils die Augen geschlossen, hier und da ein Wackeln mit dem Fuß oder in einem Fall sehr schnaufendes Atmen. Der Kadett wusste selbst nicht, wie er sich fühlen sollte. Endlich hatte er dieses unheimliche Schiff hinter sich gelassen, jedoch mit dem Resultat, dass er sich in eine neue unbekannte Situation begab. Ihm wäre auch lieber gewesen, er hätte auch noch eine Dosis des Heilmittels erhalten, nachdem diese schon ausgegeben worden waren.

    Einigermaßen unsanft setzte das Shuttle auf der Oberfläche des Mondes auf. Vil’kun beobachtete fasziniert, wie sich der Rotton in der Haut von Ensign Swan merklich verdichtete. Einmal mehr war er froh, dass seine Spezies nicht so offensichtliche Signale von Scham produzierte. Was hatte sich die Natur dabei gedacht, es den Betroffenen noch unangenehmer zu machen, indem es offen zur Schau stellte, was in ihnen vorging?

    Vil’kun setzte sich an eine der freien Konsolen und überprüfte, was ihm jedoch ohnehin klar war. Der Mond besaß keine Atmosphäre. Also musste jemand aussteigen und versuchen, das Portal zu öffnen, in der Hoffnung, dass man im Inneren würde atmen können. Als Vil’kun sich umdrehte, sah er, dass bereits zwei der Sicherheitsleute in Raumanzüge schlüpften, zwei weiterer lagen bereit, von denen einer von Ensign Swan in Empfang genommen wurde. Plötzlich drehte sie sich um und sah den Takaraner auffordernd an.

    „Worauf warten Sie, Kadett? Irgendjemand sollte die Umgebung scannen, während ich damit beschäftigt bin, dieses Ding zu öffnen.“

    Damit war wohl geklärt, wer sich an diesem Einsatz beteiligen würde. An Popov gewandt fügte sie hinzu: „Bitte halten Sie stets Kontakt mit der Brücke, sollte hier irgendetwas schief gehen.“


    -- Vor dem Portal --


    Vor ihnen erstreckte sich eine leicht elliptische Metalltür mit glatter, sehr dunkler Oberfläche. Einzig an ihrem Rahmen konnte man erkennen, dass es einen Mechanismus geben musste, um diese in Bewegung zu bringen. Vil’kun sah an einer Stelle Unregelmäßigkeiten, die sofort von Ensign Swan angesteuert wurden. Die beiden Sicherheitsoffiziere stellten sich in die Nähe der beiden und hielten die Umgebung im Blick. Vil’kun selbst hatte seinen Tricorder gezogen, um die Tür und wenn möglich das Innere zu scannen. In den Handschuhen des Raumanzuges fiel es ihm deutlich schwerer, die entsprechenden Befehle einzugeben. Zwar hatte er Trainingseinheiten in Raumanzügen und der Schwerelosigkeit auf der Akademie, aber die Bedienung des doch recht zierlichen Tricorders hatte nie dazu gehört. Dennoch schaffte er es mit wenigen Umständen.

    Die Ergebnisse waren jedoch nicht zahlreich. So konnte er zwar das Material der Tür bestimmen, jedoch nichts, was sich dahinter befand. Um nicht völlig untätig zu sein, während Ensign Swan sich schon daran gemacht hatte, den Türmechanismus zu untersuchen, versuchte er, anhand der Korrosionserscheinungen zu berechnen, wie alt dieses Portal sein musste. Während der Tricorder arbeitete, blickte Vil’kun sich um. Von diesem Standpunkt aus konnte man den zweiten Mond in voller Pracht sehen, wobei „Pracht“ ein zu überzogenes Wort war, wenn man davon ausging, dass es sich um einen doch recht kargen Stein handelte, der nicht einmal farblich irgendwie hervorstach. Dennoch hatte es etwas Beschauliches an sich und hätte man nicht immer wieder kleine Flüche von der Technikerin gehört, die scheinbar Schwierigkeiten mit der Tür hatte, so hätte man alles Beklemmende hinter sich lassen können und diese entspannende Ruhe genießen können.

    Erst als der Tricorder piepste, merkte Vil’kun dass er ziemlich in Gedanken abgedriftet war. Er guckte sich die Daten an und stellte fest, dass eine genaue Altersbestimmung nicht möglich war. Wahrscheinlich war eine Zahl im sechsstelligen Bereich, aber eine Spanne von 900.000 Jahren ist keine präzise Angabe. Er sendete die Daten dennoch an das Shuttle, dessen Insassen es dann weiterleiten konnten an die Perception. Vielleicht hatte Vil’kun etwas übersehen, worauf jemand anders stoßen konnte.

    Es folgte kurz darauf ein kleiner Jubelschrei gepaart mit einem „geschafft“. Scheinbar war Swan erfolgreich gewesen. Was mit einem Zischen begann, wandelte sich in tiefes Dröhnen, als sich die Tür langsam in Bewegung setzte und zur Seite glitt. Sofort schwenkte Vil’kun seinen Tricorder auf die sich ausdehnende Öffnung und sammelte Daten. Die beiden Sicherheitsleute postierten sich so, dass sie die Öffnung im Blick hatten, sollte etwas Unerwartetes dort herauskommen. Der Takaraner studierte gebannt den Tricorder. Seine Mundwinkel zogen sich leicht nach oben, es gab hier eine Atmosphäre, die genug Sauerstoff enthielt, um das Außenteam am Leben zu erhalten. Er wollte gerade die frohe Neuigkeit verkünden, als er plötzlich einen hohen Energieausstoß im Inneren des Portals feststellte. Die Tür war nun schon knapp zur Hälfte in der seitlichen Wand verschwunden, die Geschwindigkeit der Bewegung hatte stetig zugenommen. Nun sah er auch das gelblichweiße Leuchten innerhalb des Tunnels, der sich nun offenbarte.

    „Ich erfasse hier eine Energiequelle, die schnell an Intensität zunimmt. Ich kann jedoch nicht sagen…“.

    Die Tür war vollends verschwunden und Vil’kun unterbrach sich, um den Arm vor sein Gesicht zu halten. Das Leuchten hatte so stark zugenommen, dass er geblendet wurde. Doch selbst das Schließen der Lider hatte nicht ausgereicht. Er spürte noch, dass er von der Seite umgerissen wurde, als ein Energiestrahl ihn und seine unmittelbare Umgebung erfasste, um sämtliche Materie – in diesem Fall einen Sternenflottenoffizier und einen Kadetten - zu vaporisieren.


    Nun blieben nur noch sechs zum Sterben.


    (1012 Wörter)

    Ort des Geschehens: Brücke der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Ikaika Anela , alle Personen auf der Brücke


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    Vil'kun vernahm ein "Genehmigt, Kadett", vermutlich vom Counselor, worüber er jedoch nicht sicher war, da er weiter die Daten auf seiner Konsole studierte. Einen letzten Blick auf den Status der Überprüfung werfend, welche bei etwa 70% angekommen war, schickte er eine Anfrage nach Sternenkarten an die Perception. Sofern die Daten korrekt waren, ließ sich so vielleicht etwas über diese Monde herausfinden. Der zugehörige Planet schien ein Gasriese zu sein, welcher keine Besonderheiten aufwies abgesehen von seiner recht geringen Größe. Ob Lieutenant Gilbert deswegen seine Aufmerksamkeit nur auf die Monde gerichtet hatte?

    Der Abschluss der Überprüfung sowie die Ankunft des angeforderten Materials fanden nahezu gleichzeitig statt. Der Kadett entschied sich zunächst für die Auswertung und musste feststellen, dass alle vorliegenden Daten korrekt sein mussten. Schnell befahl er dem Computer, die vorliegenden Daten mit den Karten der Perception zu vergleichen, um so vielleicht mehr über das System herauszufinden.

    "Sirs, ich kann nun mit Sicherheit sagen, dass die vorliegenden Daten absolut korrekt sind. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe zu zwei Monden, die scheinbar von Interesse der alten Crew waren. Jedoch kann ich noch keine Besonderheit...", unterbracht sich Vil'kun.

    Soeben hatte er genau dies bemerkt: eine Besonderheit. Peinlich berührt, dass er nicht vorher darauf geachtet hatte, guckte er nun genauer und teilte seine Erkenntnis daraufhin mit:

    "Es handelt sich bei diesen Monden um identische Körper. Sie sind exakt gleich groß, weisen die exakt gleiche Zusammensetzung auf und bewegen sich sogar auf der gleichen Bahn um den Planeten. Das ist einfach nur unwahrscheinlich, wenn ich das so lapidar sagen darf. Wenn es nicht keinerlei Hinweise dafür geben würde, wäre ich der Meinung, dass es sich um künstliche Monde handelt."

    Während er gesprochen hatte, hatte er ein Bild auf den Hautschirm gelegt, geradezu als ob er einen optischen Beweis für diese Kuriosität erbringen musste. Ein kurzes Piepen seiner Konsole ließ ihn seinen Blick vom Hauptschirm abwenden. Der Computer hatte eine Übereinstimmung ermittelt, auf seiner Konsole erschien der Name des Planeten, welcher "Tlekok" lautete. Kommentarlos leitete er diese Information weiter an den Hauptschirm, vielleicht hatte jemand anderes eine Eingebung zu diesem Namen. An der Akademie war ihm dieser jedenfalls nicht begegnet, da war sich Vil'kun sicher. Erwartungsvoll blickte er in die Gesichter der Anwesenden.


    (370 Wörter)

    Ort des Geschehens: Brücke der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Marissa Bancroft , andere Personen auf der Brücke


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    Vil'kun versuchte dem Lächeln Bancrofts etwas Zuversicht abzugewinnen, aber dafür musste er sich ordentlich anstrengen. Scheinbar setzte die Situation auch anderen Crewmitgliedern sehr zu. Nachdem er ihren Anweisungen gefolgt war, nickte er kurz und widmete sich der Konsole. Wie es schien, hatte sich automatisch ein Scan der näheren Umgebung aktiviert. Während dieser lief, versuchte Vil'kun herauszufinden, was die Konsole gestartet und den Scan ausgeführt hat. Er ließ eine Standardsystemanalyse laufen, um weitere Daten zu erhalten. Als er die nötigen Parameter eingegeben hatte und den Computer den Rest erledigen ließ, guckte er sich die vorliegenden Sensorendaten des Scans genauer an. Er traute seinen Augen kaum, als er sah, dass sie sich in unmittelbarer Umgebung von Himmelskörpern befanden. Er dachte kurz zurück an begonnene Analyse des Nebels im Labor der Perception und konnte nicht fassen, wie fern sie von der Wahrheit entfernt gewesen waren. Zumindest für den Fall, dass diese Daten wahr waren. Er spürte die Blicke auf seinen Rücken und fühlte sich gedrängt, einen Zwischenbericht abzugeben.

    "Sirs, wie es scheint, befinden wir uns in der Nähe von planetoiden Himmelskörpern. Der Scan ist noch nicht abgeschlossen, so dass ich nicht präziser werden kann und um ehrlich zu sein, würde ich die dann vorliegenden Daten einer erneuten Untersuchung unterziehen, um wirklich sicher zu gehen. Aber zum aktuellen Zeitpunkt sieht es so aus, als hätte der Nebel ein Sternensystem verhüllt", berichtete der Takaraner aufgeregt.

    Kurz darauf gab die Konsole einige Piepser von sich, um ihn darauf hinzuweisen, dass die Systemanalyse vollendet war. Er rief die Daten ab und stellte fest, dass der Scanbefehl zuvor durch einen Lieutenant Gilbert eingegeben worden war - vor etwa hundert Jahren. Was die Konsole an sich aktiviert hatte, konnte der Kadett nicht feststellen, obwohl er sicherlich phantastische Ideen hatte, wenn er der Geschehnisse um den Captain und die anderen Gestalten bedachte, jedoch wurde ihm angezeigt, dass die Konsole damals durch einen allgemeinen Ausfall der Energie abgeschaltet wurde und die eingegebenen Befehle seitdem nicht ausgeführt worden waren.

    Ehe er diese Information weitergeben konnte, war der Scan der Umgebung beendet worden und vollständige Ergebnisse lagen nun vor. Ungläubig starrte Vil'kun auf die Konsole. Es wurden zwei Monde angezeigt, samt ihrer Zusammensetzung, Größe, Umlaufbahnen und anderer faszinierender astronomischer Daten. Faszinierend solange man sich auf einer Forschungsreise befand und die eigene Existenz am seidenen Faden hing.

    Während Vil'kun eine Überprüfung der vorliegenden Daten durch den Computer vornehmen ließ, aktualisierte er seinen Bericht: "Sirs, der Scan zeigt mir nun zwei Monde an, die in weniger als 100.000 km Entfernung dieses Schiffes kreisen. Ich lasse diese Daten noch einmal überprüfen, jedoch wäre es ratsam, Sternenkarten von der Perception anzufordern, um sie mit diesen Daten zu vergleichen. Ich bin nicht sicher, wie aktuell jene dieses Schiffes sind."

    Er betrachtete wieder seine Konsole und wartete auf Bestätigung und weitere Anweisungen. Noch immer konnte er nicht verstehen, wie diese beiden Monde bis eben "unsichtbar" gewesen waren.


    (479 Wörter)

    Ort des Geschehens: Labor 2 und Brücke der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Srong (NPC), Marissa Bancroft


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    Vil'kun hatte zwei weitere Container überprüft, als Srong zurückgeeilt kam, um sich weiter mit einer Lösung des Problems zu befassen. Er sah wie der Vulkanier sich an einer Konsole niederließ und scheinbar Befehle eintippte.

    "Bisher habe ich noch keine weiteren Proben gefunden, Ensign", teilte ihm Vil'kun mit, als er auch schon die Zugangscodes für den dritten Behälter eingab. Hier zeigt sich ein anderes Bild als bei den beiden leeren zuvor. Zwar handelte es sich um eine überschaubare Anzahl an Phiolen, aber immerhin konnte es sie voranbringen. Mit gezücktem Tricorder ließ Vil'kun einen Scan der Proben laufen und sofort zeigte sich, dass die Zusammensetzung eine Übereinstimmung von 93% in der Zusammensetzung mit dem anderen gefundenen Impfstoff aufwies. Hier dürfte es sich wohl um einen Vorgänger oder Nachfolger handeln. Sollte er über eine ebensolche Wirkungskraft wie die anderen Proben verfügen, so stünden sie mit diesen vier weiteren Dosen näher am Ziel. Wenn auch nicht vollends erleichtert, rief Vil'kun Srong mit gesteigerter Begeisterung zu: "Sir, ich habe vier weitere Proben gefunden, welche den anderen in ihrer Zusammensetzung ähneln. Es handelt sich sicher um eine Variante von Adiutisumus-5, aber ich kann nicht sagen, ob dies nun zu unserem Vorteil ist oder nicht, aber sollten sie ähnlich wirken, so fehlen uns nur noch zwei weitere Einheiten, damit wir alle retten können. Kommen Sie besser herüber und gucken es sich selbst an."

    Der Kadett wartete geduldig bis Srong bei ihm ankam. Er war sehr gespannt darauf, was der Mediziner daraus machen würde. In all den stressigen Situationen, denen er innerhalb so kurzer Zeit ausgeliefert war, hatte er vergessen, wozu er hauptsächlich hier war, nämlich von denen zu lernen, die die Akademie erfolgreich hinter sich gelassen hatten und schon jahrelange praktische Erfahrungen im Dienst der Sternenflotte gesammelt hatten. Wenn dies alles überstanden war, würde er all die Lektionen, die er hier gelernt hatte, noch einmal durch den Kopf gehen lassen müssen, um sie auch zu behalten. Ob die anderen ähnliche Erfahrungen in ihren Praxiseinsätzen machen würden? Vil'kun wagte es, dies zu bezweifeln, war dies doch zu einer sehr speziellen Mission geworden, die weit vom Standard abwich.

    Als er Srong bei seinen Analysen über die Schulter guckte, meldete sich plötzlich Ltjg. Bancroft und forderte Vil'kuns Unterstützung an. Verblüfft über diesen neuen Befehl guckte er Srong entschuldigend an und wünschte ihm viel Erfolg bei der weiteren Durchsicht der Daten. Schnellen Schrittes verließ er das Labor, um den nächsten Turbolift zur Brücke zu nehmen. Auf dem Weg dachte er darüber nach, was ihn dort erwarten würde. Eine Konsole hatte sich selbstständig gemacht. Sicherlich war das ungewöhnlich, aber inwiefern sollte er dabei helfen können? War er nicht besser bei der Analyse und Findung weiterer Heilmittel aufgehoben? Die Konsole konnte durch ein Programm ausgelöst worden sein, welches auf eine zunächst unbekannte Weise gestartet worden ist. Dies erschien ihm weitaus weniger mysteriös als alles andere auf diesem Schiff. Allein der Nebel, welcher ihn umwaberte hätte ganze Bücher über "mysteriös" füllen können. Was auch immer dort auf ihn wartete, er konnte es sich einmal angucken.


    -- Brücke --


    Der Takaraner trat aus dem Turbolift und nahm sofort Haltung an, um zu salutieren.

    "Kadett Sombrar meldet sich auf der Brücke", rief er der Gruppe zu.

    Ohne auf eine Entgegnung abzuwarten, begab er sich zu der Konsole, an der Ltjg. Bancroft stand und welche als einzige aufleuchtete und verschiedene Daten abzuspielen schien. Er stellte sich neben sie und erwartete weitere Anweisungen. Aus dem Augenwinkel versuchte er, vorab zu ersehen, was sich dort auf der Konsole abspielte.


    (580 Wörter)

    Ort des Geschehens: Labor 2 der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Henry Popov , Srong (NPC), MacKenzie (NPC), Avelino Biasini (erwähnt)


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    Obwohl er nicht viel sagte, wirkte sich Popovs sichere Ausstrahlung beruhigend auf Vil’kun aus. Mit halben Ohr hörte er den Schilderungen der beiden anderen zu. Die Tatsache, dass es sich scheinbar um einen wirksamen Impfstoff handelte trug sicherlich auch dazu bei. So langsam gewann die Rationalität wieder die Überhand über die Panik, die den Takaraner zuvor ergriffen hatte. Nun hörte er von den Überlegungen, das Mittel aufzuteilen, sollte es nicht noch mehr zu finden geben.


    Er stand auf, bedankte sich bei Popov für den Beistand und ging auf Ensign Srong zu.

    „Ensign, darf ich einen Vorschlag machen?“ erkundigte sich Vil’kun.

    Da ihm der Vulkanier bedeutete fortzufahren, äußerte er seine Überlegungen.

    „Mit Hilfe der Aufzeichnungen der Crew könnte es möglich sein, das Mittel selbst herzustellen. Wir müssten ja nicht von vorn beginnen und ich denke, dass wir alle nötigen Ressourcen hier vorfinden müssten. Und selbst wenn nicht, sollte uns die Perception das ermöglichen. Und parallel könnte ich nach weiteren Einheiten suchen, die unter Umständen woanders gelagert worden. Nach den Vorsichtsmaßnahmen, die für diese hier getroffen wurden, würde es mich nicht wundern, wenn es weitere Verstecke gäbe.“

    Dieser Logik sollte wenig entgegenzusetzen sein, befand Vil’kun. Außer es würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen, dass Mittel selbst zu synthetisieren. Gerade als ihm dieser Gedanke kam, setzte Srong zum Sprechen an, um ihm vermutlich genau dies mitzuteilen. Die Daten, die er und MacKenzie gesichtet hatten, haben dies vielleicht schon verraten.

    Zum Widerspruch kam es jedoch nicht, da sich Commander Biasini meldete und sofort medizinische Unterstützung anforderte. Scheinbar war dem Captain etwas zugestoßen. Unwillkürlich kam ihm einer der Leitsätze der Akademie in den Sinn - der Captain schließt sich nie dem Außenteam an. Sofort machten sich die beiden Mediziner auf den Weg, um Hilfe zu leisten.

    Vil’kun blieb ohne weitere Anweisungen zurück und wog innerlich ab, welche nun die beste Herangehensweise wäre. Sollte er versuchen, das Mittel zu herzustellen? Sicherlich wäre es effizienter, wenn dies von den Medizinern übernommen worden wäre, zumal er immer noch nicht wusste, wie lange die Herstellung benötigen würde. Also wäre es angebracht, nach weiteren Dosen zu suchen. Er blickte sich im Raum um und betrachtete die anderen Container.


    ### Einer so gut wie der andere. ### Vil’kun begann auf der linken Seite und würde sich durch das Labor arbeiten.


    (380 Wörter)

    Hallo,


    ich wollte nochmal erwähnen, dass ich weiterhin als Kadett spielen möchte, solange sich Vil'kun auf der Black Pearl befindet. Zumindest erscheint es mir unlogisch, dass er von einem auf den nächsten Moment zum Ensign wird. Von daher finde ich es plausibler, dass er frühestens mit Verlassen der Black Pearl oder besser mit Beenden der Mission befördert wird.

    Ort des Geschehens: Labor 2 der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Henry Popov , MacKanzie (NPC), Srong (NPC)


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    Die Konsole piepste kurz auf und schon standen Vil'kun die nötigen Codes zur Verfügung. Bevor er diese nutzen konnte, um die Container zu öffnen, wurde er von Lieutenant MacKanzie unterbrochen, die sich erkundigte, ob er die Codes bereits angefordert hatte. Er setzte zu einer Antwort an, als der Nebel sich urplötzlich verdichtete und er seine Gegenüber aus den Augen verlor. Als schon eine leichte Panik im Takaraner aufgrund dieser unerwarteten Wendung aufstieg, wurde diesem auch noch die Krone aufgesetzt durch das Verkünden des bevorstehenden Ablebens von acht Personen. Vil'kuns Hände verkrampften sich an der Konsole, Schweiß lief ihm unkontrolliert über den Rücken. Er war eigentlich nicht abergläubisch, aber diese gespenstische Atmosphäre setzte ihm zu und nichts auf de Akademie hatte ihn auf diesen Einsatz vorbereiten können, erst recht nicht auf die Drohung, dass acht Personen zu sterben hätten.

    Der Nebel legte sich langsam wieder und die anderen kamen zum Vorschein. Er wusste nicht, wie er dreinblickte, aber scheinbar hielt es MacKanzie für angebracht, Vil'kun beruhigend zuzureden und ihn an die bevorstehende Aufgabe zu erinnern. Er nickte noch etwas verdattert und blickte dann wieder auf den Bildschirm seiner Konsole. Dort blinkte weiterhin der Zugangscode für den Container auf, den er nur an der entsprechenden Stelle eingeben musste. Behutsam gab er den Code ein, dabei immer wieder an die Worte "Acht müssen sterben" denkend. Was hatte es damit nur auf sich. Zum zweiten Mal innerhalb kürzerer Zeit bangte er um sein Leben, ein Gefühl, dass er in seinem bisherigen Leben nicht gewohnt war. Damit musste er sich arrangieren, wenn er weiterhin diese Karriere verfolgen wollte. Wenn er es denn konnte, wenn er nicht einer von acht wäre...

    Das Zischen der sich öffnenden Türen des Containers holte Vil'kun zurück in die Realität. Es zeigten sich ihm mehrere kleine Behälter, die an Phiolen erinnerten. Nicht ganz kompatibel mit den heutigen Hyposprayinjektor, aber eindeutig in seiner Funktionsweise, fiel ihm auf. Mit einer zittrigen Hand hob er seinen Tricorder, um den Inhalt dieser Phiolen zu scannen. Sogleich zeigte sich, dass die Zusammensetzung den Aufzeichnungen Lieutenant Gomez entsprach.

    "Wir haben hier den entwickelten Impfstoff, nach dem wir gesucht haben", verkündete er an MacKenzie und Srong gewandt, "Sie sollten ihn vielleicht genauer überprüfen mit ihrem medizinischen Wissen."

    Ein wenig erleichtert darüber, das sie zumindest an einer Stelle vorangekommen waren, ließ Vil'kun ein Stück der Panik davongleiten. Die drohende Botschaft der unbekannten Stimme gab ihn jedoch nicht frei und so zermarterte er sich weiterhin das Gehirn in Gedanken darum. Er fühlte sich in großer Distanz, als er die beiden anderen dabei beobachtete, wie sie sich über die Proben hermachten, um sie genauer zu analysieren. Ohne es wirklich zu merken hatte der Kadett sich in einem der Stühle niedergelassen. Gerade als er dabei war, sich wieder voll in seine Panik hineinzusteigern, fasste ihn jemand an die Schulter. Er blickte auf, um das Gesicht Popovs zu sehen, welches unerwartete Sicherheit ausstrahlte. Vil'kun fragte sich, ob der Crewman schon Erfahrungen mit solcherlei Situationen hatte.


    (492 Wörter)

    Ort des Geschehens: Krankenstation und Labor 2 der U.S.S. Black Pearl

    Beteiligte Personen: Charlott MacKenzie (NPC), Srong (NPC), Außenteam auf der Brücke (kontaktiert)


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    Vil'kun nickte und ging an eine der freien Konsolen, um den Befehl von Lieutenant MacKenzie auszuführen. Er musste zunächst wissen, wonach er genau zu suchen hatte. Er hatte nie zuvor vom Lazarus-Virus gehört und hatte auch nicht das entsprechende medizinische Wissen, um sofort zu erfassen, was dieses Virus ausmachte. Er überflog die Aufzeichnungen der Crew mit besonderem Fokus auf die Zusammensetzung der Viren, um so auf mögliche Schwachstellen zu schließen. Konnte er erst eine mögliche Gruppe von Anti-Körpern ermitteln, so würde er wissen, welche Parameter er in seinen Tricorder einzugeben hatte.

    Während dieser Recherche stieß er auch auf Aufzeichnungen über die Versuche zu Herstellung eines Gegenmittels. Wie sich zeigte, gab es viele gescheiterte Impfstoffe, welche keine Wirkung gezeigt zu haben schienen. Ehe der Mut den Kadetten schließlich verließ, gab es doch noch einen Lichtblick. Es sei zu guten Ergebnissen gekommen bei der Verwendung größerer Mengen Squalen. Ein entsprechender Logbucheintrag eines Lieutanant Gomez bestätigte die Fortschritte, die die Crew auf der Suche nach einem Heilmittel gemacht hatte.

    An die anderen beiden gewandt verkündete Vil'kun: "Lieutenant, Ensign, ich denke, ich habe eine Fährte gefunden."

    Augenblicklich ließ er die Aufzeichnung abspielen.

    % Logbucheintrag Lietenant Achil Gomez: Heute machten wir große Fortschritte bei der Gewinnung eines Gegenmittels. Der Ansatz mit Squalen als Grundlage hatte sich als überaus erfolgreich herausgestellt, die Dosierung wurde inzwischen so angepasst, dass eine größtmögliche Wirkung erzielt werden kann. Nebenwirkungen können weitestgehend ausgeschlossen werden, jedoch sind noch abschließende Tests durchzuführen. Proben von Adiutisumus-5.3 werden im Sicherheitscontainer im Labor 2 aufbewahrt und sind nur dem medizinischen Personal und dem Captain zugänglich. Die aufkommende Panik innerhalb der Crew und der Vorfall mit Crewman Hewitt haben bewiesen, dass es unerlässlich ist, höchste Vorsicht zu bewahren bis ein sicheres Heilmittel gefunden wurde. Ich werde Captain Drake über die neusten Erkenntnisse unterrichten, sobald ich alles dokumentiert habe. Gomez Ende. %

    ###Das ist ja noch viel mehr als ich erhofft hatte. Statt mühselig nach Bestandteilen scannen zu müssen, kann ich einfach zum besagten Ort gehen und nachsehen.### Der Takaraner blickte in die Gesichter der anderen beiden, ohne direkt eine Emotion ablesen zu können. Er selbst war jedoch sehr froh gestimmt.

    "Ich wäre bereit, das Labor aufzusuchen, um ein Erfahrung zu bringen, was aus dem Mittel geworden ist. Da es keine weiteren Aufzeichnungen in diese Richtung gibt, könnte es sich um die letzte Version handeln", bot sich Vil'kun an.

    Nachdem ihm die bestätigt wurde, wandte er sich zur Tür. Ehe er auf den Türöffner drücken konnte, hielt er inne. Ohne dass er es bemerkt hatte, war der Nebel ins Schiff gelangt. Erste Schwaden zogen unter der Tür hindurch und krochen langsam über den Boden der Krankenstation. Der Kadett schluckte, wich einen Schritt zurück und suchte erneut den Blickkontakt der anderen. In einem spontanen Geistesblitz zückte er seinen Tricorder. Dieser zeigte ihm keine Gefahr an, die von dem Nebel ausging, so dass er zögerlich einen Fuß in den besagten setzte. Er verspürte keine Schmerzen oder sonstige Empfindungen, die er nicht hätte haben sollen. Und selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, so hätte die Zeit gegen ihn gearbeitet. In der Zeit, die er mit Scannen und Testen verbracht hatte, hatte der Nebel schon einige Quadratmeter mehr des Raumes eingenommen. Hier zu warten oder durch den Nebel zu Labor 2 zu gehen, würde in spätestens fünf Minuten keinen Unterschied mehr machen. Mit einem "Also gut" betätigte er den Türöffner und schritt hindurch in Richtung des Labores.

    Nach kürzerer Zeit - die Zeit hätte noch kürzer sein können, hätte er sich vorab mit dem Aufbau des Schiffes vertraut gemacht - erreichte er Labor 2. Auch hier zeigte sich ein Bild wie im Rest des Schiffes. Der Nebel hatte sich auch bis hierhin ausgebreitet und es herrschte einfach nur Stille.

    ***Cadet Sombrar an Lieutenant MacKenzie, ich bin nun im Labor angekommen. Auf den ersten Blick scheint hier alles normal, zumindest verglichen mit dem Rest des Schiffs. Ich werde mich nun auf die Suche nach dem Impfstoff machen, ich kann die entsprechenden Container schon sehen. Sombrar Ende.***

    Sogleich begab er sich zu den Containern, welche noch zu arbeiten schienen und so dafür sorgten, dass ihre Inhalte gekühlt blieben. Voller Euphorie betätigte er das Terminal, um die Öffnung der Container herbeizuführen. Jene Euphorie wurde gleich durch die Abfrage des Zugangscodes gedämpft. Die Worte Gomez' kamen dem Takaraner in den Sinn. Es handelte sich hierbei um Sicherheitscontainer, um unbefugtes Öffnen zu unterbinden. Nun hatte er die Wahl, er könnte versuchen, die Sicherheitscodes zu umgehen oder er würde sich Hilfe holen von Leuten, die dazu befähigter waren. Pflichtbewusst tippte er auf seinen Kommunikator und sprach:

    ***Cadet Sombrar an Brücke, ich habe soeben die Container entdeckt, die vermutlich ein Gegenmittel enthalten oder zumindest eine frühe Form davon. Jedoch verfüge ich nicht über die nötigen Sicherheitscodes, um diese zu öffnen. Ist es möglich, diese herauszufinden und mir im Labor 2 zukommen zu lassen?***


    (806 Wörter)

    Ort des Geschehens: Offiziersmesser der USS Black Pearl

    Beteiligte Personen: Srong (NPC), Charlott MacKenzie (NPC)


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    Vil'kun tat wie geheißen und begann, die Umgebung zu scannen. Das medizinische Personal hatte schon begonnen, die Personen zu untersuchen, welche nun offensichtlich keine Androiden waren. Glücklicherweise hatte der Takaraner seine Gedanken für sich behalten und war damit nicht über das Ziel hinausgeschossen. Nachdem die Daten bezüglich der schiffsinternen Atmosphäre keine Besonderheiten aufgezeigt hatten, stellte er seinen Tricorder auf die Analyse von möglichen Strahlungen ein, um eventuell so eine Erklärung für den Zustand der Crew zu erhalten.

    Als der Vulkanier seinen Verdacht äußerte, dass eine mögliche Krankheit das Außenteam infiziert haben könnte, konnte Vil'kun ein Schlucken nicht unterdrücken. Hatte er gerade richtig gehört, dass er Opfer einer Krankheit geworden sein könnte, welche die Besatzung des Schiffs ausgeschaltet oder gar dahingerafft hatte? Und was sollte das Gerede über Quarantäne? Schlagartig machte sich eine gewisse Panik in ihm breit. Augrund seiner Physiologie konnten ihm diverse Verletzungen nichts anhaben, verfügte er doch über ausgeprägte Regenerationsfähigkeiten, aber Viren und Bakterien waren eine andere Geschichte. Um sich abzulenken, tippte er weiter auf seinem Tricorder herum, um dann nach Strahlungen zu suchen. So makaber es klang, er hoffte, dass er fündig werden würde. Immerhin konnte sein Körper mit Strahlungsschäden umgehen. Im nächsten Zug kamen die Gedanken an die Mitglieder seines Außenteams, dicht gefolgt von einem schecehten Gewissen. Zwar kannte er niemanden wirklich gut, den meisten war er sogar erst im Transporterraum der Perception begegenet, aber dennoch besaß er genug Loyalität, um sich für seinen kurzen Egoismus zu schämen.

    Ein Geräusch des Tricorders riss ihn aus den Gedanken. Es lagen wieder keine Besonderheiten vor, die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass hier ein völlig normales Strahlenniveau herrschte. Auch gab es keine Rückstände, die darauf hätten hindeuten können, dass hier vor einiger Zeit eine gefährliche Strahlung aufgetreten sei. Ehe er die Parameter verändern konnte, wurde sein Name erwähnt. Nun Sprachen der Ensign und die Lieutenant über ihn und schlugen vor, beim Sammeln der Proben der Besatzung zu helfen, da dies Priorität zu haben schien. Vil'kun bestätigte die Bitte knapp mit einem "Aye" und machte sich daran, die nächste Person, ein Mensch mittleren Alters, sofern er das bestimmen konnte, zu untersuchen. Er schaute sich den leblosen Körper so genau er konnte an. Er war kein Experte für die menschliche Anatomie und schon gar nicht, wenn diese im Leichenstadium verändert war, aber die Lippen, die so blutrot zu leuchten schienen, ließen den Takaraner aufmerken.


    (394 Wörter)

    Ort des Geschehens: An Bord des fremden Schiffes

    Beteiligte Personen: Das Außenteam, explizit erwähnt: Marissa Bancroft, Avelino Biasini, Srong (NPC)


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    Die Spannung löste sich in Luft auf, das erhoffte Ergebnis blieb aus.

    "Es gibt keine Hinweise auf Chroniton-Partikel in diesem Bereich", verkündete Vil'kun merklich enttäuscht.

    Während die anderen es mit einem Schulterzucken hinnahmen und ihre Untersuchungen wieder aufnahmen, verweilte der Kadett noch bei seinen Gedanken um diesen Fehlschlag. Tief in ihm drinnen war ihm bewusst, dass dies eine Lappalie war und auch negatives Ergebnis schließlich zur Lösung durch Ausschluss führen konnte, aber er hatte gehofft, etwas hervorstechen zu können zwischen diesen erfahrenen Offizieren. Dies hätte ihm sicherlich einiges an Anerkennung eingebracht, hätte er richtig gelegen und das Problem gelöst. Stattdessen hatte er sich hinreißen lassen von der vagen Aussicht auf einen Glückstreffer.

    Bevor er jedoch tiefer in Selbstmitleif verfallen konnte, wurde er direkt angesprochen von seiner Vorgesetzten. Er nahm die Informationen schnell auf und befolgte ihre Anweisungen, die Daten weiter im Blick zu behalten. Nun sah er auch auf seinem Tricorder die Anzeichen für fünfzig Personen. Aber konnte man wirklich von Personen sprechen, wenn die Vitalfunktionen nicht erkennbar waren? Sollte es sich vielelicht um künstliche Lebensformen handeln und deswegen diese Daten geliefert werden. Die nunmehr verblasste Enttäuschung wich sekundenschnell neu aufkeimender Euphorie über diese Idee. Vil'kun hätte sie am liebsten direkt geäußert, hielt dann aber inne und besann sich eines besseren. Er wollte nicht wieder mit Naivität glänzen, indem er siegessicher seine Theorie verkündete. Sollte es sich bestätigen, so würde das Außenteam es in Kürze herausfinden. In diesem Fall konnte er immer noch seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, wenn es darum ging, die Lebensformen weitergehend zu untersuchen.

    Oder konnte er dem schon vorgreifen? ### Wie war das noch mit Data? Aus welchem Material bestand er hauptsächlich? ### Vil'kun zermarterte sich das Gedächtnis. Er hatte keine weiteren Kurse über künstliche Intelligenzen besucht, aber es war Teil der Grundseminare. Er war sich sicher, dass beim Bau von Androiden eine bestimmte Legierung verwendet wurde, nach der er speziell suchen konnte, um so festzustellen, ob seine Theorie bestand hatte. Wenn er doch nur darauf käme.

    Er begab sich zurück in die reale Welt und ließ die seiner Gedanken zurück, als ich die Aufforderung des Mediziners, zurück zu bleiben, aufschreckte. Hatte er etwas verpasst? Ein kurzer Blick auf den Tricorder zeigte, dass sich nichts verändert hatte. Und auch die nicht ganz so angespannte Haltung der anderen ließ ihn sich wieder beruhigen. Dennoch war es vernünftig, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Unauffällig begab er sich in Richtung von Biasini. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, war es wohl besser, in der Nähe eines erfahrenen Sicherheitsoffiziers zu sein. Zwar war Vil'kun durchaus widerstandsfähig, aber das machte ihn nicht leichtsinnig. Er nickte dem Commander höflich zu als er nah genug herangekommen war. Dabei blickte er weiterhin auf den Tricorder und ließ nebenbei Standardscans laufen, um nicht irgendetwas zu übersehen. Die Gedanken kreisten weiterhin um die mögliche Zusammensetzung von Androiden.


    (471 Wörter)

    Ort des Geschehens: Transporterraum 1 der Perception /Transporterraum der Black Pearl

    Beteiligte Personen: alle vom Außenteam, Taurionarla (NPC, erwähnt)


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    Inzwischen waren auch die anderen nach und nach eingetroffen. Vil'kun fand bemerkenswert, dass selbst der Captain an dem Außeneinsatz teilnehmen sollte, entsprach dies doch nicht dem üblichen Protokoll, welches auf der Akademie gelehrt wurde. Bevor er sich weitere Gedanken machen konnte, wurde er auch schon aufgefordert, sich auf eine der Transporterplatformen zu stellen. Und wieder begann das Adrenalin durch seinen Körper zu rauschen aufgrund des unmittelbar Bevorstehenden. ### Das hier ist immerhin nicht die Akademie, sondern ein richtiges Raumschiff mit einer richtigen Crew, der Captain wird seine Gründe haben. ### Vil'kun nahm sich vor, so viel wie möglich von ihm und den anderen zu lernen. Er hatte sich zuvor hinter dem Counselor platziert und sah nun, wie dessen Rücken von dem Funkeln des Transporterstrahls umfasst wurde, um sogleich selbst dematerialisiert zu werden.


    --- An Bord des anderen Schiffes ---

    Das soeben betrachtete Funkeln ließ nach und schon kam wieder der schnöde Rücken seines Vorgesetzten zum Vorschein. Jedoch war nicht die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, sondern die Lage zu sondieren. Was Vil'kun direkt auffiel, war die Stille auf diesem Schiff. Auf der Perception gab es noch die typischen Hintergrundgeräusche, die man auf einem Raumschiff zu hören bekam, aber hier machte sich eine unbehagliche Abwesenheit von Geräuschen bemerkbar. Als Vil'kun sich weiter umblickte, sah er, dass die anderen bereits ihre Tricorder gezückt hatten und die Umgebung untersuchten. Sofort tat er es ihnen nach und nahm seinen eigenen Tricorder in die Hand. Während er einen Standardscan nach Lebenszeichen und der atmosphärischen Zusammensetzung der Luft laufen ließ, kam er nicht umhin zu bemerken, dass dieses Schiff eine gewisse Frische ausstrahlte, geradezu als sei es vor Ankunft des Außenteams grundgereinigt worden. Sofort kamen ihm seine Gedanken aus dem Gespräch mit Taurionarla in den Sinn. Sollte es sich hier doch um ein temporales Phänomen handeln? Womöglich befand sich dieses Schiff gar keine hundert Jahre an dieser Stelle, sondern deutlich kürzer, da es aus seiner Zeit gerissen wurde. Bevor er den Gedanken weiter verfolgen konnte, hatte sich Ikaika bei allen nach den Tricorderauswertungen erkundigt. Der Takaraner blickte auf den seinigen und erkannte, dass es auch bei ihm keinen Hinweis auf weiteres Leben gab, ebenso gab es keine Ungewöhnlichkeiten in der Atmosphäre.

    "Sir, ich kann bestätigen, dass es außer den unseren keine weiteren Lebenszeichen zu erkennen gibt. Auch scheint die Zusammensetzung der Luft nicht außergewöhnlich, um eine Erklärung dafür zu liefern", entgegnete Vil'kun als erster, um dann den Angaben der anderen zu lauschen.

    Da niemand seine Theorien aufgriff, fasste er sich ein Herz und begann, nach Chroniton-Partikeln zu scannen. Er tippte die nötigen Befehle in seinen Tricorder ein und ließ diesen nach besagten Partikeln suchen. Pflichtbewusst wies er die Anwesenden darauf hin: "Sirs, ich habe soeben einen Scan nach Chroniton-Partikeln gestartet, da es mir komisch vorkam, dass dieses Schiff so neu und unbenutzt wirkt. Ich dachte, es könnte sich vielleicht um ein temporales Phänomen handeln, mit dem wir es hier zu tun haben."

    Er hoffte, dass er sich damit nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, aber gleich würde ein Ergebnis vorliegen, welches seine Theorie stützen oder zerschmettern würde. Er fühlte mehrere Augen auf sich gerichtet und eine Erwartungshaltung, welche größer zu sein schien als seine eigene, begann ihn schier zu erdrücken. Zum Glück würde es sich nur noch um Sekunden handeln bis die Erlösung kam...


    (549 Wörter)

    Ort des Geschehens: Wissenschaftliches Labor auf Deck 7, Transporterraum 1

    Beteiligte Personen: @Miles Quinntet (NPC), Ikaika Anela (erwähnt), Avelino Biasini , Taurionarla (NPC) (erwähnt), Transporterchief (NPC)


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    Der plötzliche Aufbruch von Taurionarla hatte Vil'kun doch stark überrascht. Zwar waren sie nicht wirklich mit der Analyse des Nebels vorangekommen, aber es hatte sich eine interessante Konversation nebenher ergeben. Er hatte nicht verstanden, was so plötzlich ihre Aufmerksamkeit erfordert hatte, dass sie ihn nun zurückließ mit dieser doch nicht unwichtigen Aufgabe. Er konnte es natürlich auch als Anerkennung seiner Fähigkeiten werten, aber so richtig zufrieden war er mit dieser neuen Situation nicht.

    Als Vil'kun noch über die fehlgeschlagene Analyse brütete, kam jemand von hinten an ihn herangetreten. Er drehte sich um und sah in ein lächelndes Gesicht, welches ihn sogleich begrüßte und Taurionarlas Abgang entschuldigte. Der Takaraner erwiderte die Begrüßung und nahm die gereichte Hand entgegen. Er fand diese Geste immer noch etwas gewöhnungsbedürftig, selbst nach den mittlerweile Jahren an der Akademie. Auf Takara selbst vollführte man eine Geste vor der eigenen Brust und verzichtete gänzlich auf Körperkontakt zu anderen bei der Begrüßung, bei anderen Spezies hatte er schon von Jugend an diverse Begrüßungsrituale miterlebt, so dass er in der Hinsicht wenig voreingenommen war. Und dennoch wirkte diese "menschliche" Begrüßungsart merkwürdig, vielleicht, da sie so inflationär benutzt wurde.

    Ein Blick auf den Kragen zeigte Vil'kun an, dass er es hier mit einem ranghöheren Offizier zu tun hatte, so dass er fast unbemerkt mehr Haltung annahm. Trotz der Erwähnung, dass sie sich schon einmal begegnet waren, konnte sich Vil'kun nicht so richtig an Mr. McQuinntet erinnern. Die kleinen Nuancen der unterschiedlichen Menschen und ähnlich aussehender Spezies blieben ihm manches Mal verborgen. Dass es andersherum leichter war, wiedererkannt zu werden, war dagegen keine Überraschung, hatte Vil'kun doch recht viele Alleinstellungsmerkmale.

    "Ähm, Sir, das Verfahren ist bereits abgeschlossen und hat leider zu keinerlei Ergebnissen geführt", entgegnete er dem LtCmdr. vorsichtig.

    "Sehen Sie hier", fuhr er fort und deutete auf den Bildschirm, welcher zeigte, dass keine neuen Erkenntnisse vorlagen außer des Scheiterns des Frebel-Verfahrens, was wiederum Rückschlüsse darauf gab, was nicht im Nebel enthalten war. Doch auch dies war noch zu wenig, um irgendwie voranzukommen. Er meinte, ein Stirnrunzeln auf der Stirn des anderen zu sehen, als dieser die Daten studierte. Gemeinsam kam man überein, dass man es stumpf mit weiteren Methoden und Verfahren versuchen musste bis schließlich etwas dabei herauskam. Vil'kun stellte mit Begeisterung fest, dass McQuinntet schon über viel Erfahrung verfügen musste und nahm sich vor, möglichst viel davon in sich einzusaugen.

    Eine Durchsage des Counselors ließ die beiden in ihrer Arbeit innehalten. Vil'kun wurde doch glatt dazu aufgefordert, dem Außenteam beizutreten und sich an das Auskundschaften des fremden Schiffes zu machen. Erstaunt und ein wenig schuldbewusst, dass er sich nun aus der Affäre ziehen würde bei dieser mühseligen Arbeit, blickte er McQuinntet an. Doch dieser nickte ihm anerkennend zu. Der Kadett tippte auf seinen Kommunikator und bestätigte den Befehl knapp.

    "Ich habe noch fast eine Stunde Zeit, das heißt, ich kann die zumindest die Kalibrierung für die Hinnoxwellenbestrahlung vornehmen. Am besten beamen wir noch eine Probe an Bord, so dass Sie ungestört an dieser arbeiten können, während die andere Probe bestrahlt wird, Sir", schlug Vil'kun vor.

    Als es an der Zeit war, aufzubrechen, stellte der Takaraner etwas verlegen die Frage, welche ihm schon seit etwa einer halben Stunde auf der Zunge brannte: "Entschuldigen Sie Sir, aber können Sie mir verraten, wo ich den Transporterraum 1 finde? Ich kenne mich noch nicht gut genug aus auf dem Perception."


    Nach einer kurzen Wegbeschreibung, welche sich als absolut unkompliziert herausgestellt hatte, war er auchs chon auf dem Weg zum Transporterraum. Dort angelangt traf er auf den Transporterchief und den Leiter der Sicherheit. Vil'kun nahm erneut Haltung an und begrüßte die beiden angemessen. Daraufhin fiel sein Blick auf die Ausrüstung, die für ihn und die anderen Mitglieder des Außenteams bereitlagen. Sofort machte er sich an die Überprüfung seiner Utensilien. Innerlich stieg seine Aufregung, er war im Begriff, seine erste richtige Mission im Unbekannten durchzuführen. Nun würde sich hoffentlich das Schicksal des anderen Schiffes offenbaren und er konnte es aus erster Hand erleben. Tatsächlich schob die Euphorie darüber alle Bedenken über mögliche Risiken oder anderer schlimmer Szenarien beiseite, so dass Vil'kun leise eine fröhliche Melodie vor sich hinsummte beim Sortieren seiner Ausrüstung.


    (687 Wörter)

    Ort des Geschehens: Wissenschaftliches Labor auf Deck 7

    Beteiligte Personen: @Taurionarla (NPC)


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    Es war eine recht tiefgreifende Frage, die Taurionarla ihm gestellt hatte. ### Wie empfinde ich es, in einem anderen Kontaxt studiert zu haben? ### Ehe er eine angebrachte Antwort darauf liefern konnte, hatte sie schon die nächste Probe entnehmen lassen. Dieses Mal durfte Vil'kun über die Schulter gucken, aber auch dei Bolianerin machte nichts anders als er zuvor. Als sie mit den Eingaben fertig war und den Computer arbeiten ließ, nahm er das Gespräch wieder auf.

    "Ich habe mir bisher keine großen Gedanken darüber gemacht, zuvor auf Takara studiert zu haben. Ich habe vielmehr meinen Horizont durch die Akademie bereichert erfahren. Sicherlich gibt es Wissen, welches ich anderen dadurch voraus hatte, aber das geballte Wissen der Mitglieder der Föderation ist noch einmal etwas anderes. Aber im Grunde ist es bereichernd, wenn ich jetzt darüber nachdenke. Zumindest könnte ich mir vorstellen, auch in anderen größeren Reichen außerhalb der Föderaton zu studieren, nur um zu sehen, welche Erkenntnisse es noch geben kann, von denen wir bisher nichts geahnt haben."

    Wieder präsentierte der Computer das gleiche Ergebnis oder vielmehr den Mangel eines Ergebnisses. Sie waren auch mit der zweiten Probe keinen Schritt weiter gekommen. Taurionarlas Idee aufgreifend, speziellere Methoden anzuwenden, schlug Vil'kun folgendes vor:

    "Wie wäre es, wenn wir das Frebel-Verfahren anwenden, um den Partikelfluss zu modulieren? Das könnte uns einen Hinweis über die Zusammensetzung des Nebels liefern. Das heißt, sofern er die richtigen Partikel enthält."

    Ihm war bewusst, dass dies nicht der übliche Standardschritt war, aber solch ungewöhnliche Ergebnisse verlangten unter Umständen nach unorthodoxen Vorgehensweisen. Zumindest verspürte er den Drang, schneller an eine Lösung zu gelangen. Er erwartete die Antwort auf diesen Vorschlag und war geneigt, das Gespräch über die Erfahrungen außerhalb der Akademie fortzusetzen. ### Wie es wohl ist, auf Bolarus aufzuwachsen? ###


    (293 Wörter)

    Ort des Geschehens: Wissenschaftliches Labor auf Deck 7

    Beteiligte Personen: Taurionarla (NPC)


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    Ein wenig erleichtert, dass er der Bolianerin keinen Anlass zum Tadel oder Befremdung gegeben hatte ob seiner ungefilterten Gedanken, entgegnete Vil'kun auf ihre Frage:

    "Zu meinen Spezialgebieten gehören die Linguistik und die Archäologie, ebenso hab ich Biologie auf Takara studiert, doch zeigte sich an der Akademie wie vielfältig Biologie sein kann, wenn man es mit dem Wissen von hunderten von Welten zu tun bekommt. Wer hätte gedacht, dass es neben den 172 Algenarten meiner Heimat noch über viertausend weitere in der bekannten Galaxie gibt?"

    Ehe es zu einer Diskussion über weitere Meerespflanzen kam, lenkte Taurionarla den Fokus wieder auf aktuelle Begebenheiten. Vil'kun nickte eifrig und freute sich sehr über das Lob, welches er für seine Bedienung des Terminals erhalten hatte. Es fühlte sich gut an, etwas wirklich Nützliches zu tun. Noch ehe die ersten Ergebnisse eintrudelten, scholt er sich innerlich, nicht nach ihren Fachgebieten gefragt zu haben. Er wollte weder unhöflich, noch uninteressiert wirken. Doch war es nun genauso unpassend, das Thema wieder vom Nebel weg zu lenken, da die Auswertung ganz klar Vorrang hatte. Aber vielleicht ließ sich die Sache doch kombinieren.

    "Zählen Nebel denn zu Ihrem Fachgebiet, Ma'am?" tastete er sich heran, während die ersten Ergebnisse angezeigt wurden.

    Viel Zeit zum Antworten ließ der Computer ihr nicht, da es nun ein vorläufiges Ergebnis der ersten Analyse gab. Beide Augenpaare richteten sich auf den Bildschirm.

    ### Unbefriedigend. ###

    Allem Anschein nach war dies kein protostellarer Nebel, womit die erste These direkt abgehakt werden konnte. Es wäre allerdings auch ein großer Zufall gewesen, hätte der Cadet dieses Rätsel auf Anhieb entschlüsselt. Und war es nicht seit je her die noble, wenn auch mühselige Aufgabe der Wissenschaft, nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen bis es nur noch eine richtige Lösung gab? Jedoch schien es auch keine andere Besonderheit an diesem Nebel zu geben, erst recht keine, die die Fehlfunktion der Sensoren erklären würde. Erwartungsvoll blickte Vil'kun die Bolianerin an, hatte er vielleicht doch etwas übersehen?


    (323 Wörter)

    Ort des Geschehens: Brücke/Turbolift/wissenschaftliche Labore auf Deck 7

    Beteiligte Personen: Marissa Bancroft, Ikaika Anela, Taurinarla (NPC)


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    Vil’kun stand immer noch gerade vor seinen neuen Vorgesetzten und empfing die Begrüßung der selbigen. Er hatte nicht beabsichtigt, die XO zu erschrecken und versuchte, eine entschuldigende Miene aufzulegen, als sie sich schon entschuldigte und sich nach seinem Gesundheitszustand informierte. Da ihm nichts passiert war, hatte er mit einer solchen Reaktion nicht gerechnet, die Fürsorge rührte ihn.

    „Nein, Ma’am, mir ist nichts passiert. Und Sie müssen sich nicht entschuldigen für eine Notsituation.“

    Ehe er sich erkundigen konnte, was der Auslöser für diese Notsituation war, deutete sie auch schon auf den Bildschirm und erwähnte eine Kollision mit dem Schiff, welches dort zu sehen war. ### Das erklärt natürlich den Ruck von vorhin. Zum Glück ist nicht mehr passiert. ###

    Der Takaraner nahm gerade noch wahr, dass er sich an Taurionarla wenden sollte, um in der Situation nützlich zu sein, als schon Befehle an den Rest der Besatzung herausgingen. Er nickte knapp, salutierte erneut und drehte sich weg, um langsam in Richtung der Wissenschaftlerin zu gehen.

    Diese lächelte ihn an, schien jedoch noch etwas an ihrer Konsole zu tun zu haben. Vil’kun konnte nicht umhin, sich aus den Augenwinkeln umzugucken auf der Brücke. Das war es, worauf er hingearbeitet hatte, hier war er wirklich am Ort des Geschehens, wenn es darum ging, das Weltall und Weite zu erforschen.

    Als Taurionarla fertig war, lud sie den Takaraner ein, sie zu den Laboren zu begleiten, um den Nebel untersuchen zu können, welcher scheinbar von großer Bedeutung war. Er hatte mit den ganzen kleinen Fetzen an Informationen noch kein Bild zusammensetzen können, um zu wissen, was eigentlich genau passierte. Gut, dass die Bolianerin ihm anbot, die Lage unterwegs zu erläutern.


    Im Turbolift stellte sie sich ihm offiziell vor. Trotz der beengten Situation konnte Vil’kun sich vor seiner Kollegin etwas entspannter verhalten als vor der Führungsebene des Schiffs. Vielleicht lag es daran, dass er Taurionarla zumindest von ihrer Akte her kannte, soweit er diese einsehen konnte und auch von anderen aus der Crew das ein oder andere wohlwollende Wort gehört hat.

    „Cadet Sombrar, und danke Ma’am, ich freue mich hier sein zu dürfen. Von Aussuchen kann zwar nicht die Rede sein, aber je mehr ich lernen kann, desto besser.“

    Die Bolianerin stimmte dem zu und begann, die aktuelle Lage zu schildern und warum es dazu kam, dass eine Probe des Nebels untersucht werden sollte. Sie schaffte es, dies sehr prägnant in der Kürze der Fahrtzeit zu erläutern. Zumindest hatte Vil’kun nun eine bessere Idee davon, was hier vor sich ging.


    Die Labore auf Deck 7 betrat der Takaraner zum ersten Mal und erfreute sich an den Gerätschaften, welche er sonst nur aus Holodeck-Simulationen kannte. Die Übungsgeräte der Akademie waren zwar noch zweckmäßig und vor allem ausreichend, um die Funktionsweise zu vermitteln, aber im Vergleich doch eher veraltet. Um wirklich zu forschen, konnte man dies aus Vil’kuns Sicht nur als Paradies bezeichnen.

    Als sich die Bolianerin erkundigte, ob er noch Fragen hätte, fiel ihm nur die offensichtlichste aller Fragen ein: ### Wonach suchen wir denn genau? ###

    Ehe er diese Frage laut aussprechen konnte, wurde er dazu aufgefordert, den Befehl zum Beamen zu geben, welchem er gern nachkam. Dies würde seine erste eigene Handlung auf diesem Schiff sein und unter Umständen der erste Schritt zu Lösung des gegenwärtigen Problems.

    „Aye“, bestätigte er, um dann fortzufahren: „Computer, beame eine Probe des Nebels in das Behältnis beim Konsole…Gamma.“

    Kurz darauf sah man einen kurzen Lichtschein, als sich etwas im Behälter materialisierte, um kurz darauf wieder zu verschwinden. Ein Schimmer der Enttäuschung musste über Vil’kuns Gesicht gefahren sein, hatte er doch den Eindruck, dass Taurionarla ihn erwartungsvoll ansah. Der Takaraner nahm schnell wieder Haltung an und versuchte seine Unsicherheit zu überspielen:

    „Ich, nun..., also wenn man den Nebel schon gesehen hat und er in diesem Behälter nichts von seiner Schönheit zu sehen ist, dann…dann ist das schon ein wenig ernüchternd.“

    Hatte seine Gegenüber dazu eine Reaktion, so blieb diese ihm verborgen.

    „Ich muss zugeben, dass dies nicht mein Fachgebiet ist“, sagte Vil’kun etwas kleinlaut, „aber ich bin der Meinung, dass es sich hier um einen protostellaren Nebel handeln könnte. Zumindest würde das erklären, warum unsere Sensoren keine Daten liefern. Andererseits sollte das andere Schiff dann Spuren des Partikelflusses aufzeigen, wenn es schon so lange dort verschollen ist. Das heißt, ist es wirklich schon so lange dort oder noch nicht, so dass es bisher keine Schäden aufweist? Könnte es sich um eine temporale Anomalie handeln?“

    Nahm Vil'kun sich zu viel heraus? Er musste sich selber stoppen, bevor er noch mehr wilde Theorien entwickelte und damit der Lächerlichkeit preisgab. Alle Ideen, die er hätte aufbringen können, hatte die Bolianerin bestimmt selbst gehabt. Und wenn sie plausibel waren, würde sie sie auch weiter verfolgen, genauso wie sie bereits ausschließen würde können, welche Thesen einfach unwahrscheinlich waren. Vil’kun ließ seine Gedanken nicht länger schweifen und machte sich daran, die entsprechenden Parameter einzustellen. Er spürte den Blick über seine Schulter, aber dachte, dass er soweit alles richtig machte. Zumindest schien Taurionarla keine Einwände ob seiner Eingaben zu erheben.


    (836 Wörter)

    Ort des Geschehens: Turbolift/Brücke

    Beteiligte Personen: Alle auf der Brücke


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    Ein wenig nervös wartete Vil'kun auf den Turbolift, welcher ihn zur Brücke bringen sollte. Nachdem er sich soweit eingerichtet hatte - er hatte ein recht gemütliches Quartier auf Deck 11 erhalten - stand immer noch die Meldung beim Captain des Schiffs an. Die Türen öffneten sich mit dem für ihn ungewohnten Zischen und er trat ein.

    "Computer, zur Brücke bitte," wies der Takaraner den Lift an, woraufhin sich die Türen schlossen und es aufwärts ging.

    Für gewöhnlich war er keine nervöse Person, aber diese Erfahrung war eine neue. Die Ausbildung auf der Akademie hatte ihm gezeigt, wie wenig er doch gewusst hatte von dem, was das Universum zu bieten hatte. Und nun stand er hier, der kleine Kadett auf dem Weg zu seinen ranghöheren und vor allem erfahreneren Vorgesetzten. Er wollte seine Sache gut machen und einen Eindruck hinterlassen, der weder ihm noch seiner Familie eine Schande machte.

    Die ruhige Fahrt wurde jäh durch einen kräftigen Ruck unterbrochen und Vil'kun verlor das Gleichgewicht, konnte es jedoch bei einem kurzen Stolpern belassen, bevor er zu Boden oder gegen eine der Wände stürzte. Dennoch begab er sich sogleich in einen sichereren Stand, die Beine leicht gebeugt und die Arme stabilisierend ausgestreckt, sollte sich das Szenario wiederholen. Doch als sich die Türen erneut öffneten, wusste er, dass es dazu nicht mehr kommen würde. Sofort nahm er eine angebrachtere Haltung an und hoffte, dass niemand vor dem Lift gestanden hatte. Glücklicherweise war der Abschnitt leer, so dass er sich zum Eingang der Brücke begeben konnte, ohne sich sonderlich blamiert zu haben. Die Frage, was für die Erschütterung gesorgt hatte, brannte ihm unter den Nägeln, doch gab es zuvor eine andere Aufgabe. Wenn er Glück hatte, würde er ohnehin Informationen erhalten, ohne dass er explizit danach fragen musste.

    Etwas überwältigt blickte er sich auf der Brücke um, nachdem sich die Türen geöffnet hatten, es war schließlich sein erster Besuch dort. Er erkannte sofort seine bolianische Kollegin, die an ihrer Konsole beschäftigt war. Die übrigen Anwesenden hatte er vermutlich noch nicht kennengelernt, zumindest konnte er niemanden zuordnen. Er bemerkte den Aufruhr, welcher die Anwesenden aufgrund des unbekannten Vorfalls erfasst hatte. Dennoch ging er zielstrebig von hinten an den Kommandosesseln vorbei, positionierte sich in etwa zwei Meter Abstand vor dem Captain und den anderen, nahm Haltung an, salutierte und verkündete mit fester Stimme:

    "Ma'am, Sirs, Cadet Sombrar meldet sich zum Dienst, es ist mir eine Ehre, an Bord dienen zu dürfen!"

    ### Hoffentlich habe ich den richtigen Zeitpunkt abgepasst. ###


    (426 Wörter)

    Vil’kun ließ den Blick über das Gelände schweifen. Die Erde schien so viel ruhiger zu sein als sein Heimatplanet. Ruhiger was den Planeten an sich betraf, denn wenn man die Personen auf dem Campus betrachtete, so glich dieser eher einem Ameisenhaufen. An Gesellschaft hatte der Takaraner sich dagegen nie gestört, also würde er sich hier sicherlich wohlfühlen.

    Doch ehe er dieses Wohlgefühl zur Gänze auskosten konnte, stieß ihn etwas von hinten an, so dass er einen halben Schritt nach vorn stolperte und beinahe sein PADD fallenließ.

    Den leichten Ärger über diese Störung runterschluckend drehte er sich um und blickte in errötendes Gesicht.

    ### Ärger? Scham? ### versuchte Vil’kun die Reaktion seines Gegenüber zu deuten. Aufgrund der Worte der Entschuldigung entschied er sich für Scham. Noch bevor der Takaraner etwas entgegen konnte, lud ihn der andere Mann zum gemeinsamen Essen ein. Beim Anblick der Uniform war es deutlich, dass es sich hier nicht um einen Mitkadetten handelte und so entschied er kurzerhand, das Angebot eines potentiellen Vorgesetzten lieber anzunehmen, auch wenn er sich sehr überrumpelt fühlte.

    „Ja, Sir, ich bin erst heute eingetroffen und nehme Ihre Einladung gern an“, antwortete Vil’kun und fügte hinzu: „Sombrar ist mein Name.“

    Nach Art der Menschen reichte er dem anderen Mann die Hand zur Begrüßung.

    Oh, natürlich.


    Ist bisher nur eine grobe Idee, die noch entsprechend angepasst wird an das hiesige Setting.


    Vil'kun ist Takaraner mit einem Talent für Sprachen. Es hat ihn dadurch in die Linguistik befördert, was sich wiederum nützlich im Bereich der Archäologie und der Kommunikation erwies. Er bevorzugt daher eine Karriere als Wissenschaftsoffizier, um mehr von Universum kennenzulernen. In die Händlerfußstapfen seiner Familie wollte er aufgrund des mangelnden Talentes nicht treten.